Lerneffekte für die Youngsters

Inzeller Eisschnellläufer beenden WM in Heerenveen mit gutem Gefühl

Katja Franzen Eisschnelllauf WM
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Katja Franzen auf dem Weg zur Eisbahn. Da darf die Maske abgenommen werden.

Mit einem guten Gefühl haben die vier Inzeller Teilnehmer die Einzelstrecken-Weltmeisterschaft in Heerenveen beendet.

Heerenveen/Inzell - Die Weltmeisterschaft im niederländischen Mekka der Kufenflitzer war das Ende einer fünfwöchigen Wettkampfserie mit der Europameisterschaft und zwei Weltcups. Für Joel Dufter endete das Rennen über 500-Meter mit dem neunten Platz und damit seiner besten Platzierung auf internationaler Ebene über die Sprintstrecke. 34,93 Sekunden standen am Ende auf der Anzeigetafel. „Damit bin ich zufrieden, ich hatte ein gutes Gefühl. Nur auf den ersten 20 Metern habe ich einiges verschenkt“, so der 25-jährige. Auf seiner Spezialstrecke, den 1000-Metern hatte Dufter einiges an Pech zu verarbeiten. Sein Kontrahent in diesem Paar, der Holländer Thomas Krol fabrizierte zwei Fehlstarts und wurde disqualifiziert.

Damit musste der Inzeller auf eine Solofahrt gehen. „Das war ein eigenartiges Gefühl und ich bin etwas gehemmt gelaufen, das war schade“, so Dufter und meinte weiter: „Das Eis war diesmal nicht so optimal und sehr schwierig zu laufen. Das war leider kein Eis zum Gleiten.“ Trotzdem zieht Joel Dufter eine positive Bilanz nach rund fünf Wochen in der sogenannten „Blase“ von Heerenveen die für ihn mit einem dritten Platz bei der Sprint-Mehrkampf-Europameisterschaft begann. Offen ist allerdings die sportliche Zukunft von Dufter nachdem der Vertrag mit seinem Trainer Danny Leger von der DESG nicht mehr verlängert wurde.

„Ich habe jetzt einige Gespräche mit Teams in den Niederlanden geführt. Das alles ist aber ein Jahr vor Olympia schwierig da was Passendes zu finden.“ Auf alle Fälle wird es heute (Mittwoch) in einer Videokonferenz zur Kritik von Dufter und anderen Sportlern an der Vorstandschaft der DESG geben. Neben Verantwortlichen das Verbandes werden Vertreter des DOSB, die betroffenen Sportler und Athletensprecher Moritz Geisreiter daran teilnehmen.

Lerneffekte für die Youngsters

Ebenfalls zufrieden mit den Ergebnissen bei ihrer ersten Weltmeisterschaft bei den Senioren ist Josephine Heimerl. „Ich habe mich sehr gefreut, dass es mit dem Start bei der WM geklappt hat. Das war eine tolle Erfahrung und ich habe sehr viel gelernt und alles herausgeholt“, so die 20-Jährige. Nach dem leider letzten Platz im Team erreichte Heimerl über 1000-Meter in einer Zeit von 1:19,12 Minuten den 21. Platz. „Das stimmt mich sehr positiv und hat mich total motiviert. Ich konnte in die Weltspitze hineinschnuppern. Nun will ich mich Stück für Stück verbessern“, so ihre Ansage.

Ebenfalls als wichtige Erfahrung bezeichnete Anna Ostlender ihren Einstand im Konzert der Großen. Sie ging über 500- und 1000-Meter an den Start. Die kurze Strecke beendete sie in 39,60 Sekunden auf den 20. Platz und in 1:20,04 Minuten über 1000-Meter den 24. Platz. „Die Läufe waren zufriedenstellend aber nicht perfekt, das wird sich aber in den nächsten Jahren ändern. Schließlich war die Teilnahme an der WM unerwartet für mich“, so die 18-jährige. Sie freut sich besonders, nach der „Blase“ in Heerenveen jetzt wieder bei ihrer Familie zu sein. „Jetzt kann ich meinen Fokus auf die Schule legen, schließlich steht das Abitur bevor.“ Zuvor wird sie aber nach einer kurzen Ruhepause noch zwei Rennen in Inzell bestreiten. „Wichtig ist, mich weiter zu verbessern. Mal sehen ob es möglich ist, mich wieder für die Weltcups zu qualifizieren.“

Nicht ganz einverstanden mit ihren Ergebnissen bei der WM war Katja Franzen. „Die Wettkampfphase war schon etwas lang mit Quali, EM und Weltcups“, so die 31-jährige. „Bei den 500-Metern habe ich am Start viel verschenkt“, so Franzen die mit den 16. Platz (39,09) ihre bisher beste Platzierung bei einer WM erreichte. Über die 1000- Meter kam sie in 1:18,20 Minuten auf den 19. Platz. „Leider hat nicht alles so geklappt, im Training war es noch ganz gut gewesen. Die Bedingungen waren durch den hohen Luftdruck in der Halle schwerer als zuvor.“ Franzen wird nun einige Tage zuhause verbringen und dann in Inzell den Abschlusswettkampf bestreiten. „Ich will mich im Sommertraining weiter steigern und die Chance nutzen, mich weiter zur nächsten Saison zu verbessern.“

SHu.

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