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„Bin nicht mehr bereit, alles dem Sport unterzuordnen“

Hürdenspezialistin Steffi Bendrat aus Fridolfing tauscht Tartanbahn gegen Hörsaal

Die Hürdenspezialisten Steffi Bendrat aus Fridolfing tauscht die Tartanbahn gegen den Hörsaal.
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Die Hürdenspezialisten Steffi Bendrat aus Fridolfing tauscht die Tartanbahn gegen den Hörsaal.
  • Siegi Huber
    VonSiegi Huber
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Den Weg Hürden sportlich zu nehmen, hat Steffi Bendrat beendet, nun warten die hoffentlich angenehmen Hürden des Lebens nach der Sportkarriere auf sie. Die 30-jährige Hürdenspezialistin aus Fridolfing hat sich vom Leistungssport verabschiedet.

Fridolfing/Salzburg – „Ich blicke auf eine einzigartige Zeit zurück und bin unheimlich stolz, meine große Leidenschaft zum Beruf gemacht zu haben“, sagt Bendrat die vor sechs Jahren die österreichische Staatsbürgerschaft erworben hatte. „Nun bin ich aber an einem Punkt angekommen an dem ich sage: Ich trete vom aktiven Leistungssport zurück. Ich bin nicht mehr bereit, alles dem Sport unterzuordnen“, sagt die zuletzt von Verletzungen gebeutelte Sportlerin. „Es ist eine Entscheidung ohne Bitterkeit“, betont sie und ergänzt: „Ich habe nicht mehr die 100-prozentige Kraft, noch einmal anzugreifen. Auf keinem Fall will ich die sportlichen Höhepunkte und Emotionen missen. Die Lebensschule Spitzensport hat mir einiges gelehrt.“

Verletzungsprobleme verhinderten Start bei Olympia in Tokio

Nachdem sie die vergangenen Jahre ihren Lebensmittelpunkt nach Wattenscheid zur dortigen Trainingsgruppe verlegt hat, wird sie im Herbst wieder nach Salzburg zurückkehren. Aus dem Bundesheer wird sie ausscheiden und ihr Jura-Studium abschließen. Eigentlich wollte die 30-jährige noch bei den olympischen Spielen in Tokio starten. Langwierige schmerzhafte Probleme mit dem Sitzbein vereitelten diesen Traum und waren schließlich ausschlaggebend für das Karriereende.

60 und 100 Meter Hürden als Spezialdisziplin

Ihre Spezialstrecken waren in der Halle die 60 Meter Hürden und im Freien die 100 Meter Hürden. 2018 lief sie in Klagenfurt mit 12,94 Sekunden eine sensationelle Bestzeit über 100 Meter Hürden. Über die 60 Meter lieferte sie eine Reihe von Zeiten um die acht Sekunden. 8,02 Sekunden waren es einmal in Linz.

Bendrat hat an der Hallen-Weltmeisterschaft in Portland/USA sowie an den Freiluft-Europameisterschaften in Amsterdam und Berlin teilgenommen. Bei der Universiade 2017 kam sie auf den siebten Platz. Nun aber hat sie die Laufschuhe an den Nagel gehängt und kann in ihrem weiteren Leben wie immer auf den Rückhalt der Familie und ihrem Umfeld bauen. Die Hürden in ihrem weiteren Werdegang wird sie damit genauso gut meistern wie sie es in ihrer sportlichen Karriere bereits bewiesen hat.

SHu.

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