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Erneut kein Satzgewinn

Niederlage im ersten Heimspiel – woran es bei Mühldorfs Zweitliga-Volleyballern noch hakt

Lauritz Jastrow hat sich gut ins Mühldorfer Team eingefügt.
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Lauritz Jastrow hat sich gut ins Mühldorfer Team eingefügt.

Auch nach dem zweiten Spieltag stehen die Mühldorfer Zweitliga-Volleyballer noch ohne Satzgewinn da. Gegen den SV Schwaig setzte es im ersten Heimspiel eine 0:3-Niederlage für die Mühldorfer, bei denen zumindest ein Spieler ein Lob erhielt.

Mühldorf – Das hatte sich Trainer Michi Mayer anders vorgestellt: Zur Heimspielpremiere in der Mühldorfer Nutz-Arena gegen den SV Schwaig wollte der Mühldorfer Chefcoach die Niederlage der Vorwoche gegen Hammelburg wettmachen. Stattdessen gab es von den Gästen des SV Schwaig eine Klatsche: Mit 0:3 kamen die Mühldorfer Bundesligisten unter die Räder. Phasenweise waren die Mühldorfer dran, hatten sich auch Führungen erspielt. Doch gegen den starken Block der Schwaiger war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Annahmeschwache Mühldorfer bleibt auch am zweiten Spieltag ohne Satzgewinn. 18:25, 20:25 und 19:25 hieß es am Ende.

Mühldorfer Aufschläge zu brav

Mayer hatte vorher noch gehofft, dass das Spiel ein „offenes Ding werden könnte“. Freilich aber hatte er die letztjährige Platzierung der Gäste aus Franken im Hinterkopf, als Vierte hatten sie die Zweitliga-Saison beendet, Mühldorf als Achter. Sowohl Mayer als auch sein Schwaiger Trainerkollege Milan Maric hatten in der Beurteilung ihres Gegners das schnelle Spiel des Gegners als den Weg zum Erfolg ausgemacht. Respekt hatte Maric gegenüber den Mühldorfer Aufschlägen geäußert. Doch diesmal zündete genau dieses Element nicht. Zu brav, nicht druckvoll genug schlugen die Mühldorfer auf. Die Schwaiger um ihre beiden Liberos Veit Bodo Dobbertin und Yannick Klement standen sicher in der Abwehr und hatten am Netz alle Möglichkeiten, um die Mühldorfer mit druckvollen Bällen anzugreifen.

Unüberwindbare Zwei-Meter-Männer

Diese Schwäche machte sich schon früh im Spiel bemerkbar, in welchem Alex Brandstetter als Zuspieler vor allem die beiden Außenangreifer Tom Brandstetter und Fritz Vähning bedienen sollte. Fabian Bartsch sollte auf der Diagonalposition für Mühldorfer Punktgewinne sorgen. Zur ersten technischen Auszeit führten die Gäste aus Schwaig bereits mit 8:5, worauf Mühldorf gleich die passende Antwort parat hatte und verkürzte (8:9). Dann aber zogen die Gäste davon, erst mit 12:8, dann auf 16:10. Vor allem in der Annahme zeigte das Mühldorfer Team zu diesem Zeitpunkt schon eklatante Schwächen auf.

Alex Brandstetter konnte deswegen auch kein effektives Zuspiel aufziehen, musste sich über die Außenpositionen behelfen und dort stand schon der Block der Gäste – immerhin gleich drei Zwei-Meter-Männer hatten sie nach Mühldorf mitgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war auch Vielen der nur 220 Zuschauer in der Halle klar: Ohne echten Libero geht es nicht. Co-Trainer Sebastian Dollinger war in diese Rolle geschlüpft, kam jedoch während des kompletten Spieles nicht wirklich zum Einsatz. Mühldorf schaffte es noch, bis auf 15:18 zu verkürzen, dann wieder drei Punkte für die Schwaiger, die beherzt und clever aufgeschlagen haben (21:15). Die Einwechslung von Kilian Nennhuber für Lauritz Jastrow hatte da schon nicht mehr gefruchtet. Mühldorf gab Satz eins mit 18:25 ab.

Der gefürchtete Pipe blieb aus

Es war weiterhin die schwache Annahme auf Mühldorfer Seite, die in der Folge kein schnelles Spiel der Mühldorfer – Mayer hatte nichts an der Startformation geändert – zuließ. Der gefürchtete Pipe von Tom Brandstetter aus dem Hinterfeld war kaum zu sehen, wieder war es Schwaig, das nach einem anfänglichen Aufbäumen von Mühldorf mit einer Führung in die erste technische Auszeit ging (8:7). Bei 9:13 gönnte Mayer Tom Brandstetter eine Verschnaufpause, Kilian Nennhuber sollte für die Annahme verstärken, Leo Tille kam für Alex Brandstetter im Zuspiel (9:14). Hoffnung keimte auf, nachdem Mühldorf auf 13:15 verkürzen konnte. Doch immer wieder war es auch der hohe Block der Schwaiger um ihre beiden Mittelblocker Sven Kellermann und Christian Starosczik, gegen die sich Mühldorfs Angreifer die Zähne ausbissen. Plötzlich stand es 15:21 aus Sicht der Mühldorfer, als Mayer auf den erst 17-jährigen Youngster Moritz Wöls zurückgriff. Er war im Außenangriff für Fritz Vähning gekommen. Am 20:25-Satzverlust konnte aber er nichts mehr ändern.

Mayer ließ Leo Tille weiter zuspielen und wechselte im Außenangriff Kilian Nennhuber für Fritz Vähning ein. Das brachte aber ebenfalls nicht den gewünschten Erfolg. Mit einem starken Florian Tafelmayer auf der Außenannahmeposition erspielten sich die Schwaiger sehr schnell klare Vorteile, führten mit 2:6, als sich bei den Mühldorfern schon eine leise Resignation abzeichnete. Bei 5:12 nahm Mayer seine zweite Auszeit. Doch die Lokomotive aus Schwaig hatte schon Fahrt aufgenommen, war nicht mehr aufzualten, und führte zur zweiten technischen Auszeit bereits mit 16:8. Aufgeben wollten die Mühldorfer nicht, sie schafften es sogar noch, auf 14:17 zu verkürzen. Doch Schwaig ließ sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen, verwandelte schlich den ersten von fünf Matchbällen zum 25:19-Erfolg. Wie schon in der Vorwoche wurde Schwaigs Außenangreifer Max Bibrack MVP. Auf Mühldorfer Seite konnte sich Tom Brandstetter über diese Auszeichnung freuen.

Lob für den Neuzugang

Während Schwaig nun auf Platz vier geführt wird, bleibt Mühldorf im Tabellenkeller. Ohne Satzgewinn bisher sind die Innstädter aktuell Vorletzter. Übereinstimmend und selbstkritisch mussten die Mühldorfer nach der Partie zugeben: Es lag an der Annahme und an der Abwehr. Lob gab es aber auch noch: Trainer Mayer würdigte vor allem die Spielweise von Neuzugang Lauritz Jastrow: „Er hat sich ziemlich schnell ins Team eingefügt und hilft der Mannschaft!“

(enk)

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