Jagd auf die beiden Rosenheimer Clubs

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Das Objekt der Begierde: Am heutigen Freitag darf wieder ein Team den Sparkassenpokal unter dem Hallendach in Empfang nehmen.

Rosenheim - Bühne frei für das große Finale: Drei Vorrunden- und ein Zwischenrundenspieltag waren nötig, um aus 45 Mannschaften die sechs Finalisten für den Sparkassen-Kreispokal 2010 im Hallenfußball zu ermitteln.

Das große Endturnier der offiziellen Chiem-Hallenmeisterschaft findet nun am heutigen Freitag ab 18 Uhr in der Rosenheimer Gabor-Halle statt. Mit dabei sind die Dominatoren der vergangenen Jahren, Rekordsieger TSV 1860 Rosenheim und Titelverteidiger SB/DJK Rosenheim.

Bei der 29. Hallenauflage des Turniers wollen aber auch die Außenseiter groß aufzeigen: Der TSV Wasserburg, TSV Bad Endorf, TSV Bernau und SV Amerang haben schon unter Beweis gestellt, dass sie zu Überraschungen fähig sind - weshalb Turnierleiter Armin Bernard (Rosenheim) die Favoritenrolle gar nicht an die Rosenheimer Clubs verteilen möchte: "Das ist ein ausgeglichenes Feld, für mich gibt es nach dem bisherigen Verlauf keinen absoluten Favoriten", meint Bernard. Zum ersten Mal seit langer Zeit sind auch die Top-Drei auf der Fußballkarte des Landkreises Rosenheim mit dem TSV 1860, SB/DJK und TSV Wasserburg vertreten.

Ausgeglichen besetzt sind die beiden Gruppen des Finalturniers, die Sparkassen-Direktor Ulrich Maier mit Sohn Florian loste. In der Gruppe A bekommt es Landesligist SB/DJK Rosenheim mit dem Kreisligisten TSV Bad Endorf und dem Kreisklassisten SV Amerang zu tun. Im letzten Spiel dieser Gruppe kommt es dabei zur Neuauflage des Vorjahres-Endspieles zwischen Bad Endorf und dem SBR - sicherlich ein interessantes Duell. Zu beachten ist gleich zum Auftakt auch das Derby zwischen Amerang und Bad Endorf, spielen doch einige ehemalige Kurort-Kicker, allen voran Spielertrainer Thomas Kasparetti in Amerang.

Die Gruppe B setzt sich aus dem Bayernligisten TSV 1860 Rosenheim, dem Bezirksoberligisten TSV Wasserburg und dem Kreisklassen-Vertreter TSV Bernau zusammen. "Aller guten Dinge sind drei" heißt es dabei, wenn sich die Sechziger und das Team aus Bernau gegenüberstehen, denn diese beiden Mannschaften duellierten sich sowohl in der Vor- als auch in der Zwischenrunde. Zunächst gewann der TSV 1860 mit 3:1, dann sicherte sich Bernau mit einem 2:0-Erfolg den Platz im Finale. Wasserburg schaffte eher still und heimlich den Sprung ins Endturnier und will dort für Furore sorgen.

Für die vier Teams aus dem Landkreis gilt es, die Phalanx der Sechziger und vom Sportbund in der ewigen Siegerliste zu durchbrechen. In 17 Turnieren seit 1993 hieß der Gewinner zehnmal TSV 1860 und fünfmal SBR. Lediglich der TSV Rohrdorf 1998 und der SV Ostermünchen 2005 schafften die Sensation - in diesem Winter ereilte beide Vereine übrigens das Aus bereits in der Vorrunde. Der TSV 1860 Rosenheim ist bislang auch Rekordsieger im Sparkassen-Kreispokal mit zwölf Erfolgen, es folgt der SB/DJK Rosenheim mit sechs Turniersiegen. Dafür standen die Sportbündler bislang häufiger im Endturnier - sie haben heuer mit dem 25. Finalauftritt sogar ein Jubiläum, der TSV 1860 hält bei 23 Einsätzen in der Endrunde.

Auf den Sieger wartet nicht nur der Sparkassenpokal, sondern auch eine satte Siegprämie von 700 Euro. Insgesamt werden vom Turniersponsor für die sechs Finalisten 2200 Euro an Prämien ausgeschüttet. Als Schiedsrichter fungieren Gerhard Burghart (SV Westerndorf) und Mustafa Kücük (SV Bruckmühl).

Die Finalisten

Sechs aus 45 hat es bislang im Turnierverlauf geheißen - jetzt gibt es nur noch einen! Die sechs Finalisten im Portrait:

SV Amerang: Der Meisterschaftsanwärter aus der Kreisklasse 2 (derzeit Rang zwei) ist gleich bis ins Finalturnier durchgestartet. Die Mannschaft um Spielertrainer Thomas Kasparetti kann auf einige höherklassig erfahrene Kicker (neben Kasparetti unter anderem Alex Oberbauer oder Martin Rechl) bauen, ist aber dennoch erst einmal Außenseiter. Bilanz Sparkassenpokal 2010: Acht Spiele, sechs Siege, zwei Niederlagen, 21:11 Tore. Bilanz gegen Endrundenteilnehmer: Wasserburg 1:4 (Zwischenrunde).

TSV Bad Endorf: Bereits im Vorjahr durfte das Kurort-Ensemble am Pokalgewinn riechen, nachdem man das Finale erreicht hatte. In diesem Winter haben die Endorfer, Zweiter der Kreisliga, einen Hallentitel eingefahren. Der Gewinn der Futsalliga unterstreicht besondere Fähigkeiten bei der Truppe von Hallenfuchs Hans Weiß und Nenad Grizelj. Bilanz Sparkassenpokal 2010: Acht Spiele, sechs Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage. Bilanz gegen Endrundenteilnehmer: SB Rosenheim 1:5 (Zwischenrunde).

SB/DJK Rosenheim: Großer Favorit in der Gruppe A ist der Tabellenfünfte der Landesliga Süd. Bisher ist das Team von Walter Werner und Franz Pritzl ohne Niederlage durch den Bewerb gekommen - und das, obwohl man auf einige Spieler verzichten musste, die im Vorjahr den Turniersieg mit errangen. Mit 38 Toren war der SBR äußerst torhungrig. Bilanz Sparkassenpokal 2010: Acht Spiele, sechs Siege, zwei Unentschieden, 38:10 Tore. Bilanz gegen Endrundenteilnehmer: Bad Endorf 5:1 (Zwischenrunde).

TSV Bernau: Im Jahr 2007 hatten die Mannen vom Chiemsee ihren bislang besten Sparkassenpokal-Auftritt, als sie das Finale erreichten. Auch in diesem Jahr gab es für das Team von Trainer Hans Nietzold starke Resultate, wobei der Führende der Kreisklasse 1 sowohl in der Vor- als auch in der Zwischenrunde jeweils erst im letzten Spiel weiterkam. Bilanz Sparkassenpokal 2010: Acht Spiele, fünf Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen, 23:13 Tore. Bilanz gegen Endrundenteilnehmer: 1860 Rosenheim 1:3 (Vorrunde), 1860 Rosenheim 2:0 (Zwischenrunde).

TSV 1860 Rosenheim: Die Sechziger sind die klassenhöchste Mannschaft und damit auch der große Favorit der Gruppe B. Der Bayernligist trat im bisherigen Turnierverlauf mit einer sehr jungen Truppe an, die mit Thomas Masberg einen erfahrenen Torjäger erhalten hat. Das Team von Trainer Manfred Burghartswieser hat bislang die beste Defensive. Bilanz Sparkassenpokal 2010: Acht Spiele, sieben Siege, eine Niederlage. Bilanz gegen Endrundenteilnehmer: Bernau 3:1 (Vorrunde), Bernau 0:2 (Zwischenrunde).

TSV Wasserburg: Erstmals nach vielen Jahren beteiligte sich der TSV Wasserburg wieder am Sparkassenpokal - und schaffte gleich den Sprung ins Finalturnier. Das Bezirksoberliga-Schlusslicht aus der Innstadt hat die Prioritäten sicherlich anders gesetzt, dennoch könnte ein Hallenerfolg dem Team von Trainer Miro Datko Aufschwung geben. Bilanz Sparkassenpokal 2010: Sieben Spiele, fünf Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage. Bilanz gegen Endrundenteilnehmer: Amerang 4:1 (Zwischenrunde).

Modus und Spielplan

Gespielt wird nach dem in den vergangenen Jahren altbewährten Modus mit zwei Dreiergruppen. In drei Spielen pro Gruppe werden die Halbfinalisten ermittelt. Bei Punktgleichheit entscheidet erst der direkte Vergleich, dann das Torverhältnis. Der Dritte der Gruppe kann sich den Titeltraum abschminken und spielt dann nur noch um Rang fünf. In Überkreuzpartien werden die beiden Finalteilnehmer ausgespielt, die in jedem Fall die Gruppe Chiem bei der Inn/Salzach-Kreismeisterschaft am 6. Januar 2011 vertreten. Sollte in den K.o.-Spielen nach der regulären Spielzeit (15 Minuten) keine Entscheidung gefallen sein, so wird die Begegnung um fünf Minuten verlängert. Steht es auch dann noch unentschieden, erfolgt ein Siebenmeterschießen. Der Spielplan:

Gruppe A: SV Amerang, TSV Bad Endorf, SB/DJK Rosenheim.

Gruppe B: TSV Bernau, TSV 1860 Rosenheim, TSV Wasserburg.

Gruppenspiele: 18 Uhr: SV Amerang - TSV Bad Endorf, 18.18 Uhr: TSV Bernau - TSV 1860 Rosenheim, 18.36 Uhr: SV Amerang - SB/DJK Rosenheim, 18.54 Uhr: TSV Bernau - TSV Wasserburg, 19.12 Uhr: TSV Bad Endorf - SB/DJK Rosenheim, 19.30 Uhr: TSV 1860 Rosenheim - TSV Wasserburg.

Spiel um Platz fünf: 19.48 Uhr: Dritter Gruppe A - Dritter Gruppe B.

Halbfinale: 20.06 Uhr: Erster Gruppe A - Zweiter Gruppe B, 20.24 Uhr: Zweiter Gruppe A - Erster Gruppe B.

Spiel um Platz drei: 20.42 Uhr: Verlierer Halbfinale 1 - Verlierer Halbfinale 2.

Endspiel: 21 Uhr: Sieger Halbfinale 1 - Sieger Halbfinale 2. tn

Quelle: rosenheim24.de

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