Favoriten siegten beim Rupertusthermenlauf

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Bad Reichenhall – Rund 760 Athletin gingen am Samstag beim 7. Rupertusthermen-Lauf in Bad Reichenhall an den Start. Es siegten die Favoriten:

Über die Halbmarathondistanz setzten sich wie erwartet die beiden Favoriten Joseph Gray aus den USA und Julia Viellehner vom TSV Triathlon Altenmarkt durch. Auf der 10 Kilometerstrecke konnte Eric Glauché seinen Titel verteidigen, bei den Damen gewann die britische Biathletin Nerys Jones. Die 5-Kilometerschleife nahmen knapp 100 Hobbyläufer und Nordic Walker in Angriff, darunter auch Reichenhalls Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner. Unterm Strich war das Laufevent so international besetzt wie noch nie.

Höhepunkt des Rupertusthermen-Laufes war wieder der Halbmarathon, dem sich heuer 294 Athleten und Athletinnen stellten. Heiße Anwärter auf den Sieg waren von vornherein der amerikanische Berglaufmeister Joseph Gray und Triathletin Julia Viellehner aus Altenmarkt. Auch Vorjahressieger Stefan Holzner aus Bad Reichenhall gehörte zu den Favoriten. Vom Start weg wurde auf den rund 21,1 Kilometern ordentlich Tempo gemacht, Gray und Viellehner waren von Anfang an der Spitze und gaben die Führung bis ins Ziel nicht ab. Joseph Gray legte dabei eine schnelle Zeit von 1:09:01 Stunden hin, Julia Viellehner brauchte 1:18:44 Stunden. „Es ist ein toller Kurs und ein tolles Training für mich gewesen“, sagte der zufriedene Sieger, der sich derzeit auf die Weltmeisterschaft im Berglauf in Polen vorbereitet. Vor 20 Jahren war Gray schon einmal im Berchtesgadener Land und ihm gefällt die bayerische Landschaft sehr gut. Für Sonntagmorgen hat sich der Amerikaner noch einen schnellen Lauf auf den Hochstaufen vorgenommen, bevor es zurück ins Trainingslager nach Österreich geht. Auch für Triathletin Julia Viellehner passte der Rupertusthermen-Lauf perfekt in den Wettkampfplan. „Es sollte vor allem ein Trainingslauf werden, aber natürlich wollte ich auch gewinnen“, lacht die zierliche Sportlerin beim Interview im Ziel. Mit ihrer Zeit war Viellehner mehr als zufrieden, auch im Hinblick auf das kommende Wochenende, wo sie bei der Duathlon-Weltmeisterschaft in der Schweiz dabei sein wird. Und im Oktober steht ein weiteres Highlight auf dem Programm: der Ironman-Triathlon in Hawaii.

Auf den Plätzen zwei und drei landeten in der Halbmarathonwertung der Herren Denis Mehlfeld vom Laufteam Haspa Marathon Hamburg und der Münchner Frank Merwerth (Sport Ruscher Team). Bei den Damen ging Rang zwei und drei an Dace Lina aus Lettland und Angelika Burgstaller vom SC Ainring.

Der Vorjahressieger Stefan Holzner musste sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen, womit der Ex-Triathlonprofi vom Thumsee allerdings gut leben konnte. „Mit 1:13:28 Stunden war ich so schnell wie noch nie. Die anderen waren halt noch schneller“, erkannte er neidlos an und versicherte: „Nächstes Jahr bin ich wieder dabei“.

Erstmals konnte der Halbmarathon heuer auch in der Staffel gelaufen werden. Hier gewann das Trio „Eckpfeiler“ mit Stefan Götz, Tom Huber und Roland Mader vor den Stadtwerken Bad Reichenhall, der SPD und den „Testläufern“.

Eric Glauché und Nerys Jones siegten beim 10er

Mit 282 Startern war das 10-Kilometerrennen ähnlich stark belegt wie der Halbmarathon. Bis zur Hälfte der Strecke führte bei den Herren eine Sechsergruppe das Feld an. Erst rund drei Kilometer vor dem Ziel zog Titelverteidiger Eric Glauché aus Bad Reichenhall an und verschärfte das Tempo. Benedikt Huber vom TSV Palling konnte zuerst noch mitgehen, musste Glauché dann aber ziehen lassen. Der passierte nach 34:24 Minuten die Ziellinie, rund 16 Sekunden vor Huber. Auf Platz drei kam Johann Hartl (TSV Waging) in 35:05 Minuten. Der Pidinger Stephan Tassani-Prell vom SC Ainring landete auf dem vierten Rang. Bei den Damen ging der Sieg an die britische Biathletin Nerys Jones (40:08 Minuten) vor Ana-Belén Rodríguez aus Spanien und Laura Hastreiter vom Lauffeuer Chiemgau.

Mit knapp 100 Startern war auch der Hobbylauf gut besetzt. Hier wurde keine Ergebnisliste geführt, stattdessen gab es für jeden Finisher eine Medaille. Die bekam auch Reichenhalls Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner, der wie jedes Jahr beim Rupertusthermen-Lauf mitlief. Auch die Nordic Walker waren gut vertreten, allen voran der Reichenhaller Kneippverein.

International wie noch nie

Das Starterfeld bei der siebten Auflage des Rupertusthermenlaufes präsentierte sich so international wie noch nie. Neben Deutschen und Österreichern waren auch die Nationen Italien, Kroatien, Ungarn, Lettland, Russland, USA und England vertreten. Hier gingen einige Sportler vom britischen Biathlon Nationalteam an den Start, das derzeit in der Gegend ein Trainingslager abhält. Das Organisationsteam von TSV Bad Reichenhall zeigte sich erfreut über die bunte Zusammenstellung der Sportler. „Es ist spannend zu sehen, wie die Teilnehmer zu unserem Event nach Bad Reichenhall finden. Viele entdecken unseren Lauf im Internet“, sagt Martin Dufter. So wie Eberhard Will, Jahrgang 1936, aus North Carolina. Der Amerikaner macht derzeit Urlaub in Berchtesgaden und startete spontan über die fünf Kilometer. Bei den deutschen Teilnehmern zählen Dufter und sein Team Athleten, die aus 181 Orten und Städten kommen. „Die meisten sind natürlich aus dem Umfeld bis hinauf nach München. Wir haben aber auch Starter, die extra aus Hamburg, Frankfurt, Ingolstadt, Wuppertal, Weimar, Stuttgart oder Bamberg anreisen“.

Über 120 Helfer und Helferinnen vom TSV Bad Reichenhall sowie Ehrenamtliche der Feuerwehr und des Roten Kreuzes packen jedes Jahr beim Thermenlauf mit an. Auch der Bauhof der Stadt ist ein zuverlässiger Partner. Von Anfang an war der Bewerb als eine Veranstaltung für Jedermann und Jederfrau gedacht, vom Kind bis zum Senior, und diesen Charakter soll er auch weiterhin behalten. „Natürlich sind uns deswegen auch Profis herzlich willkommen. Anders als bei anderen Wettbewerben zahlen wir aber keine Antrittsgelder und das wird auch so bleiben“, versichert Dufter und freut sich auf die 8. Auflage am 30. August 2014.

Quelle: rosenheim24.de

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