Neue Eisschnelllaufhalle für Inzell

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Bürgermeister Hobmaier mit Architekten Andreas Leupold und Jutta Pohl.

Inzell - Wo noch vor einigen Jahren Patienten operiert und behandelt worden sind, sollen nun jungen Eisschnelllauf-Talente an die Weltklasse herangeführt werden.

Ab März 2011 soll im ehemaligen Krankenhaus der Gemeinde Inzell eine Eisschnelllauf-Akademie entstehen. Betreiber ist der Holländer Marnix Wieberdink (38), der bereits das Gebäude gekauft hat.

 Laut Inzells Bürgermeister Martin Hobmaier ist alles in "Trockenen Tüchern", allerdings hat man über den Verkaufspreis zunächst Stillschweigen vereinbart. Der umtriebige Holländer gilt in der Eisschnelllaufszene als der "Mann mit dem Bügeleisen." "Das ist mein Kapital", lacht er verschmitzt, denn mit Omas Bügeleisen hatte er angefangen, Rennanzüge mit Sponsoren-Logos zu beflocken.

Marnix Wieberdink.

In der zukünftigen Eisschnelllauf-Akademie will er Sportlern aus aller Welt auf die Sprünge helfen. "Inzell liegt zentral in Europa und die Bahn in der neuen Halle wird eine der schnellsten der Welt", freut sich Wieberdink der nun noch Sponsoren und heimische Firmen sucht, die ihm bei der Instandsetzung des Gebäudes helfen. So der 38-Jährige bei der Präsentation im gut besuchten Inzeller Festsaal. Bei dieser Gelegenheit stellte das Münchner Architektenbüro Behnisch/Pohl auch den nun endgültigen Plan der Inzeller Eishalle vor.

In den nächsten Wochen wird der größte Brocken der Baumaßnahme, das Dach vergeben. Dieses hat eine Fläche von 18500 qm, das ist die Größe von rund drei Fußballplätzen. Laut Jutta Pohl vom Münchner Büro, muss das Dach eine Schneelast von einem Gewicht von 7000 PKW aushalten.

"Die Inzeller Halle wird die erste im Eisschnelllaufen sein, die mit Tageslicht gespeist wird", sagte Architekt Andreas Leupold.

Für Bürgermeister Hobmaier sind Akademie und Eishalle mit einem richtigen Aufschwung im Ort verbunden: "Es haben bereits zwei neue Lokale eröffnet und auch um einen Wiederaufbau des abgebrannten Hotels zur Post wird wieder überlegt."

sjh

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