Kickboxer vom MTV Rosenheim in Bregenz erfolgreich

Reiser nicht zu schlagen

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Michael Reiser (links) mit dem Grand-Champions-Gürtel, Marco Schönhoff (rechts).

Bregenz - In Österreich fanden die Bregenz Open statt. Kampfsportler aus fünf Nationen reisten an um in den verschiedenen Klassen die besten Kämpfer zu ermitteln. Mit dabei waren auch Michael Reiser und Marco Schönhoff vom MTV Rosenheim.

Schon 30 Minuten nach der Ankunft musste Schönhoff in der Klasse bis 65 Kilogramm zum ersten Mal sein Können unter Beweis stellen. Ferdinand Bujon aus Lichtenstein war sein erster Gegner. Schnell war klar, dass der Rosenheimer nicht zu stoppen ist, er deckte Bujon mit einem Hagel an Kicks ein und fand ein ums andere Mal sein Ziel. Mit 14:4 Punkten wurde der Kampf vorzeitig durch technisches K.o. beendet. Auch seine nächsten beiden Gegner waren dem Rosenheimer nicht gewachsen, obwohl diese Kämpfe schon knapper ausgingen. Im Finale stand er dem Italiener Sebastio Ambretti gegenüber. In Runde eins konnte der Italiener Schönhoff noch ein Unentschieden abringen. Nachdem Reiser seinen Schüler jedoch anwies die Taktik zu ändern, wurde Runde zwei zu einer klaren Angelegenheit. Schönhoff gewann das Finale mit 18:13 Punkten.

In der Klasse bis 70 kg konnte Schönhoff erneut seine technischen Stärken ausspielen und erreichte auch hier das Finale. Im Kampf gegen den österreichischen Nationalkämpfer Thomas Stiege kämpfte Schönhoff schon mit konditionellen Problemen, schaffte es jedoch mit einer 10:8-Führung in die letzte Runde. Mit letzten Kräften biss sich der Rosenheimer durch und gewann auch dieses zweite Finale.

Michael Reisers erste Klasse, bis 89 Kilogramm, startete zwei Stunden später. In den Vorkämpfen fegte Reiser seine Gegner aus Italien, Deutschland und der Schweiz chancenlos aus dem Turnier. Im Finale gegen den Österreicher Andreas Breiter erhöhte der Rosenheimer für die Zuschauer noch einmal das Tempo und ließ seinem Gegner keine Chance. Beim Entstand von 24:6 wurde Breiter erlöst und Reiser gewann seine erste Klasse. In der Klasse über 90 Kilogramm traf Reiser zu Beginn gleich auf Martin Kaiser, ein Kickbox-Urgestein aus Lichtenstein. Der fünffache Weltmeister und vielfache Europa- und Staatsmeister war zwar sieben Jahre älter als Reiser, jedoch auch 30 Kilogramm schwerer und elf Zentimeter größer. Reiser bewegte sich in Runde eins fast nur rückwärts und fand kaum ein Mittel sich durchzusetzen. Mit einem 3:7-Rückstand ging Reiser in die letzte Runde und setzte alles auf eine Karte. Mit langen und harten Kicks zum Kopf fand er nun endlich richtig in den Kampf, schaffte den Ausgleich und konnte den Kampf in der Verlängerung für sich entscheiden. Nach zwei weiteren klaren Siegen zog auch Reiser in sein zweites Finale ein, wo er, wie zuvor, auf Andreas Breiter traf. Diesmal endete der Kampf 16:10 für Reiser, der nun sichtlich erschöpft war.

Am Ende des Tages wurde noch der Grand Champion des Turniers ermittelt. Hier konnten sich alle Kämpfer ohne Einschränkung nach Gewicht oder Sportart einschreiben. Die beiden Rosenheimer nahmen beide an dieser Klasse teil. In schönen, jedoch auch teils sehr harten Kämpfen, gelang es den beiden alle Kämpfer der anderen Nationen und Verbände hinter sich zu lassen. Nun standen sich im Finalkampf um den acht Kilogramm schweren Champions-Gürtel zwei Kämpfer aus Rosenheim gegenüber.

Schönhoff kämpfte tapfer und überragend gegen seinen eigenen Trainer, war bis kurz vor Ende der letzten Runde sogar knapp in Führung, musste dann allerdings zwei harte Treffer zum Kopf einstecken, welche ihn um den Sieg brachten. Der Gesamtsieger (Grand Champion) und bester Kämpfer des Turniers hieß wieder einmal Michael Reiser.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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