Elfmeterpunkt rückt ins Blickfeld

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Rosenheim - Ein Fußballplatz ist groß, letztlich rückte beim Derby in der Fußball-Bezirksliga Ost zwischen dem SB/DJK Rosenheim 2 und dem SV Nußdorf aber nur ein kleiner Punkt ins Blickfeld: der Elfmeterpunkt.

Zweimal trafen die Gäste aus dem Inntal von dort in der ersten Hälfte, während die Rosenheimer im zweiten Durchgang einmal vom gleichen "ominösen Punkt" scheiterten. Letztlich feierten die Nußdorfer mit 2:0 ihren fünften Sieg hintereinander und entführten überglücklich die drei Punkte.

Überglücklich auch deshalb, weil gleich mehrere Spieler fehlten - zu den Ausfällen der letzten Wochen gesellte sich auch noch der Top-Leistungsträger: Torwart Thomas Wimmer meldete sich krank ab und wurde durch den jungen Josef Weber ersetzt. Der ließ keinen Gegentreffer zu und hatte seine Sternstunde gleich nach Wiederanpfiff, als er den schwach geschossenen Elfmeter von Sepp Heller parierte.

Die Sportbündler zeigten eine ganz schwache Leistung. "Das war ein maßlos enttäuschender Auftritt", meinte auch SBR-Coach Franz Pritzl, der sich auch gewaltig über das höchst einfältige Defensivverhalten ärgerte. Gleich zwei Elfmeter kassierten die Gastgeber im ersten Durchgang, die letzten vier Gegentore resultierten allesamt aus Strafstößen. "Da muss man sich mal hinterfragen. Wir sprechen vor dem Spiel noch an, dass wir im Strafraum vorsichtig hingehen und auch vor dem Sechzehner keine Freistöße zulassen", schimpfte Pritzl. Das Resultat in Halbzeit eins: Zwei Elfmeter gegen sich und fünf gute Freistoßgelegenheiten für Nußdorf knapp außerhalb des Sechzehners - ohne Worte!

Allerdings: Der erste Elfer war höchst fragwürdig, Florian Link spielte bei seiner Attacke gegen Anton Lagler den Ball, rutschte dann weiter und erwischte den Nußdorfer; Georg Niederthanner verwertete zur Führung (16.). Elfmeter zwei (Franz Englberger an Nußdorfs Josef Oberauer) war dann unumstritten; hier traf Anton Lagler mit Glück, denn SB-Torwart Mario Schmitt war noch dran.

Pritzl wechselte zur Halbzeit dreimal, der SBR hatte nach dem Wechsel die klare optische Überlegenheit. "Da war dann auch Glück dabei, denn das war ein Spiel auf ein Tor", meinte SVN-Abteilungsleiter Hannes Scheuerer. Die Nußdorfer hatten in den letzten fünf Minuten noch Konterchancen - unter anderem einen Pfostentreffer von Anton Lagler. Die Rosenheimer waren dagegen zu harmlos, um die dicht gestaffelte Nußdorfer Mannschaftin Bedrängnis zu bringen.

SB/DJK Rosenheim 2: Schmitt, Krichbaumer, Peter, Link, Dominik Schlosser (ab 46. Ludwig), Alexander Schlosser (ab 46. Börtschök), Kina, Englberger (ab 46. Zoss), Heller, Jell, Schnebinger.

SV Nußdorf: Weber, Irger, Josef Oberauer, Schlosser, Peter Oberauer, Reiner, Wolfgang Lagler, Meixner, Anton Lagler, Niederthanner (ab 90. Weyerer), Gabeljic (ab 84. Lorenz Auer).

Schiedsrichter: Mühldorfer (FC Aschheim).

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 (16., Foulelfmeter) Niederthanner, 0:2 (30., Foulelfmeter) Anton Lagler.

Besonderheit: Heller scheitert mit Handelfmeter an Nußdorfs Torwart Weber (48.).

tn/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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