Im Mekka des niederländischen Eisschnelllaufens

Junge Inzeller Eisschnellläuferinnen wollen beim Weltcup Spaß haben

DEC Inzell beim Weltcup in Heerenveen
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Das Inzeller Team in Heerenveen mit Andreas Kraus, Katja Franzen, Anna Ostlender, Josephine Heimerl und Joel Dufter.

Unter dem Motto „Jugend forscht“ steht der Eisschnelllauf-Weltcup am Wochenende in Heerenveen. Anna Ostlender und Josephine Heimerl dürfen im Mekka des niederländischen Eisschnelllaufens ihr Können unter Beweis stellen. Neben den beiden jungen Kufenflitzer vertreten auch die Arrivierten Joel Dufter und Katja Franzen die Farben des DEC Inzell.

Inzell/Heerenveen - Es soll ein unvergessliches Erlebnis in ihrer noch relativ kurzen sportlichen Karriere werden. Die Inzeller Eisschnellläuferinnen Anna Ostlender und Josephine Heimerl werden am Wochenende beim Weltcup im niederländischen Heerenveen an den Start gehen. Etwas ungewöhnlich, dass sie sich bereits in sehr jungen Jahren mit der Weltelite messen dürfen. „Ich habe gehofft, dass ich dieses Ziel erreiche und dementsprechend hart dafür gearbeitet“, sagt Anna Ostlender. Die 18-jährige konnte sich zuletzt vor allem über 500-Meter immer weiter verbessern. Mittlerweile steht ihre persönliche Bestzeit über die Sprintstrecke bei 39,58 Sekunden. „Ich mache mir da jetzt nicht allzu viel Druck und hoffe einige Erfahrungen zu sammeln“, so ihr Ziel im Mekka des niederländischen Eisschnelllaufens.

„Auf eine Platzierung will ich mich nicht festlegen, schließlich ist der Weltcup nicht meine Spielwiese“, sagt die Sportlerin, die eigentlich in diesem Jahr bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Japan starten wollte. Allerdings wird Deutschland wegen der Corona-Epidemie daran nicht teilnehmen. Großen Anteil an ihrer Leistung hat Trainer Andreas Kraus. „Er kennt mich in und auswendig, ich bin glücklich, dass ich ihn als Trainer habe“, betont sie. Genauso sieht es auch Josephine Heimerl, die 20-Jährige gehört derselben Trainingsgruppe wie Ostlender an. „Der Weltcup ist natürlich was völlig Neues für mich, aber mein Gefühl ist super. Wir haben gut trainiert und die Form passt“, sagt die in Schleching wohnende Sportlerin. Sie wird neben den 1000- und die 1500-Meter auch im Team an den Start gehen.

„Wir haben hier in Inzell einen tollen Teamgeist und uns gegenseitig im Training immer wieder gepusht“, verrät Heimerl und lobt dabei auch die Rolle der dritten Starterin vom DEC Inzell, Katja Franzen die mit ihren 31 Jahren zuletzt zehnte bei der Europameisterschaft geworden ist. „Ich hoffe, dass ich meine Leistung abrufen kann, schließlich ist die Atmosphäre im Thialf eine ganz besondere, auch ohne Zuschauer“, so Heimerl und fügt hinzu, dass sie sich besonders auf das Kennenlernen mit anderen Sportlern freue, trotz Abstandsregeln wegen Corona.

Inzells verantwortlicher Trainer Andreas Kraus ist stolz über die Nominierung seiner Sportlerinnen und ist in Heerenveen vor Ort um sie zu betreuen. „Ich freue mich, dass sie hier internationale Luft schnuppern können und das erreicht haben. Das ist der Lohn für ihren Einsatz im Training“, so Kraus. „Sie sollen alles geben und auch Spaß haben und locker bleiben“, gibt ihnen der Coach mit auf den Weg. Einiges erwartet man aus Inzeller Sicht auch von Joel Dufter der zuletzt mit dem Gewinn der Bronzemedaille im Sprint-Mehrkampf überraschte. „Ich bin gespannt, wie es mir am Wochenende ergeht. Immerhin kommen jetzt auch noch starke Läufer von außerhalb Europas dazu“, so der 25-Jährige.

SHu.

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