Die ersten vier Stationen

So lief der erste Weltcupblock für die Inzeller Eisschnellläufer

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Inzell - Die Inzeller Eisschnelläufer schafften die Qualifikation für die Mehrkampfweltmeisterschaft im Februar in Salt Lake City.

Etwas durchwachsen fällt die Bilanz der Inzeller Eisschnellläufer nach dem ersten Weltcupblock mit insgesamt vier Stationen aus. Nach dem Auftakt in Minsk/Weißrussland ging es ins polnische Tomaszow, dann nach Kasachstan und zum Schluss in die japanische Olympiastadt Nagona. 

„Mit den beiden Weltcups zum Auftakt sind wir nicht zufrieden, danach ist es deutlich besser gelaufen“

So brauchten alle drei Inzeller Sportler eine Anlaufzeit um in Tritt zu kommen. Letztendlich schafften Roxanne und Joel Dufter die Qualifikation für die Mehrkampfweltmeisterschaft im Februar in Salt Lake City. Joel wird die 500- und 1.000 Meter bestreiten, Roxanne die 3.000 Meter. Einiges an Erfahrung konnte Inzells Neuzugang Katja Franzen bei ihren ersten Einsätzen im Weltcup sammeln. „Mit dem Einstieg in die Saison bin ich nicht glücklich, das war zu schwach“, so die ehrliche Antwort von Joel Dufter. „Ich war müde vom Training her. Ab dem dritten Weltcup ist es besser geworden. Eigentlich hätte ich mir so den Einstieg vorgestellt“, so der 24-jährige. „Ich freue mich, dass ich das Ticket für die Weltmeisterschaft gelöst habe. Das sollte die kommenden Jahre immer selbstverständlich sein und dann will ich auch in Zukunft versuchen, vorne mitzulaufen.“ Über seine Paradestrecke die 1.000 Meter kam Dufter nach dem 15. Platz zum Auftakt in Nur-Sultan auf einen sehr guten siebten Rang und zuletzt in Nagano reichte es zum 11. Platz. Über die 500 Meter trat er in Japan in der B-Gruppe an und erreicht einen sechsten und neunten Platz.

Vorbereitungsphase in Nordamerika

Joel Dufter wird mit seiner Schwester Roxanne über Weihnachten in Inzell bleiben und dann ein Trainingslager in Klobenstein/Italien bestreiten. „Dort wollen wir uns etwas an die Höhe gewöhnen die uns auch bei der WM in Salt Lake City erwartet“, erklärt er die Maßnahme. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Inzell wird er für vier Wochen nach Nordamerika zur WM- Vorbereitung aufbrechen. Dabei wird er auch beim Weltcup in Calgary starten. „Das wird eine lange Zeit, aber es ist die beste Vorbereitung um sich an die schnelle Bahn in Salt Lake zu gewöhnen und die Höhe in Griff zu bekommen. Dort will ich dann Zeiten laufen wie zuletzt im März.“ Dort stellte er mit 1:06,80 Minuten über die 1.000 Meter einen neuen deutschen Rekord auf. Auch Roxanne Dufter hatte zum Auftakt der Saison so ihre Schwierigkeiten in Schwung zu kommen. Ein Erfolgserlebnis gab es für die 27-jährige in Nagano in der B-Gruppe als zweite über 3.000 Meter in 4:09,57 Minuten. „Die ersten drei  Weltcups waren zum vergessen. Ich konnte nichts davon umsetzen, was ich mir vorgenommen hatte. Obwohl ich mich im Training gut gefühlt habe, bin ich im Wettkampf nicht in den Rhythmus gekommen“, so Dufter. 

„Dieses positive Gefühl nehme ich mit ins Trainingslager“

Erst im dritten Weltcup ging es mit der Form langsam aufwärts. Über 1.500 Meter kam sie in 2:00,25 Minuten auf den 18. Platz. Das Trainingslager wird sie ebenfalls in Klobenstein absolvieren. Danach geht es für sie zur Europameisterschaft nach Heerenveen und danach ebenfalls über den großen Teich. Dort wird sie wieder auf ihren Bruder treffen und zusammen mit ihm den Weltcup und die WM bestreiten. Sehr zufrieden ist Katja Franzen mit ihrem Debüt im Weltcup. „Vor allem der neunte Platz über 500 Meter in der B-Gruppe in Tomaszow war für mich eine Bestätigung, dass es in die richtige Richtung geht“, so die 29-jährige die in Inzell bei Michael Restner trainiert. Sie freut sich vor allem darüber, dass sie ihr Niveau während der gesamten vier Weltcups halten konnte. Zum Abschluss in Nagano kam sie über 500 Meter in 39,27 Sekunden knapp an ihrer in Inzell aufgestellten Bestzeit heran. Derzeit ist sie auf Lanzarote um etwas Sonne zu tanken und die Kondition wiederaufzubauen. „Sie hat das sehr gut gemacht, wenn ihr am Schluss auch ein wenig der Dampf ausgegangen ist“, lobt Danny Leger den Auftritt von Katja Franzen. Für sie ist der nächste Saisonhöhepunkt die Europameisterschaft im Januar in Heerenveen. „Ich denke wir werden noch stabiler werden. Wir wollten diesmal neue Wege gehen und die ersten Weltcups wie die Holländer aus dem Training laufen. Leider haben wir mit unserem Trainingspensum wohl etwas übertrieben“, so Leger abschließend.

sh

Quelle: rosenheim24.de

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