Bei Meisterschaft in Erfurt

Pallinger Benedikt Huber will am Wochende DM-Titel verteidigen

+
Benedikt Huber bei den Deutschen Staffelmeisterschaften in Mönchengladbach im August 2016. (Archivbild)

Palling/Erfurt - Benedikt Huber will am Wochenende seinen DM-Titel über 800 Meter erfolgreich verteidigen – Persönliche Saisonbestleistung in Mannheim, aber 1,23 Sekunden fehlten zur WM-Norm – Der Pallinger hofft jedoch weiterhin auf seine erste WM-Teilnahme

Benedikt Huber (LG Telis Finanz Regensburg) aus Palling und seine Fans fiebern derzeit den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am kommenden Wochenende in Erfurt entgegen. Mit der drittschnellsten deutschen Jahreszeit wird der Titelverteidiger über 800 Meter bereits am Freitag in die thüringische Hauptstadt reisen, um sich bestmöglich auf den Vorlauf am Samstag einzustimmen. Dafür verzichtet er sogar auf sein geliebtes Heimrennen, den freitäglichen Traunreuter Stadtlauf, den er vor heimischem Publikum natürlich gerne zum vierten Mal gewonnen hätte. Seine Erwartungshaltung für die nationalen Titelkämpfe formuliert Huber ganz klar: "Mein Ziel ist eine Medaille. Natürlich möchte ich auch meinen Titel verteidigen, aber es wird nicht leicht." Den Sonntagabend sollten sich die Huber-Fans rot im Kalender anstreichen, denn das 800 Meter-Finale wird diesmal um 18.20 Uhr live im Hauptprogramm des ZDF übertragen.

Der frisch gebackene Deutsche Meister Benedikt Huber freut sich im Juli 2016 mit seiner Freundin Ramona über seinen 800-Meter-Coup in Kassel.

Das zweite große sportliche Ziel, das der 28-jährige Huber seit geraumer Zeit mit vollem Einsatz verfolgt, ist die erfolgreiche Qualifikation für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften (5. bis 13. August) in London. Bei seinen bisherigen Anläufen im In- und Ausland blieb der Pallinger Ausnahmeläufer leider deutlich über der angepeilten WM-Norm von 1:45,90 Minuten. Letzte Woche startete er bei einem Leichtathletik-Meeting in Barcelona einen neuerlichen Versuch. "Da ich erst zwei Tage zuvor eine Zusage bekommen habe, war es eher eine Hauruckaktion, aber ich wollte die Chance nutzen“, erinnert sich Huber an seinen spontanen Spanien-Trip. 

In Katalonien am Start gewesen

Das Wetter in Katalonien war gut, doch leider waren zu viele Läufer am Start. "Wir waren 16 Starter, also jede Bahn doppelt belegt. Soviel hatte ich noch nie in einem Rennen. Ich fand einfach nicht rein und musste in den Kurven immer in zweiter Reihe außen laufen, sprich viele Extrameter machen", so Huber. Am Ende reichte es nur für eine Laufzeit von 1:48,81 Minuten und Platz 14. Zwei Tage später startete er dann bei der Internationalen Gala in Mannheim – bei ganz anderen äußeren Bedingungen. Es war dort 18 Grad kühl, es regnete und der Wind blies, also keine guten Voraussitzungen, um das WM-Ticket zu lösen. "Ich war entspannt und locker, da ich eine schnelle Zeit schon abgehakt hatte. Ich wollte nur ein Rennen laufen ohne Zeitdruck, komischerweise ist es dann doch recht gut verlaufen. Die Anfangsrunde in 52,5 Sekunden war für mich perfekt. Vor mir noch der starke junge Deutsche Marc Reuther und der australische Olympionike Peter Bol", erzählt Huber. 

Im weiteren Verlauf des Rennens drehte Bol dann so richtig auf und holte sich in 1:45,21 Minuten vor Reuther den Sieg. Huber wurde guter Dritter, doch für die WM-Qualifikation reichte es – wie für Reuther – erneut nicht. Trotz persönlicher Saisonbestleistung von 1:47,13 Minuten fehlten dem Pallinger 1,23 Sekunden. Auch wenn der Nominierungszeitraum für die WM mit den Deutschen Meisterschaften am Wochenende endet, hat der letztjährige EM-Teilnehmer Huber seine erste WM noch nicht abgeschrieben. "Da aktuell bei den Männern in den Disziplinen 100 bis 10.000 Meter nur vier Deutsche die WM-Norm erfüllt haben, habe ich die Hoffnung, dass der Deutsche Leichtathletik-Verband den Nominierungszeitraum an den internationalen Zeitraum anpasst", so Huber. Falls dies geschehen sollte, hätte er noch zwei Wochen länger Zeit und könnte zwei weitere Angriffe auf die WM-Norm starten.

mmü

Wenn Sie sich für Sportler und Promis, die in der Region leben oder hier gebohren sind interessieren, dann ist unser Promi-Atlas etwas für Sie.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT