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Exklusiv-Interview

Kein „Kas“: Dieser Kolbermoorer hat Tennislegende Roger Federer im Doppel besiegt

Trainer von Jule Niemeier und TV-Tennisexperte bei ServusTV
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Trainer von Jule Niemeier und TV-Tennisexperte bei ServusTV. Er hat auch schon Roger Federer besiegt. Rechts oben im Bild: Roger Federer mit dem Kolbermoorer im Jahr 2010 nach einer Doppelpartie in Halle.

Tennislegende Roger Federer hat in der Nacht von Freitag auf Samstag sein letztes offizielles Tennismatch bestritten. Es war ein sporthistorischer Moment. Ein Kolbermoorer hat den Schweizer in einem Doppel sogar einmal besiegt. Was er über Federer und dessen Karriereende zu sagen hat.

Kolbermoor/London – Ein sporthistorischer Moment fand in der Nacht von Freitag auf Samstag in London statt, als Tennis-Legende Roger Federer beim Laver-Cup im Doppel zusammen mit Rafael Nadal das letzte Spiel seiner unglaublichen Karriere bestritt. Dass er das Doppel im Rahmen des Laver-Cups knapp verlor, spielte eine nur untergeordnete Rolle.

„Sportfoto für die Ewigkeit“

Die Szenen danach berührten nicht nur die Tennisfans, sondern auch den Kolbermoorer Christopher Kas. Ein Bild bezeichnete Kas sogar als „Sportfoto für die Ewigkeit“. Der Trainer von Deutschlands größter Tennis-Hoffnung Jule Niemeier und TV-Tennisexperte beim ServusTV hat sogar selbst gegen Roger Federer gespielt.

Herr Kas, haben Sie das letzte Spiel von Roger Federer live gesehen?

Christopher Kas: Natürlich habe ich mir sein letztes Spiel angeschaut und das Beeindruckendste für mich war das Bild, als Roger Federer und Rafael Nadal nebeneinander auf der Bank gesessen sind. Hand in Hand und beide haben geweint – für mich das Sportfoto für ewige Zeiten. Beide haben sich jahrelang bekämpft und dann sitzen sie da und spüren, was gerade passiert und zu Ende geht. Das war schon ein ganz spezieller Moment.

Momente mit Federer auf die man in Zukunft verzichten soll. Tennis ohne Federer – geht das überhaupt?

Kas: Das kann man sich tatsächlich nur ganz schwer vorstellen. Es waren ja nicht nur die Erfolge, sondern es war diese Eleganz. Es war so erhaben und man kann seine Spielweise nur ganz schwer in Worte fassen. Das muss man gesehen haben. Ich habe zum Beispiel auf Turnieren, wenn ich Zeit hatte, Trainingseinheiten und Spiele von ihm beobachtet und ich habe auch das Glück gehabt, dass ich vier- oder fünfmal mit ihm trainieren durfte. Das war immer etwas Besonderes. Wie respektvoll er im Umgang mit seinem Gegenüber war - da kann man Superlative erfinden und man würde es immer richtig treffen. Federer ist einfach der Wahnsinn.

Roger Federer mit dem Kolbermoorer im Jahr 2010 nach der Doppelpartie in Halle.

Und sie haben ja auch mal ein Spiel gegen ihn bestritten.

Kas: Und sogar gewonnen. Es war ein Doppel beim Turnier in Halle im Jahr 2010, erste Runde. Ich habe mit Philipp Kohlschreiber gespielt und er mit dem Schweizer Davis Cup-Spieler Yves Allegro. Wir haben tatsächlich mit 6:4/7:6 gewonnen und da bin ich auch sehr stolz darauf.

Was war denn noch so besonders bei Federer?

Kas: Das Erstaunliche bei Roger war, dass jeder gewusst hat, was bei dem los ist. Auf und neben dem Platz und er war nie gestresst. Du hast nie das Gefühl gehabt, dass er unter Zeitdruck steht. Er hatte so eine Ruhe und so eine Souveränität in seinen ganzen Abläufen, das war einfach unglaublich.

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