Am Ende kochten die Emotionen hoch

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Rosenheim - Bayern gegen Sechzig, das ewig junge Münchner Derby sorgte noch einmal für viel Stimmung in der Rosenheimer Gabor-Halle und setzte den Schlusspunkt unter das Fußball-Turnier der D-Junioren um den Volkswagen-Cup.

Und als die kleinen Löwen überschwänglich ihren 2:0-Erfolg über den großen Lokalrivalen feierten, war das schon eine kleine Überraschung, schließlich waren die Bayern ganz souverän ins Finale durchmarschiert, schienen unantastbar zu sein. Doch gerade die Halle lässt immer viel Platz für Unerwartetes, das bewies gerade der zweite Tage des großen Turniers in der Gabor-Halle, das vom TSV 1860 Rosenheim veranstaltet wurde. Bei den C-Junioren nämlich holte sich die TSG Thannhausen den Weko-Cup, besiegte im Finale Titelverteidiger SpVgg Grün-Weiß Deggendorf und ließ all die großen Namen hinter sich.

Für den Gastgeber TSV 1860 Rosenheim blieb bei D- und C-Junioren jeweils der vierte Platz, mit dem man durchaus zufrieden sein durfte. Christian Haas, Trainer der U15, freute sich über eine „sehr starke Vorrunde“, die seine Mannschaft als Gruppensieger vor dem späteren Cup-Gewinner Thannhausen abschließen konnte, ärgerte sich aber ein wenig über die 4:5-Halbfinal-Niederlage gegen Deggendorf: „Da wäre mehr möglich gewesen.“ Kollege Richard Riedl, Coach der U13, hatte einige seiner Stammspieler für die am nächsten Tag stattfindende Hallen-Kreismeisterschaft geschont, somit war der vierte Rang hinter den Münchner Klubs und Unterhaching durchaus ein Erfolg.

Zumal seine Mannschaft tollen Hallenfußball zeigte, in der Gruppe die SpVgg Deggendorf, den TSV Blaustein und den SC Feucht ganz klar besiegte, nur gegen die starken Bayern mit 2:8 eine deutliche Pleite kassierte. Die Bayern, die für sich in Anspruch nehmen, zu den besten deutschen Teams dieser Altersklasse zu zählen, trumpften bis zum Finale ganz groß auf, ließen auch beim 5:1 im Halbfinale der SpVgg Unterhaching nicht den Hauch einer Chance. Dass sie sich am Ende aber den konzentrierten und höchst engagierten Löwen beugen mussten, trübte für Trainer Stefan Hartl die Bilanz dieses Tages doch sehr. Da war es auch kein Trost, dass seine Mannschaft mit Marco Richter den besten Spieler des Turniers stellte. Als bester Torhüter wurde Dennis Ivanijuk vom SC Feucht ausgezeichnet, erfolgreichster Torschütze war Michael Molata von der SpVgg Unterhaching (9 Tore).

Bei den C-Junioren waren die Bayern mit dem jüngeren Jahrgang angetreten und mussten sich trotz des technisch feinen Fußballs, den die Jungs um Lucas Scholl boten, mit Platz sechs zufrieden geben. Immerhin aber konnte die Mannschaft von Trainer Harald Cerny für sich reklamieren, in der Vorrunde wie auch die Rosenheimer Sechziger den späteren Turniersieger Thannhausen besiegt zu haben, der nur mit viel Glück und sechs Punkten aus vier Spielen das Halbfinale erreichte. Dort aber überraschten die Schwaben mit einem 5:3 gegen den TSV 1860 München, der sich im Spiel um Platz drei dann souverän mit 6:1 gegen den Namensvetter aus Rosenheim durchsetzen konnte.

Das Finale zwischen Thannhausen und Deggendorf stand lange auf des Messers Schneide, Sekunden vor Schluss konnte die TSG mit dem 5:4 verhindern, dass das Spiel im Elfmeterschießen entschieden wurde. Es war ein packendes Finale, das zwei tolle Hallentage in Rosenheim würdig abschloss. Hans Klinger, Abteilungsleiter des TSV 1860 Rosenheim, fand bei der Siegerehrung viele lobende Worte für die Leistungen und die faire Spielweise der Aktiven und die Unterstützung der Sponsoren Weko und Volkswagen-Zentrum Rosenheim. Besonders freute ihn natürlich, dass seine C-Junioren mit Julian Weigl den besten Spieler des Turniers stellten. Torschützenkönig wurde Markus Biersack vom TSV 1860 München, bester Torwart Julian Modersbach von der TSG Thannhausen.

Endstand Volkswagen-Cup der D-Junioren:

1. 1860 München

2. FC Bayern München

3. SpVgg Unterhaching

4. 1860 Rosenheim

5. SE Freising

6. SpVgg Deggendorf

7. SV Wacker Burghausen

8. SC Feucht

9. FC Dingolfing

10. TSV Blaustein

Endstand Weko-Cup der C-Junioren:

1. TSG Thannhausen

2. SpVgg Deggendorf

3. 1860 München

4. 1860 Rosenheim

5. SE Freising

6. FC Bayern München

7. SpVgg Unterhaching

8. Jahn Regensburg

9. Wacker Burghausen

10. FC Dingolfing

Quelle: rosenheim24.de

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