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Fischer auf halben Weg nach Vancouver

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Thomas Fischer träumt von Vancouver.

St. Johann/Oberndorf - Der Ruhpoldinger Thomas Fischer ist auf dem besten Weg zur Qualifikation für die Olympischen Spiele in Vancouver im Skicross.

Der 23_ährige erreichte bei seinem erst dritten Weltcupstart in St. Johann/Oberndorf in Tirol den 15. Platz und erfüllte damit die Hälfte der Olympianorm. Pech hatte der für den SC Ruhpolding startende Sportler im Viertelfinale, als ihn im Steilhang der Franzose Ted Piccard auf die Ski trat und Fischer somit zum Sturz kam.

„Ich war auf dem zweiten Platz und eigentlich gab es vom Steilhang bis ins Ziel keine Möglichkeiten mehr zum Überholen, somit wäre ich Zweiter geworden und hätte damit das Halbfinale und damit die direkte Olympiaqualifikation erreicht“, ärgerte sich der ehemalige Alpinskifahrer über sein Pech.

„Schade für den Thommy“, meinte auch Vater Fritz Fischer, der Biathlon-Olympiasieger war extra nach St. Johann gekommen, um seinen Sprössling die Daumen zu Drücken. „Zunächst war ich sehr enttäuscht, aber dann war ich doch zufrieden“, sagte der Thomas Fischer. Bereits am Samstag winkt ihm die Qualifikation für Vancouver beim nächsten Skicross-Weltcup in Les Contamines/Frankreich. „Da werde ich alles geben und dann klappt das schon“, so Fischer.

Der Ruhpoldinger war ursprünglich alpiner Skiläufer, hatte aber immer wieder Pech mit schweren Verletzungen. Vor zwei Jahren zog er sich einen Kreuzbandriss zu und war nicht mehr so recht auf die Beine gekommen, weil das Knie immer wieder Probleme machte. Vor sechs Wochen machte ihn sein älterer Bruder Daniel auf die Sportart Skicross aufmerksam. „Der hat bei denen mit trainiert und war begeistert, er hat mir geraten es zu probieren“, erzählt Thomas Fischer über seinen Einstieg in die neue olympische Sportart.

„Die ersten Eindrücke im Training waren schon anders als bei den Alpinen. Es war die Umstellung Mann gegen Mann, da muss man mit allem rechnen. Besonders bei Sprüngen kommt der Ellenbogen zum Einsatz, aber es macht Spaß“, schildert der Ruhpoldinger seine ersten Eindrücke. Bereits kurz vor Weihnachten gelang Fischer der Sprung ins Weltcupteam, in Innichen schaffte er es auf die Plätze 27 und 19. „Da habe ich gemerkt, dass es vielleicht sogar für Olympia reichen könnte und das wäre mein größter Traum, den ich bei den Alpinen wohl nie erreicht hätte“, sagt der 23-Jährige.

Ergebnis von St. Johann: 1. Simon Stickl, Bad Wiessee, 2. Daron Rahlves, USA, 3. David Duncan, Kanada, ..., 15. Thomas Fischer, SC Ruhpolding

Infos zum Skicross:

Skicross ist eine relativ junge Sportart und gehört zu den Trendsportarten, 1998 gastierte der Weltcup zum ersten Mal in Europa. 2006 bei den Olympischen Spielen in Turin war Skicross noch Demowettbewerb, in Vancouver ist die Sportart offizielle olympische Disziplin. Skicross ist im Deutschen Skiverband integriert. Der Wettkampf beginnt mit einer Ausscheidung, bei der sich die einzelnen Sportler für die besten 32 qualifizieren. Dann geht es mit jeweils vier Läufern ins Achtel-, Viertel und Halbfinale, danach gibt es das kleine Finale (5-8) und das große Finale. Es kommen immer die zwei besten Starter in den sogenannten Heats weiter.

Gefahren wird mit Riesenslalombrettern mit einer Länge von 1,93. Die Ausrüstung besteht aus weicheren Skischuhen als bei den Alpinen. Bei der Landung nach Sprüngen werden so die Zehen geschont. Außerdem dürfen keine üblichen Rennanzüge verwendet werden. Die Hose muss am Oberschenkel des Sportlers acht Zentimeter weggezogen werden können, am Oberarm, sechs Zentimeter.

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