Salomon SkyRun im 100-Kilometer-Rennen

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Unsere Bilder mit dem Bad Reichenhaller Philipp Reiter aus dem deutschen  Salomon-Team verdeutlichen die schwierigen und abenteuerlichen Passagen beim SkyRun in den Bergen von Südafrika – einem Ultratrailrennen über 100 Kilometer  mit Selbstnavigation.

Bad Reichenhall - Selbstnavigation mit Karte, Kompass und GPS - Der junge Reichenhaller Philipp Reiter und seine Teamkollegin Julia Böttger waren bei einem Rennen in Südafrika gefordert.

Unsere Bilder mit dem Bad Reichenhaller Philipp Reiter aus dem deutschen  Salomon-Team verdeutlichen die schwierigen und abenteuerlichen Passagen beim SkyRun in den Bergen von Südafrika – einem Ultratrailrennen über 100 Kilometer  mit Selbstnavigation.

Mittlerweise kann man fast auf jeden Winkel der Erde Trailrunningrennen und Ultraläufe mit beinahe jeder Distanz bestreiten, aber der Salomon SkyRun in Südafrika ist noch ein wirkliches Abenteuer. Die 100-Kilometer-Strecke führt durch eines der wildesten und einsamsten Gebirge des Landes am Nordrand des Königreichs Leshoto entlang. Man muss seine komplette Verpflegung selber mittragen, die Navigation auf den nur sporadisch ausgetretenen Pfaden erfolgt ausschließlich mit Karte, Kompass und GPS, bis auf die acht mit Marshalls besetzten Checkpoints erblickt man stundenlang keine einzige Spur von Zivilisation, an den unzähligen, schier unüberwindlichen Stacheldrahtzäunen verletzt man sich beim Überklettern leicht und das Wetter ist extrem unbeständig und wechselhaft – so beschreibt der Bad Reichenhaller Philipp Reiter vom Team Salomon der Heimatpresse die Eindrücke bei seiner Teilnahme bei diesem Ultratrailrennen.

Während die auf genau 150 limitierten Teilnehmer der langen Strecke und die 100 Läufer des 65 Kilometer langen „SkyRun Lite“ im Schein der Stirnlampen ins Abenteuer geschickt um Punkt 4 Uhr in der Früh in Lady Grey losgeschickt wurden, machte sich der komplette Organisationstross auf Geländewagen sogleich zum Ziel im Wartrail Country Club auf. Dieses Finish darf man sich aber nicht wie einen Pub von nebenan vorstellen, sondern es ist lediglich ein großes Haus das den benachbarten Farmern im Umkreis von 150 Kilometern als gelegentlicher Treffpunkt dient und noch einmal den familiären Charakter der Veranstaltung verdeutlicht. Die Mütterchen verwöhnen die Teilnehmer mit lokalen Spezialitäten, ihre Ehemänner melden sich freiwillig als Marshalls und warten stundenlang an den Checkpoints auf die Läufer, die herrschaftlichen Farmhäuser werden zu Massenunterkünften und die Omas backen Kuchen.

Bereits nach dem ersten langen Anstieg, konnte sich der wegkundige Südafrikaner Iain Don Wauchope beim Überklettern des ersten Zaunes von dem ganzen Feld absetzen und blieb bis zum Ziel uneinholbar. Da es sich zusammen leichter navigieren lässt und einige Teilnehmer die Strecke schon aus dem letzten Jahr kannten, bildeten sich recht bald Gruppen und so wechselten sich der Team Salomon Läufer Reiter und sein kanadischer Teamkollege Gary Robins an der Spitze des Verfolgerfeldes ständig ab. Extrem steile, weglose Graswiesen, verblockte Geröllpassagen, trockene, wüstenähnliche Steppenlandschaften bei 35 Grad, das teilweise mannshohe Gras und die vielen Navigations-Zwangs-Stopps machten das Vorankommen deutlich schwerer als bei einem „normalen“ Rennen.

Etwa bei Streckenhälfte konnte sich Reiter zwar am sogenannten „Belloch Wall“, einem extrem steilen Grashang mit ziemlich genau 500 Höhenmetern und einer der beiden Schlüsselstellen des Rennens, absetzen, jedoch spürte er seine alte Fußverletzung vom Sommer wieder zurückkommen. Um Schlimmeres zu vermeiden entschied er sich schweren Herzens auf zweiter Position liegend sein Rennen zu verkürzen und lief als Erstes - jedoch aus Fairnessgründen außer Wertung - unter neun Stunden durch das Ziel des „SkyRun Lite“.

Es schien perfektes Timing gewesen zu sein, denn kurz darauf schlug das Wetter plötzlich um, die Temperatur sank innerhalb von Minuten von 32 auf unter 20 Grad und Sturm und Hagel zwang nahezu alle Athleten dazu die umfangreiche und streng kontrollierte Pflichtausrüstung auch zu verwenden. Nichtsdestotrotz stellte Iain mit 12:08 Stunden einen neuen Streckenrekord auf, zweiter wurde der Salomon-Läufer Gary Robins mit 13:46 gefolgt von Jock Green mit 14:12 Stunden. Bei den Damen siegte die südafrikanische Vorjahressiegerin Landie Greyling, mit 16:14 Stunden, vor der Deutschen Teamkollegin Julia Böttger vom Team Salomon, mit 19:53 und Sue Chapman mit 23:33 Stunden. Da Böttger die Strecke genauso wenig kannte wie Reiter, war es für sie besonders schwierig in der Nacht zu navigieren, da man kaum Anhaltspunkte zur Orientierung findet. Reiter sprach seine Anerkennung und Gratulation an alle Finisher aus.

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Quelle: rosenheim24.de

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