Hamburger Haspa-Marathon 2014

Hamburg-Sightseeing im Schnelldurchlauf

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Hamburg - Rund 19.000 Teilnehmer aus aller Welt liefen am Sonntag beim Hamburger Haspa-Marathon mit. Zwischen Läufern aus Brasilien und Ghana tummelten sich auch Regionalsportler:

Trotz der kalten Temperaturen, gerade mal neun Grad um 12.00 Uhr mittags, feierten am 4. Mai knapp 800.000 Zuschauer die Läufer des Hamburger Haspa-Marathons. Kein Wunder: Der Marathon der Hansestadt ist das Frühjahrs-Highlight unter Laufsport-Fans. Die rund 19.000 Sportler, inklusive der 6.000 Staffelstarter, dürfte es aber nicht gefröstelt haben.

Gestartet wurde an der Hamburger Messe, weiter ging es über Touristenattraktionen, wie die sündige Meile Reeperbahn, den Hamburger Fischmarkt und das Ostufer der Außenalster. An 15 Verpflegungs- und Wasserstellen warteten 500.000 Pappbecher mit Getränken auf sie, 30.000 Bananen wurden zur Stärkung ausgegeben.

Auch Fitnesstrainer brauchen Training

Afghanistan, Brasilien, Ghana und Japan – die Ausdauersportler kamen aus aller Welt, um an dem Marathon-Highlight teilzunehmen. Unter ihnen kamen über 800 bayerische Läufer und einige Teilnehmer aus der Region Rosenheim in den Geschmack, sich von 800.000 Zuschauern zujubeln zu lassen.

Christian Zingerle wirft kurz vor dem Ziel nochmal einen Blick auf die Uhr.

Auch Christian Zingerle, der Besitzer des Fitnessstudios Mangfall-Fitness in Feldkirchen-Westerham, gab in Hamburg alles und bestätigt die super Stimmung beim Haspa-Marathon. Natürlich braucht ein Fitnesstrainer keine so lange Vorbereitungszeit auf diesen langen Lauf, wie ein Ottonormal-Gelegenheits-Sportler. Ausruhen geht natürlich trotzdem nicht: "Mein Ziel ist es, 100 Kilometer im Monat zu laufen. Zusätzlich halte ich mich mit Radfahren fit", verrät der Vater einer zweijährigen Tochter, der am Sonntag auch gemütlich seinen ersten Hochzeitstag auf dem Sofa hätte verbringen können.

Einen Marathon durch die Stadt Rosenheim gibt es bislang nur für Radfahrer. Die Rosenheimer Bürger müssen auf die Läufe in Salzburg oder München ausweichen. Oder wie Christian Zingerle, einfach eigene Läufe veranstalten. Einmal im Jahr organisiert er einen Silvesterlauf, der Erlös wird an einen Kindergarten gespendet. Auch für die Hochwasser-Opfer wurde 2013 ein Spendenlauf veranstaltet.

Teilnahme erspart Touri-Touren

Der 34-Jährige war bislang zweimal beim München-Marathon dabei, der Hamburger Marathon ist aber, nicht zuletzt wegen der Laufstrecke und der phänomenalen Stimmung, sein klarer Favorit. Ums Gewinnen geht es ihm nicht: "Ich will meinen Körper testen, herausfinden wo die Belastungsgrenze ist." Das wäre ohnehin unrealistisch, da die Favoriten meistens im Vorfeld feststehen. So gewann dieses Jahr der Äthiopier Shumi Dechasa mit einer Zeit von 2:06,43 Minuten, schnellste Frau wurde die Kenianerin Georgina Rono, die die Strecke nach 2:26,47 Minuten beendete. Auch Zingerles Zeit von 3:24,42 Minuten kann sich sehen lassen.

Am 26. April 2015 gibt es die nächste, die 30. Ausgabe, des beliebten Marathons in dem Stadtstaat. Und vielleicht sind dann ja wieder ein paar Läufer aus der Region am Start, die sich von dem sensationellen Publikum motivieren lassen wollen. Das normale Touristen-Sightseeing im Doppeldecker-Bus kann man sich nach einer Teilnahme auf jeden Fall sparen.

Quelle: rosenheim24.de

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