Ungewisse Zukunft im Zeichen der Corona-Maßnahmen

Inzeller Eisschnellläufer trainieren in der Max Aicher Arena und hoffen auf den Januar

Josephine Heimerl
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Josephine Heimerl mit dem Ziel Weltcup.

Inzell - Vor einer ungewissen Zukunft stehen die Kadersportler des DEC Inzell im Zeichen der Corona-Maßnahmen. Zwar dürfen sie in der heimischen Max Aicher Arena trainieren und kleine Rennen bestreiten, ob es ab Januar auf internationalem Parkett weitergeht, steht in den Sternen.

In guter Form haben sich die Kadersportler des DEC Inzell bei einem internationalen Eisschnelllauf-Wettkampf in der heimischen Max Aicher Arena präsentiert. So erreichten die Sportler des Bundes- und Landeskaders gleich eine Reihe persönlicher Bestzeiten. Für den Paukenschlag sorgte allerdings der Schwede Nils van der Poel über die 10.000 Meter. In 12:46,90 Minuten lief er einen neuen Bahnrekord und schwedischen Landesrekord. „Das zeigt, dass unser Eis wieder sehr gute Qualität gehabt hat“, freute sich Stadionchef Hubert Kreutz.

Zufrieden war auch Sprint-Bundestrainer Danny Leger, der sein Top-Team in Inzell zum Lehrgang zusammengezogen hatte. Gut in Form zeigte sich Lokalmatador Joel Dufter, er bewältigte die 500-Meter in 35,38 Sekunden und war damit Tagesschnellster. „Es läuft alles gut und wir warten jetzt darauf, was der Januar bringen wird“, so Leger. Geplant sind Anfang Januar die deutschen Meisterschaften in Inzell, die als Qualifikation für die Europameisterschaften und den ersten Weltcupblock dienen. Diese Wettbewerbe sollen alle im niederländischen Heerenveen stattfinden. „Mal schauen, was dann tatsächlich aus diesen Plänen wird“, so Leger weiter. „Ich werde mich weiter intensiv auf den Januar vorbereiten und schauen, was letztendlich alles passiert“, gibt sich Joel Dufter vorsichtig optimistisch.

Auch der verantwortliche Trainer des DEC Inzell und Mitglied der neuen Trainerkommission des Verbandes, Andreas Kraus ist zufrieden. „Es läuft richtig gut, das Training und die kleineren Wettkämpfe die wir hier bestreiten“, so Kraus. Er hofft jetzt, dass ab Januar auch internationale Rennen möglich sind.

Franzen, Ostlender, Heimerl und Dufter hoffen auf Weltcup-Tickets

Für die Weltcups in Heerenveen hat er gleich mehrere Eisen im Feuer. Katja Franzen, Anna Ostlender und Josephine Heimerl haben die Chance, sich bei entsprechenden Leistungen bei der Deutschen Meisterschaft das Ticket zu sichern. So sorgte Ostlender über 500-Meter mit 39,60 Sekunden für eine neue persönliche Bestzeit und gewann vor Katja Franzen in 39,75 Sekunden. Franzen verbesserte sich im zweiten Rennen auf 39,71 Sekunden. Josephine Heimerl belegte in 40,34 Sekunden mit neuer persönlicher Bestzeit den vierten Rang.

So schnell wie noch nie war sie in 2:01,05 Minuten über 1500 Meter und erreichte damit den ersten Platz. Über die 1000-Meter siegte Katja Franzen in 1:18,65 Minuten. Die 3000-Meter sah Leia Marie Behlau in 4:18,83 Minuten als Siegerin. „Vor allem meine jungen Sportlerinnen sind sehr gut drauf, aber auch Katja Franzen zeigt gute Leistungen“, freut sich Kraus der aktuell keine Mühe hat, seine Athleten bei Laune zu halten. „Das gelingt mir und meiner Frau Tatiana ganz gut, alle wollen Leistungen zeigen“, so der Trainer der darauf verweist, dass die Hygiene-Vorschriften in der Max Aicher Arena penibel eingehalten werden. Optimistisch gibt sich Josephine Heimerl nach ihren Leistungen. „Wir drei liebäugeln schon mit einer möglichen Qualifikation für den Weltcup. Mein Fokus liegt dabei auf die 1000- und 1500-Meter-Distanz“, so Heimerl die hofft, dass im Januar die Wettkämpfe nach Plan laufen werden.

Zuversichtlich ist auch Katja Franzen, sie lobt die Zusammenarbeit mit Andreas Kraus. „Ich bin davon überzeugt, dass wir zusammen mit meiner Leistung im internationalen Vergleich gute Ergebnisse erzielen können“, so die 30-Jährige. Über 1000-Meter hat sie ihre Bestzeit aus dem Weltcup bereits um eine halbe Sekunde verbessern können. Luft nach Oben sieht sie noch über die 500-Meter. „Wir haben hier in Inzell eine Top-Trainingsgruppe. Ich bin jetzt gespannt, wie sich die Verhärtung der Regeln zu Corona auf unsere Saisonplanung auswirkt“, so Franzen.

Grund zur Freude gibt es bei den Verantwortlichen auch, was die Leistungen der jüngeren Kadersportler betrifft. So glänzten Dominik Mayrhofer, Maximilian Geppert, Gabriel Groß, Leo Huber, Max Patz, Ashley Völker, Maira Jasch, Isabel Kraus und Leonie Mayrhofer sowie Julia Geutner teilweise mit neuen persönlichen Bestzeiten oder herausragenden Zeiten auf ihren Strecken. Erfreulicherweise wieder fit ist nach seiner Verletzung wieder Felix Motschmann.

SHu

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