MTV-Faustballer stehen sich selbst im Weg

+
Lothar Kiermaier

Rosenheim - Mehr oder weniger selbst schlugen sich die Faustballer des MTV Rosenheim im Halbfinal-Qualifikationsspiel bei der Deutschen Meisterschaft.

Vor allem aufgrund zahlreicher Angriffsfehler machte man es den Ahlhorner SV viel zu leicht und unterlag dem Dritten der 1. BL Nord in fünf Sätzen mit 9:11/8:11/11:9/11:8/8:11.

Rosenheims Hauptangreifer Steve Schmutzler war es, der den ersten beiden Sätzen den Stempel aufdrückte - aber ganz und gar nicht so, wie es sich die MTV-ler vorgestellt hatten: Nämlich nicht durch seine Durchschlagskraft sondern durch eine enorm hohe Fehlerquote. Was er auch versuchte, der Ball landete nahezu ausnahmslos im Aus oder Netz. Da der Rest des Rosenheimer Teams in diesen Runden stabil stand, endeten sie dennoch nur knapp mit 11:9 und 11:8 für die Niedersachsen. Ab dem 3. Satz kam aus Schmutzlers großem Schlag-Repotoire aber zumindest eine Variante und dank einer Vielzahl von Prellern über Ahlhorns Hauptangreifer konnten trotz insgesamt holprigen Spiels die notwendigen Zähler zum 11:9-Satzerfolg gebucht werden. Auch im 4. Satz war das Rosenheimer Spiel wechselhaft, doch mit Kampfgeist konnte man spielerische Defizite wettmachen und nach Dauerführung durch ein 11:8 einen Entscheidungssatz erzwingen. Auch hier befanden sich die MTV-ler bereits auf der Siegesstraße und führten mit 5:3. Doch als dann ein viel versprechender Schussball im Netz landete, wendete sich das Spiel noch einmal zu Rosenheims Ungunsten. Während die Ahlhorner noch einmal Aufwind bekamen und vor allem sicher spielten, unterliefen Rosenheim bis zum Spielende zwei Aufschlagfehler, zwei vermeidbare Gegenpunkte über die Abwehr und zwei Angriffe ins Aus. Kurzzeitig konnte man zwar noch einmal zum 8:8 ausgleichen, doch zum Ärger der Rosenheimer reichte den Ahlhornern in dieser entscheidenden Schlussphase letztendlich ein zwingender Angriff und eine solide Abwehrleistung, um die MTV-ler aus der Deutschen Meisterschafts-Endrunde zu kegeln.

Rosenheims Team: Steve Schmutzler, Abdilaziz Lamharraf, Lothar Kiermaier, Thomas Schenk, Christian Weiß, Günter Ortmeier, Knut Fischer, Hendrik Bäßler, Coach Frieder Hertlein.

Auch der weitere Verlauf der DM brachte Überraschungen: So konnte sich der amtierende Meister TV Vaihingen/Enz erst nach Abwehr eines Matchballes in fünf Sätzen gegen den TV Stammheim durchsetzten und musste sich dann im Finale sensationell deutlich dem VfK 1901 Berlin beugen. Die Bundeshauptstädter präsentierten sich als das kompakteste und vor allem konstanteste Team und holten sich erstmals den Titel. Der 3. Platz ging an den TV Stuttgart-Stammheim, der es besser als die MTV-ler machte und im Spiel um Bronze einen 0:2-Satzrückstand gegen den Ahlhorner SV noch in einen 3:2-Sieg umwandeln konnte.

Die Ergebnisse:

Qualifkation:

TV Stammheim : MTV Hammah 3:0

Ahlhorner SV : MTV Rosenheim 3:2

Halbfinals:

VfK Berlin : Ahlhorner SV 3:0 (11:5/12:10/11:6)

TV Vaihingen/Enz : TV Stammheim 3:2 (1:11/11:4/9:11/11:5/13:11)

Spiel um Platz 3:

TV Stammheim : Ahlhorner SV 3:2 (9:11/7:11/11:6/13:11/11:7)

Endspiel:

VfK 01 Berlin : TV Vaihingen/Enz 3:0 (11:7/12:10/11:7)

Der Endstand:

1. VfK 1901 Berlin

2. TV Vaihingen/Enz

3. TV Stammheim

4. Ahlhorner SV

5. MTV Rosenheim, MTV Hammah

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT