Spektakuläre Aufholjagd bei Hard-Enduro-Event

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Erzberg - Ein Start in der zweiten Startreihe, jüngere Mitstreiter und Muskel-Krämpfe - die Zeichen standen nicht gut für Gerhard Forster. Was er dann vollbrachte, war unglaublich:

Ein Berg, 500 Starter und vier Stunden Zeit, um das Ziel hoch oben auf dem Erzberg zu erreichen - das sind die Eckdaten des wohl legendärsten Hard-Enduro-Events des Jahres. Schon zum 20. Mal wurde der "eiserne Gigant" in der Steiermark vier Tage lang zum Mekka der Hard-Enduro-Szene, für die weltbesten Motorrad-Offroader ein absoluter Pflichttermin. Höhepunkt war dabei das Red Bull Hare Scramble, bei dem allein schon die Startzeremonie einzigartig ist: Wenn die Piloten mit ihren Maschinen und abgestellten Motor um 11 Uhr hinab zum smaragdgrünen Erzbergsee geleitet werden, liegt eine regelrechte Gänsehaut-Stimmung über dem Berg. Eine Stunde später erfolgt dann der eigentliche Start, in Gruppen zu je 50 Fahrern.

Die Startaufstellung richtet sich dabei nach der zuvor im Prolog gefahrenen Bestzeit - die schnellsten 50 Piloten stehen in der ersten Startreihe. Gerhard Forster startete diese Jahr zum ersten Mal nur aus der zweiten Startreihe. Er erwischte einen schnellen Start, wurde jedoch bei der ersten Auffahrt hart attackiert und vom Motorrad gefahren.

Als letzter der zweiten Startreihe ging er als 100 ins Rennen, und er startete eine grandiose Aufholjagd. Durch seine Trail-Erfahrung konnte er wartende Fahrer über holen, indem er neue, fast senkrechte Auffahrten fuhr und nicht die Spuren wählte, die von hängen gebliebenen Fahrern blockiert wurden. Bei den Steil Abfahrten riskierte er alles und blieb auf dem Motorrad sitzen, wo viele andere Piloten ihr Motorrad lieber schoben.

Bei Motorradrennen der Welt gehen Mensch und Maschine an ihre Grenzen, das merkte auch der Beta-fahrer, als er im Karlsdinner, ein Ein-Kilometer langes Steingeröllfeld wegen seinen Krämpfen ein paar mal stehen bleiben musste. Als Forster die letzte Auffahrt Lazy noon beim dritten Anlauf passieren konnte wusste er, dass er sich nun sein gesetztes Ziel, als Finisher des Erzberg erfüllen konnte! In 3 Stunden und 20 Minuten fuhr er überglücklich ins Ziel und wurde von seinem Team MXtrem gefeiert. Er ist nun ältester Finisher aller Zeiten. Gewonnen hat der Engländer Jonny Walker.

Pressemeldung von Bootsmotoren Forster

Quelle: rosenheim24.de

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