U15 SBR Basketball Mädchen

Finale um Bayerische Meisterschaft knapp verpasst

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Sophie Perner gegen Anna Furman (Topscorer unter sich).

Würzburg - Auch wenn die U15 Basketballerinnen des SBR Rosenheim den Einzug ins Bayerische Finale knapp verpasst haben, können sie erhobenen Hauptes auf die Playoffs zurückblicken.

Nur sechs magere Pünktchen trennen die U15w SBR Mädchen vom Bayerischen Finale in zwei Wochen in Nördlingen. Trotzdem haben sich die Mädchen gut verkauft und das Team um Coach Corina Kollarovics kann stolz sein auf die gezeigte Leistung, auch wenn natürlich erst einmal die Enttäuschung groß ist.

Bereits am Freitag machten sich neun U15w Spielerinnen auf den weiten Weg nach Würzburg zu den Playoffs um die Bayerische Meisterschaft. Leider musste Daria Stepen wegen Krankheit noch kurzfristig ihre Teilnahme absagen, was ihre Mitspielerinnen und Daria selbst gleichermaßen enttäuschte.  Trotzdem ließen sich die Mädchen nicht entmutigen. Beim gemeinsamen Abendessen im Gasthof war die Stimmung gut und optimistisch.

Samstagmorgen ging es gleich gegen den Tabellenersten der Bayernliga Nord und Ausrichter Würzburg.  Die Mädchen hatten sehr viel Respekt vor dem mit Bayernauswahlspielerinnen gespikten Kader, doch die erste Halbzeit zeigten die Mädchen eine tolle Teamleistung und eine treffsichere Sophie Harrer (zwei Dreier) hielt Rosenheim in der Spur. Das erste Viertel verlief vollkommen ausgeglichen, wenn auch auf beiden Seiten sehr nervös und endete 16:15 sogar noch für Rosenheim. Luisa Weymar, die über den Turnierverlauf die konstanteste Leistung zeigte und immer präsent war, sowohl in Defense und Offense gleichermaßen und zusätzlich die ansonsten von Rosenheim gerne vernachlässigte Reboundarbeit zusammen mit Johanna Kreuzer übernahm, ließen auf ein spannendes Match hoffen.

Hoffnung auf den Sieg gegen Würzburg wandelte sich schnell

Zur Pause waren es beim Stand von 31:38 zwar sieben Punkte Rückstand, doch der Spielverlauf ließ die Zuschauer hoffen, hier vielleicht gleich zu Turnierbeginn eine kleine Sensation zu schaffen. Doch schon fünf Minuten nach der Pause war diese Hoffnung dahin, Würzburg startete unglaublich stark und Rosenheim wehrte sich nicht. So wurden aus sechs Punkten 20 Punkte und der Kampfgeist der Rosenheimerinnen war gebrochen.

Vor dem letzten Viertel lag man mit 41:64 zurück. Nun wurden die Leistungsträger geschont und alle Spielerinnen bekamen noch ihre Einsatzzeiten. Dieses Spiel endete mit 57:86. Letztendlich muss man Würzburg zugestehen, dass diese mit Abstand den ausgeglichensten Kader des Turniers hatte und dies mit jeweils fünf Mädchen, die pro Spiel im Turnier zweistellig punkteten, eindrucksvoll unter Beweis stellten. Für Rosenheim war die Chance da, aber gegen Würzburg war der Sieg auch nicht unbedingt eingeplant.

Freier Nachmittag ließ neue Kraft tanken

Der Spielplan war für die Mädchen sehr ungünstig. Am Samstag hatte man das erste und letzte Spiel des Tages, also hieß es den Tag überbrücken und neue Kräfte tanken für das Spiel um 17:45 Uhr gegen den bekannten Gegner aus Staffelsee. Ein gemeinsames Mittagessen und ein Stadtbummel durch die Würzburger Altstadt bei strahlendem Sonnenschein schien das richtige Mittel zu sein. Gut gelaunt traten die Mädchen zum Abendspiel an.  Staffelsee musste sich in ihrem ersten Spiel Schwabach deutlich geschlagen geben. Im Staffelseespiel zeigten die Mädchen ihre offensive Saisonbestleistung. Unglaubliche 120 Punkte schafften sie und 29 Punkte alleine von Sophie Perner in der ersten Halbzeit begeisterten Trainerin Corina Kollarovics und die mitgereisten Fans gleichermaßen. Alle Mädchen durften sich über viel Spielzeit freuen und die Leistungsträger Sophie Perner, Luni Weymar und Charlotte Schomburg konnten geschont werden. Das Spiel endete mit 120:47 für Rosenheim. Die Mädchen gingen mit einem sehr guten Gefühl aus der Halle.

Am Sonntag war der erste Spiel Staffelsee gegen Würzburg nur noch Formsache, denn Würzburg war schon sicher Erster, Staffelsee ausgeschieden.

Im Spiel Rosenheim gegen Schwabach dagegen ging es um den begehrten zweiten Platz für die bayerischen Final four in Nördlingen in zwei Wochen. Dass dies eine harte Nummer werden würde war von Anfang an klar, auch wenn Schwabach hier als Tabellenvierter der Nordgruppe auf das Parkett ging. Die beste Spielerin aus Schwabach war lange Zeit verletzt, aber beim Turnier nun wieder fit. Nicht nur gut, sondern auch unglaublich groß stand sie der Rosenheimer Fünf gegenüber.

Harter Kampf gegen Schwabach's Star Anna Furman

Schnell wurde klar, dass Furman Anna im eins gegen eins nicht zu halten war. Also wurde die Taktik geändert und Charlotte Schomburg, die in dieser Partie auch in der Offense das Heft in die Hand nahm, musste die Aufgabe übernehmen, bereits den Pass auf Furman zu verhindern. Charlotte zeigte eine unglaublich starke Verteidigungsleistung, doch wann immer Furman doch an den Ball kam, konnte die starke Centerin, ihre physische Überlegenheit geschickt einsetzen.

Anfangs konnte man gut Schritt halten mit Schwabach und das erste Viertel zeigte wie ausgeglichen die Partie war und endete entsprechend mit 19:20.

Als sich im dritten Viertel kurz hintereinander Charly und Sophie Perner verletzt vom Spielfeld gingen, drohte das Spiel zu kippen. Mit 13 Punkten Rückstand (34:47) ging Rosenheim in die Pause.

Aufgeben war aber nicht angesagt, Sophie und Charly bissen die Zähne zusammen und gingen zurück auf das Spielfeld. Mit einer sensationell starken Pressverteidigung kämpften sich die Mädchen Punkt um Punkt zurück ins Spiel. Am Ende des dritten Viertels stand des nur noch 55:59 und es war wieder alles offen und möglich.

Letztes Viertel war entscheidend

Das letzte Viertel verlief völlig ausgeglichen. Kein Team konnte sich mehr absetzen. Zwei Minuten vor dem Ende war immer noch Gleichstand. Doch in der nun folgenden entscheidenden Spielphase war das Glück leider nicht auf der Seite der Rosenheimerinnen.

Nach einem Steal wurde Sophie Perner gefoult und so der eins gegen null Fastbreak verhindert. Hier gab es nur Seite Einwurf statt der sicheren zwei Punkte durch Sophie. Im anschließenden Setplay konnten die Rosenheimer nicht erfolgreich punkten, im Gegenzug versenkte Schwabach's Star Furman nervenstark aus der Mitteldistanz. Im folgenden Angriff leistete sich Rosenheim einen frühen Fehlpass und wiederum konnte Schwabach den Gegenangriff nutzen und punkten. Charlotte Schomburg konnte noch einmal verkürzen, doch nach taktischem Foul von Luisa Weymar bekam Schwabach bei plus vier Punkten zwei Freiwürfe zugesprochen.

Auch wenn Schwabach die Freiwürfe nicht nutzen konnte, so landete der Rebound doch wieder in Händen der Schwabacher. Neun Sekunden vor dem Ende machte dies einen Erfolg der Rosenheimer nur noch theoretisch möglich. So konnte Schwabach sogar noch einmal punkten, aber zu diesem Zeitpunkt war das Spiel bereits entschieden. Mit 76:82 geht das Spiel und damit das letzte Ticket für die Playoffs nach Schwabach, die wohl eines der größten (nicht nur was körperlich) Talente in Bayern in ihren Reihen haben.

Rosenheim kann trotzdem mit erhobenen Haupt auf die Playoffs blicken, denn sie haben sich sowohl gegen Würzburg (zumindest 3 Viertel lang) als auch gegen Schwabach teuer verkauft. Schwabach wäre mit Sicherheit in der Nordliga nicht Tabellenvierter gewesen, wenn ihre Topscorerin (43 Punkte gegen Rosenheim) während der Saison nicht verletzt gewesen wäre.

Für Rosenheim spielten: Charlotte Schomburg, Sophie Perner, Luisa Weymar, Sophie Harrer, Laura Renz, Carla Corsi, Johanna Kreuzer, Katharina Laubert und Sophia Fels

Pressemitteilung Sportbund DJK Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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