„So macht’s überhaupt keinen Spaß“

Fabian Zächerl erzielte vier Tore für den TuS Prien.

Prien - Die Handballer vom TuS Prien haben beim Tabellenführer TSV München Ost mit 20:29 verloren. Mehr als die Niederlage ärgerte ihren Trainer die Schiedsrichterleistung.

„Lieber verliere ich ein spannendes Spiel mit einem Tor, als so etwas!“ Priens Handball-Trainer Thomas Wirth war noch Stunden nach der Bezirksoberliga-Begegnung zwischen dem TSV München Ost und dem TuS Prien in Rage - nicht aber wegen der relativ hohen 20:29-Niederlage, sondern wegen der beiden Unparteiischen von der SG Süd/Blumenau. „Die zwei haben mit ihrer übertriebenen Pfeiferei das ganze Spiel zerstört. Sie haben den Spielern und den Zuschauern die Freude am Handball genommen und bei strittigen Entscheidungen meistens gegen uns gepfiffen“, so der entrüstete Handball-Lehrer.

Tatsächlich gab es in der Begegnung vier rote Karten – drei für Prien, eine für Ost. Die Gäste aus Prien, die bis zu diesem Spiel pro Begegnung lediglich 5,2 Zeitstrafen erhalten hatten, kassierten insgesamt 16 Zwei-Minuten-Strafen. Bei Ost waren es hingegen nur neun. Auch die Sieben-Meter-Verteilung sprach nicht gerade für den TuS: Während die Münchner zehn Strafwürfe zugesprochen bekamen, durften die Priener Spieler nur fünfmal zum Punkt.

Die Voraussetzungen bei den Prienern waren aber schon vor dem Spitzenspiel der Liga nicht die besten. Mit Franz Steiner, Hauke Bäsmann und Max Ziegmann fehlten der Wirth-Truppe gleich drei feste Größen. Dennoch blieb sie in den ersten 13 Minuten durchaus gleichwertig und führte sogar mit 7:6. Erst eine doppelte Überzahl brachte die Gastgeber mit 9:7 in Front – diese Führung gaben sie dann auch nicht mehr her. In ständiger Unterzahl blieben die Priener Gäste zwar noch bis zum 13:15 (37. Minute) dran, mussten sich dann aber eingestehen, dass an diesem Tag nichts mehr zu holen war.

Während auf Priener Seite ein Spieler nach dem anderen vom Platz flog, nutzte München Ost die Gelegenheit und gewann letztendlich ungefährdet mit 29:20. „Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen“, nahm Wirth seine Spieler in den Schutz. „Wer hier die Nerven behält, ist ein Stein!“ Priens Trainer zeigte aber auch seine Anerkennung für den TSV München Ost, der zu recht ganz oben in der Tabelle stehe. „Um gegen die drei Spitzenmannschaften der Liga zu bestehen, müssen wir einfach komplett sein. Und wenn man dann noch normale Schiedsrichter hat, dann schau ma mal, was passiert!“

Mit der dritten Niederlage im zehnten Spiel rutschte der TuS auf den vierten Platz der Bezirksoberliga ab.

Für Prien spielten Thomas Vodermair und Alexander Scharbert im Tor, Benjamin Tretter 4, Fabian Zächerl 4, Felix Stief 4 (2), Moritz Fischbach 3, Stefan Ziegmann 2, Helmut Dulzenberger 2, Markus Lemke 1, Philipp Steinberger, Serge Stamm, Bastian Rothmer, Martin Glöckl und Bastian Hollmann.

Wenig Spaß dürfte es am vergangenen Samstag auch den Priener Damen gemacht haben, denn die Mannschaft von Trainer Igor Lukac unterlag beim Tabellenzweiten, dem TSV Grafing, mit 16:25. In der Bezirksliga hat sich trotz der fünften Niederlage im achten Spiel nichts geändert - die Priener Damen bleiben auf Rang sieben.

Verlass war indes wieder auf die männliche Jugend A. Die Mannschaft vom Trainergespann Klaus Koletzko und Raphael Bächtle gewann beim TSV Grafing souverän mit 28:19 und blieb somit auch im sechsten Bezirksoberliga-Spiel ohne Punktverlust. Eine schwere Aufgabe hatte die männliche Jugend B zu absolvieren. Sie musste beim TSV München Ost ran, der bis dato kein Spiel verloren hatte. Und so blieb es auch, denn die Priener Bezirksoberliga-Jungs mussten sich mit 29:36 geschlagen geben.

Weitere Ergebnisse: wJC (BK) SV Anzing – TuS Prien 19:26, mJC (BK) TuS Prien – TSV Übersee 19:32, wJD (BK) TuS Prien – TuS Raubling II 22:16, mJD (BK) TuS Prien – TSV Übersee 22:19. vod

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