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Regionsversammlung der Löwen-Fan-Clubs

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„Wir werden alle Alternativen prüfen und nichts unversucht lassen“: ARGE-6-Vorsitzender Christian Schmidbauer, „Löwen“-Fußball Abteilungsleiter Robert Reisinger, Vize-Präsident Franz Maget und 1. Vorsitzender der „Hartseelöwen Eggstätt“ Thomas Stössel (von links) in Eggstätt.

Eggstätt - SPD-Spitzenpolitiker Franz Maget, zugleich Vizepräsident des Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München, war Ehrengast der Winterregionsversammlung der ARGE-1860-Region 6 (Oberbayern Südost, Oberösterreich, Salzburg und Tirol).

Im Landgasthof „Zum Sägwirt“ in Oberulsham bei Eggstätt entstand eine hitzige Diskussion, in der das Thema Stadion im Vordergrund stand. „Wir würden es wollen, wenn es ginge!“ so der „Löwen-Vize“ zum leidigen Thema des Auszugs aus der Allianz-Arena und den Umzug in ein umgebautes Grünwalder-Stadion. „Die Chancen hierzu beziffere ich zwischen zehn und 15 Prozent als sehr gering, da hier mehrere Faktoren eine Rolle spielen“, so Maget weiter.

Der 1. Vorsitzende der „Hartseelöwen Eggstätt“, Thomas Stössel begrüßte in seiner Ansprache mit Christian Schmidbauer (ARGE 6 Vorstand), Richard Ostermaier, Florian Hibler („Westkurve60“) und Ehrengast Franz Maget, dem dann auch noch Fußball-Abteilungsleiter Robert Reisinger folgte. „Sie sagten einmal, wer sich für die SPD engagiert, muss mit Problemen rechnen, das selbe gilt für den TSV 1860“, so Stössels einführende Worte zu Maget.

Stössel sitzt unter anderem ehrenamtlich in der „Stadion-Projektgruppe“, die sich mit Baufachleuten um den Umbau des Grünwalder-Stadions befasst. Richard Ostermaier, der die Initiative „Westkurve60“ ins Leben gerufen hat, nimmt den Zweitligisten Union Berlin als Vorbild, der es geschafft hat sich neben der großen Hertha mit Eigeninitiative zu etablieren. Mit Eigenleistungen würde das Stadion „Alte Försterei“ umgebaut. „Dies muss auch unsere Ziel sein!“ so Ostermaier.

Fünf Kriterien stehen für ein neues „Löwen-Stadion“: Lärm, Sicherheit, Brandschutz, Verkehr und der Vermieter sind die Hauptpunkte zu den neuen Plänen. Franz Maget, der Vizepräsident sieht die Zukunft des TSV 1860 allerdings nicht so rosig. „Uns steht das Wasser immer bis zum Hals, und da wir immer unsere Jungen verkaufen müssen, treten wir auch sportlich auf der Stelle!“ Die Transfererlöse, der Anteileverkauf der Allianz-Arena an den FC Bayern und das Marketingkonzept mit IMG waren allerdings zum Überleben notwendig.

Als Maget im November 2007 zu den Löwen ins Präsidium kam, war alles ein „zerstrittener Haufen“, die Lage in der Geschäftsstelle war verheerend. Von den Leuten von damals ist der Politiker der einzige, der noch da ist. Jetzt unter Präsident Beeck sind sich wieder alle einig, es sind gute Vorzeichen geschaffen. „In den vergangenen Jahren war das Fan von 1860 zu sein, schwer erträglich, dies muss sich ändern“, so Maget weiter. „Wenn es auch finanziell immer knapp ist und immer so rum geht“. Wir wollen uns aber nicht von einem Geldgeber abhängig machen, sondern mit einem Sponsorenpool arbeiten und das auch die Mitglieder noch das Sagen haben. Dies sind 20.000 an der Zahl. Ein sportlich neuer Weg soll den Erfolg bringen, dies haben auch die letzten fünf Spiele gezeigt, das es geht. In der Rückrunde soll dieser Weg weiter beschritten werden, den seine sportlicher Erfolg ist zum Überleben notwendig. Wirtschaftlich muss auch weiter so gearbeitet werden, das man weiter bestehen kann.

Zum Thema Stadion sagte Maget, das es damals der TSV 1860 so wollte, gleichberechtigt mit dem FC Bayern zu sein, jetzt muss man natürlich die Folgen tragen. „Mit dem Abstieg hat keiner gerechnet, das Stadion ist für die 2. Liga nicht ausgelegt, es ist zu gross“. Beim Catering muss das gleiche bezahlt werden, ob jetzt 20.000 oder 60.000 Zuschauer da sind. Die Kosten der Allianz-Arena belaufen sich auf cirka drei Millionen im Jahr. Es sind auch zu wenige Logen und Business-Seats verkauft, die nochmals Geld in die Kasse spülen würden. Hierzu wäre ein eigenes, kleineres Stadion besser, aber die Chancen hierfür sind sehr gering, auch weiß noch keiner die Voraussetzungen. Die Stadt hat den Ausbau des Grünwalder-Stadions bewilligt, da es von der DFL vorgeschrieben wurde, das Stadion Drittliga tauglich zu machen. Das kostet der Stadt 10 Millionen Euro, 15.000 Zuschauer finden dann Platz.

In einer anschießenden durch Regionsvorstand Christian Schmidbauer durchgeführten Umfrage votierten 67,4% der anwesenden ARGE-Fanclubmitglieder für den Umbau des Grünwalder-Stadions (30.000 – 35.000 Zuschauer) mit dem anschließenden Auszug aus der Arena. Nur 17% votierten für den Umbau des Grünwalders und zum sofortigen Auszug aus der Arena mit Miete in einem anderen Fußballstadion. 15,6% meinten, man sollte in der Allianz-Arena bleiben, aber mit dem FC Bayern und der Stadion GmbH in Nachverhandlungen zu den Belastungen in der Arena treten. Keine Stimme erhielt die Auswahlmöglichkeit in der Arena zu bleiben und alle Bedingungen dort so in Kauf zu nehmen. Regionsvorstand Christian Schmidbauer: „Ziel dieser Abstimmung war eine Linie für unsere Region zu finden, ein Stimmungsbild einzufangen und dementsprechend als Regionsvorstand nach außen aufzutreten. Dies wurde heute erreicht.“

Im Jubiläumsjahr des TSV 1860 sollen nun die Weichen auf eine rosigere Zukunft gestellt werden, die Fannähe soll wieder mit verschiedenen Aktionen verbessert werden. Weitere Infos über Aktionen, Veranstaltungen und weiteren Terminen findet man auf der Homepage der ARGE Region 6 (www.arge6.de).

Pressemitteilung ARGE

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