Prien gewinnt Chiemgauer Derby mit 31:29

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Prien - Ein Handball-Leckerbissen ist am vergangenen Samstag in der Ludwig-Thoma-Halle in Prien über die Bühne gegangen.

In der Bezirksoberliga empfing der TuS Prien den ESV Traunstein und behielt in einer emotionalen Partie mit 31:29 die Oberhand.

Die Voraussetzungen sprachen bereits vor der Begegnung nicht wirklich für die Gäste aus Traunstein. Während der TuS mit vollem Kader auflief, mussten die ESVler auf Alexander Wetsch verzichten. Zudem kämpfte ihr Spielmacher Johannes Pradler mit einer Erkältung und wurde erst im zweiten Spielabschnitt eingewechselt.

Der personelle Vorteil machte sich für die Priener Gastgeber in der vollbesetzten Halle auch gleich bemerkbar. Mit einer starken Abwehrleistung ließen die Priener hinten nichts anbrennen, verpassten im Angriff aber eine kleine Vorentscheidung. So stand es nach zehn Minuten lediglich 3:1.

Dann kam aber die Zeit von Skander Bouasker: Traunsteins Ausnahmespieler war von Priens Abwehr nicht zu stoppen und erzielte ein Tor nach dem anderen. Bouasker war auch der Garant dafür, dass der ESV eine doppelte Überzahlsituation nutzte und nach 23 Minuten mit 10:8 in Führung ging. "Solange es nur ein Spieler ist", sah sich Priens Trainer Thomas Wirth aber nach der Begegnung bestätigt, "dann lass ihn doch werfen." Zur Not hätte seine Mannschaft auch noch eine andere Abwehrformation in der Rückhand gehabt. So weit kam es aber nicht, denn der TuS war in der Schlussphase der ersten Halbzeit wieder die bestimmende Mannschaft und erzielte mit der Schlusssirene den 14:14-Halbzeitstand.

Gleich nach Wiederanpfiff fiel eine kleine Vorentscheidung: Während die Traunsteiner Gäste mit ihren Köpfen scheinbar noch in der Kabine waren, machten die Priener Spieler kurzen Prozess und enteilten dank des frisch eingewechselten Markus Lemke in nur wenigen Minuten auf 19:15.

"Und das ist nicht das erste Mal, dass wir den Beginn einer Halbzeit verschlafen", ärgerte sich Traunsteins Trainer Thomas Springer. "Das darf einfach nicht sein!" Traunstein gab sich aber noch lange nicht geschlagen. Mit einer tollen Moral kämpften sie sich schnell zurück ins Spiel und verkürzten postwendend auf 19:20. Mehr sollte für die Gäste aber an diesem Abend nicht drin sein. Zunächst nutzte auf Priener Seite Max Ziegmann seine Freiheiten, ehe Helmut Dulzenberger bei einer sehr offenen Deckung seine Routine ausspielte und seine Mannschaft auf die Siegerstraße brachte. Wenige Minuten vor dem Ende führte der TuS Prien mit 31:26 und die Entscheidung war gefallen. Traunstein blieben zwar die letzten Aktionen, mehr als eine Ergebniskorrektur war aber nicht mehr drin.

"Ein Derby-Sieg ist natürlich immer klasse", freute sich Priens Trainer Wirth nach dem Schlusspfiff, "was mich aber ganz besonders freut, ist, dass der Lemmy (Markus Lemke, Anm. d. Red.) und der Max (Max Ziegmann, Anm. d. Red.) ganz entscheidende Tore gemacht haben." Wirths Gegenüber, Traunsteins Trainer Springer, war sichtlich enttäuscht: "Wir haben einfach zu viele leichte Fehler gemacht, das darf nicht sein." Dennoch ist Springer äußerst zuversichtlich: "Wir haben eine sehr junge Truppe und können in den kommenden Jahren noch einiges erreichen."

Während der 31:29-Sieg für den TuS Prien das vierte Spiel in Folge ohne Niederlage bedeutet, sieht es beim ESV momentan nicht ganz so rosig aus. Die Springer-Truppe rutschte mit der vierten Niederlage in Folge auf den siebten Tabellenplatz ab. Prien kletterte auf Rang drei.

Für Prien spielten Thomas Vodermair und Michael Körner im Tor, Helmut Dulzenberger 8 (3), Felix Stief 6, Fabian Zächerl 5, Stefan Ziegmann 3, Markus Lemke 3, Moritz Fischbach 2, Hauke Bäsmann 2, Max Ziegmann 2, Philipp Steinberger, Franz Steiner, Felix Laser und Bastian Hollmann.

Für Traunstein spielten Christoph Bachhuber, Alexander Langenfaß und Florian Laufenböck im Tor, Skander Bouasker 13, Jürgen Markon 5 (2), Matthias Orwat 4, Simon Krumscheid 3, Alexander Seidl 2, Johannes Pradler 2, Nils Bödeker, Sebastian Wellnitz, Martin Stiritz und Markus Münch.

Pressemeldung TuS Prien

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