Deutsche Eisschnelllauf-Meisterschaften in Inzell

Pechstein und Beckert holen Titel

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Claudia Pechstein (Mitte) verteidigt Meistertitel

Inzell - Bei den deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften hat sich gezeigt, dass man auch mit über 40 noch zur nationalen Spitze zählen kann.

Mit Erfolgen der beiden Titelverteidiger sind die deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften im Massenstart in der Inzeller Max Aicher Arena zu Ende gegangen. Claudia Pechstein bei den Damen und Patrick Beckert aus Erfurt haben sich auch den Titel 2015 sichern können. Ein paar hundert Zuschauer hatten bei hochsommerlichen Temperaturen den Weg in die kühle (+7 Grad) Arena gefunden und sorgten für gute Stimmung.

Zunächst machten sich die zwölf Damen daran, ihre Meisterin zu küren. Schon im Vorfeld hatte unter anderem die Berlinerin Bente Kraus angekündigt, Claudia Pechstein über die 16 Runden das Leben schwer zu machen. Schließlich war es nach einiger Taktik und Sprintwertungen ein spannender Zieleinlauf. Allerdings war es wieder die 43-jährige Pechstein die ein knappes Zehntel schneller war, als die überraschende Michelle Uhrig.

Pechstein: "Danke für die Unterstützung"

Gute zwei Zehntel haben der drittplatzierten Bente Kraus zum Sieg gefehlt. "Ich bin sehr zufrieden", meinte die sympathische Berlinerin und freute sich über den engen Zieleinlauf. Ziemlich entspannt zeigte sich Pechstein am Mikrofon von Stadionsprecher Pino Dufter. "Es hat Spaß gemacht. Danke an die Zuschauer für die Unterstützung. Das Rennen ist okay gewesen. Ich habe dann die Initiative ergriffen und es hat gereicht."

Schließlich verriet Pechstein noch, dass sie immer gerne nach Inzell kommen würde, nur müsse es nicht so heiß sein. "Trotzdem haben die Eismeister wieder ein tolles Eis hinbekommen", so das Lob der Ausnahmekönnerin.

Inzellerinnen nicht ganz vorne dabei

Nicht ganz im vorderen Feld mitmischen haben die beiden Inzellerinnen Gabi Hirschbichler und Roxanne Dufter können. Hirschbichler ist trotzdem mit ihren fünften Platz nicht unzufrieden gewesen. "Ich habe immer probiert hinter der Claudia zu bleiben um vielleicht im Zielspurt was zu machen. Drei Runden vor Schluss ist dann der ´Mann mit dem Hammer´ gekommen und dann war nichts mehr zu machen", meinte die 31-Jährige.

Für Roxanne Dufter sind die ersten Runden in Ordnung gewesen, dann sei es mental hart gewesen. "Spaß hat es trotzdem gemacht", meinte sie. Im Rennen der Männer waren es 21 Starter, die sich auf die 16 Runden wagten. Letztendlich ist das Spitzentrio innerhalb von knapp vier Zehntel ins Ziel gelaufen. Für die große Überraschung sorgte der Inzeller Joel Dufter der sich mit Platz 2 quasi als Sandwich-Beilage der Beckert-Brüder aus Erfurt entpuppte.

Patrick Beckert holte sich wie im Vorjahr den Sieg, Pedro Beckert schaffte mit dem dritten Platz ebenfalls den Sprung aufs Stockerl. "Ich bin sehr glücklich und habe versucht, immer an Patrick Beckert dran zu bleiben. Das hat ganz gut geklappt", freute sich Joel Dufter nach seinem Coup.

"Die Leidenszeit ist vorbei"

Für Moritz Geisreiter ist es nach einer über einjährigen Verletzungspause der erste Start bei einem Wettkampf gewesen. Lange hielt der Zweimeter-Mann auch mit, ehe er in den letzten Runden dem Tempo Tribut zahlen musste und als siebter über die Ziellinie kam. "Ich fühle mich gut und bin froh, dass ich am Start stehen konnte. Ein gutes Gefühl, dass bei der Belastung der Rücken gehalten hat. So kann ich an den Wettkampf denken und muss nicht mehr als Reha-Patient fühlen. Die Leidenszeit ist vorbei, jetzt heißt es wieder Leistungssport. Wenn es auch nicht das Ergebnis geworden ist, das ich mir gewünscht habe."

Mit einem klaren "Ja" hat Geisreiter die Frage beantwortet, ob im kommenden Winter wieder der "Alte Moritz" zu sehen ist. Bleibt noch der achte Platz von Hubert Hirschbichler der den Wettkampf so wie alle anderen aus dem Training heraus bestritten hat.

sjh

Quelle: rosenheim24.de

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