ESV Handballer stecken tief in der Krise

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Traunstein - Nach der letztendlich verdienten Heimniederlage gegen das Schlußlicht der Bezirksoberliga, den TSV Vaterstetten, befinden sich die ESV-Handballer im freien Fall Richtung Tabellenende.

Die Niederlage tat um so mehr weh, denn es war bereits die zweite gegen einen Aufsteiger und dies kann in der Endabrechnung umso schwerer wiegen. Endgültig vorbei sind die guten Leistungen der Traunsteiner am Anfang der Saison und jetzt ist man schneller dort angekommen, wo man eigentlich nicht hin wollte, nämlich im Tabellenkeller. Das Spiel begann wieder einmal mit einer indiskutablen Leistung der Mannschaft von Trainer Thomas Springer. Der Aufsteiger aus München war klar das bessere Team und präsentierte sich auch als solches, während der ESV wieder einmal behäbig wirkte und viele Fehlwürfe verzeichnete.

Die Gäste, die bisher alle Auswärtsspiele verloren und somit nichts zu verlieren hatten, erspielten sich bis zur 15 Minute bereits einen 3:8 Vorsprung. Erst dann begann der ESV endlich zu spielen, holte Tor um Tor auf und konnte in der 26. Minute den vorübergehenden 10:10 Ausgleich erzielen. Bis zu Pause wurde das Unentschieden dann sogar noch in einen knappen 12:11 Vorsprung umgewandelt, erzielt durch den einzigen verwandelten Siebenmeter in dieser Partie von Alexander Wetsch. Somit konnten die „Zebras“ einen 5-Tore-Rückstand egalisieren und zu diesem Zeitpunkt waren die Zuschauer auch noch guten Mutes, dass dem ESV nach vier knappen Niederlagen in Folge wieder ein doppelter Punktgewinn gelingen könnte. Zunächst lief auch alles nach Plan, denn der ESV startete endlich besser in die zweite Halbzeit als zuletzt und konnte durch Simon Krumscheid vom Kreis sowie Skander Bouasker und Jürgen Markon aus der zweiten Reihe auf 15:11 davonziehen.

Doch dies sollte dann auch der größte Abstand zwischen beiden Mannschaften in diesem Spielabschnitt sein. Denn dann war wieder Vaterstetten an der Reihe und konnte in der 40. Spielminute auf 17:17 ausgleichen. Jetzt wogte das Spiel hin und her und keiner Mannschaft gelang es sich abzusetzen. In der 45. Minute jedoch lag Vaterstetten wieder in Führung und es dauerte dann bis zur 54. Minute als kurz hintereinander Skander Bouasker mit einem Konter und der an diesem Tag starke Jürgen Markon mit einem Gewaltwurf auf 25:24 einbombten. Doch dann hatte der ESV sein Pulver endgültig verschossen, er war an diesem Tag einfach zu schwach, die entscheidenden Akzente zu setzen. Und so kam es, wie es kommen musste. Vaterstetten glich postwendend aus zum 25:25 und erzielte auch noch das 25:26. In den verbleibenden Sekunden gelang es Traunstein trotz Überzahl dann nicht mehr den entscheidenden Wurf abzusetzen, um doch noch den Ausgleich zu schaffen.

Der ESV befindet sich momentan zwar noch auf Platz 7 der Tabelle, aber nur mehr vier Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. Jetzt steht zum Glück die Winterpause auf dem Programm und es ist zu hoffen, dass der ESV in diesem Zeitraum wieder zu alter Stärke zurückfindet, was schon genug Arbeit für das Trainerteam bedeuten wird. Der ESV war an diesem Tag sowohl in der Abwehr als auch im Angriff zu schwach, übertrieb das Einzelspiel und ließ die gewohnten Kombinationen vermissen. Auch gelang von den Außenpositionen praktisch kaum ein Wurf, während Vaterstetten immer wieder einfache Tore von der Rechtsaußenposition erzielte und den Traunsteinern vor allem eines voraus hatte, nämlich Kampfbereitschaft, Einsatzwillen und den Biss ein solch eminent wichtiges Spiel auch gewinnen zu wollen.

Für den ESV spielten im Tor Alexander Langenfaß, Christoph Bachhuber und Florian Laufenböck sowie Sebastian Wellnitz, Christian Seidl, Florian Albrecht, Matthias Orwat (2), Simon Krumscheid (2), Alexander Seidl (2), Alexander Wetsch (2/1), Hanno Pradler (4), Jürgen Markon (6) und Skander Bouasker (7).

Pressemeldug ESV Traunstein

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