Sportliche Zukunft unklar

Eisschnelllauf-Meisterschaft in Inzell abgesagt - EM-Teilnahmen auf der Kippe

Joel Dufter wünscht sich mehr Klarheit von der DESG
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Eisschnellläufer Joel Dufter wünscht sich mehr Klarheit von der DESG.

Inzell - Die Absage der Deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaft in Inzell hat bei Sprintspezialist Joel Dufter Verwunderung ausgelöst und viele Fragen aufgeworfen. Die DESG hatte die Titelkämpfe für Anfang Januar in der Max Aicher Arena wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

Der neue Verbandspräsident Matthias Große stellte auch die Teilnahme deutscher Sportler bei der Europameisterschaft und den anschließenden zwei Weltcups in Heerenveen in Frage. Allerdings stellte er es jedem Sportler frei, an den Wettkämpfen in den Niederlanden teilzunehmen. „Wie soll das gehen, ohne Qualifikation, wer soll da teilnehmen?“, so Joel Dufer. „Wir brauchen eine vernünftige Qualikfikation dafür“, so der 25-jährige weiter. Er verweist dabei auf Trainingsmaßnahmen Anfang November in Erfurt mit sämtlichen Sportlern aus dem Kader der Nationalmannschaft.

Dort wurden vor und nach der Maßnahme Corona-Tests durchgeführt, positive Fälle gab es keine. „Wir haben hier in Inzell ein tolles Hygienekonzept, also hätten wir meiner Ansicht nach, auch die Meisterschaft durchführen können. Unser aktuelles Training ersetzt keinen Wettkampf“, gibt er zu bedenken und wirft eine Reihe Fragen auf: „Wie will man nominieren? Welche Vorleistungen nimmt man als Kriterium? Wir sind auf unterschiedlichen Bahnen gelaufen. Wie soll das in eigener Regie laufen und wie ist das mit den Kosten?“

„Hätte mir gewünscht, mehr über die sportliche Zukunft zu erfahren“

Er werde sich alles durch den Kopf gehen lassen, schließlich werden die Eisschnellläufer rund fünf Wochen lang in einer Art Blase in Heerenveen sein. Das alles will er nun mit seinem Trainer Danny Leger besprechen und da gibt es das nächste Problem. Die Zukunft von Leger im Verband ist ungewiss. „Es wäre schön zu wissen, ob der Danny mein Trainer bleibt. Immerhin steht Olympia 2022 quasi vor der Tür und ich würde gerne anfangen zu planen und möchte vorbereitet sein. Ich finde es toll, dass der Verband finanziell wieder gut aufgestellt ist. In der Pressekonferenz vergangenen Freitag hätte ich mir schon gewünscht, mehr über die sportliche Zukunft zu erfahren. Da sind viele Fragen offengeblieben“, so Joel Dufter weiter.

Andreas Kraus, Mitglied der neuen Trainerkommission und verantwortlicher Trainer beim DEC Inzell spricht von einer unklaren Situation. „Wir müssen abwarten was in der Trainerkommission wegen der Nominierungen entschieden wird. Wir werden das diskutieren.“ Immerhin könnten neben Joel Dufter auch Katja Franzen, Anna Ostlender und Josephine Heimerl das internationale Ticket lösen. „Wir bleiben bei unserem Plan A“, bekräftigt Kraus und meint damit, dass er das Training so ausrichten werde, seine Sportler auf internationale Wettkämpfe zu schicken. „Ich mache hier meine Arbeit und das funktioniert gut. Bei den Weltcups wollen wir unser Kontingent an Startplätzen voll ausschöpfen“, verspricht Kraus.

SHu.

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