Fandel: "Es ändern sich nur Kleinigkeiten"

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Herbert Fandel und Hellmut Krug bei der Pressekonferenz in Grassau.
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Grassau - Für viel Wirbel hat die Nachricht gesorgt, dass die Fifa eine Regeländerung in Sachen passives Abseits plant. Bei einem Schiri-Lehrgang in Grassau gab es nun Klarheit:

Es seien nur Kleinigkeiten, die sich in Zukunft dadurch ändern werden, so der Vorsitzenden der DFB-Schiedsrichter-Kommission bei der Pressekonferenz in Grassau. "Die Abseitsregel bleibt im Großen und Ganzen so wie sie ist."

Neue Regelung beim passiven Abseits

Der einzige Unterschied: In Zukunft sollen die Referees auch dann abpfeifen, wenn ein näher zum Tor postierter Stürmer durch eine Abwehraktion des Gegners - also zum Beispiel durch einen Abpraller -in Ballbesitz gelangt. Bisher galt dies als passives Abseits, was dem Angreifer einen Torschuss erlaubte.

Zwei Beispiele....

Fandel: "Wenn also beispielsweise ein Abwehrspieler den Ball nach einer Ecke vor der Tor-Linie klärt und der Ball dann zu einem im Abseits postierten Stürmer kommt, dann pfeifen das die Schiedsrichter jetzt ab." Sollte ein Abwehrspieler aber bei einer kontrollieren Aktion, wie zum Beispiel bei einem Fehlpass, den Ball zu einem Gegner spielen, dann sei das kein Abseits. 

Schiedsrichter Aytekin: Eine Erleichterung für uns

Doch was sagen die aktiven Schiedsrichter wie Deniz Aytekin zu der Änderung: "Für uns ist es eine Erleichterung, weil die Regelung damit auch klarer definiert ist."

Lehrgang in Grassau

Um sich genau auf solche Regeländerungen vorzubereiten findet derzeit der Lehrgang für Schiedsrichter der Bundesliga und Zweiten Bundesliga in Grassau statt. "Wir werden darüber hinaus Leitsungstests und High-Intensity-Tests mit den Schiedsrichtern machen", erklärte DFB-Abteilungsleiter Lutz Michael Fröhlich bei der Pressekonferenz am Donnerstag. Das Abseits-Training für die Referees werde heute Abend auf dem Trainingsgelände in Grassau stattfinden. Fröhlich: "Darüber hinaus werden wir auch Strafraum- und Handspiel-Situationen üben."

Bundliga-Schiedsrichter in Grassau

Bei der Pressekonferenz wurde auch über die Neuerung beim Honorar der Schiedsrichter gesprochen. "Das Spielhonorar bleibt unverändert. Es kommt nur ein Grundhonorar hinzu." Für Referees wie Aytekin, der neben seiner Schiedsrichter-Tätigkeit auch noch für einige Beratungsunternehmen arbeitet, ist das natürlich eine große Entlastung: "Man ist mit der Grundvergütung jetzt flexibler in seiner Arbeit."

Quelle: rosenheim24.de

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