Kolbermoor rettet einen Punkt

+
Schwer am Knie verletzt: Kolbermoors Libero Ünsal Turgut.

Kolbermoor - Die Kolbermoorer Bilanz sah nach dem 0:0 zuhause gegen den SC Baldham-Vaterstetten, den Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga Ost, am Samstag durchwachsen aus.

Denn der SV-DJK gewann zwar mit Glück einen Punkt, verlor aber seinen erfahrenen und für Spielertrainer Viktor Grubers System entscheidenden Libero Ünsal Turgut. Er verletzte sich Mitte der ersten Halbzeit vermutlich schwer am Knie.

Mit dem Ergebnis an sich waren allerdings eindeutig die Gäste aus dem Münchner Vorort schlechter bedient. "Kolbermoor hat gut gekämpft, das muss man sagen. Aber wenn man sich die zweite Halbzeit ansieht - da hatten wir sehr viele Möglichkeiten. Insofern hätten wir die drei Punkte verdient gehabt", erklärte Gediminas Sugzda, der Coach des SCBV. Sugzda lobte außerdem sein Gegenüber, Torwart Gruber, der mit etlichen starken Paraden viel dazu beitrug, dass die Baldhamer nicht den Treffer bekamen, dem sie zum Schluss so nahe waren.

Anfangs hatte Kolbermoor noch souverän und ohne Angst vor dem Tabellenersten agiert. "Wir haben in den ersten 25 Minuten richtig guten Fußball gespielt, sogar besser als Baldham", befand Gruber. Die größte Chance hatte Franz-Xaver Pelz, der einen Freistoß aus 22 Metern knapp am rechten oberen Eck vorbeizirkelte (15.). Doch der Ausfall von Turgut zog einen Bruch im Spiel des SV-DJK nach sich. "Gegen Ende der ersten Halbzeit ist Baldham immer stärker geworden. Wir konnten froh sein, dass wir mit dem 0:0 in die Kabine gekommen sind", so Gruber. Er musste in der 30. Minute seine Reflexe demonstrieren, als der gegnerische Stürmer Robert Grätz in den Fünfmeterraum vordrang. Und auch nach der Pause war er öfters bis zum Äußersten gefordert. Einmal konnte er den Ball gerade noch an die Latte lenken, nachdem der eigene Mann Tobias Fischer eine Hereingabe gefährlich abgefälscht hatte (58.). Mit einer weiteren Glanzparade brachte er Grätz, der aus zwölf Metern frei zum Schuss kam, zur Verzweiflung (72.).

Nur noch verteidigt

Insgesamt sahen die Kolbermoorer nicht mehr viel Land, wie Gruber einräumte: "Wir haben nur noch verteidigt und komplett unser Spiel aufgegeben, das uns bisher ausgezeichnet hat." Trotzdem retteten die Gastgeber das torlose Remis, mit dem sie ohne Zweifel glücklich und zufrieden sein konnten.

SV-DJK Kolbermoor: Gruber, Turgut (ab 20. Stachler), Hiltl, Stadler, Hotter, Fischer, Ari, Pelz, Eder, Wrzosek (ab 59. Ratti), Eppler (ab 83. Döbl).

Schiedsrichterin: Redinger (TuS Kienberg).

Zuschauer: 150.

Tore: Fehlanzeige.

kh/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT