Richtungsweisende Partie

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Hofft auf einen Heimsieg: Wasserburgs Coach Datko.

Wasserbug - Gelingt es dem TSV 1880 Wasserburg heute, 14.30 Uhr, im Badria-Stadion sich von der Gefahrenzone abzusetzen oder zieht der TSV Eintracht Karlsfeld die Löwen mit in den Keller der Fußball-Bezirksoberliga? Diese Frage gilt es für die Mannschaft von Miro Datko zu beantworten.

Wer aber denkt, dass es gegen die bislang nur einmal siegreichen Karlsfelder ein Selbstläufer wird, irrt gewaltig. Wasserburg hat bislang gezeigt, dass man mit allen Mannschaften mithalten kann und auch theoretisch jeden schlagen könnte. Das Problem liegt aber darin, dass man auch gegen jeden verlieren kann, wenn nicht die optimale Leistung abgerufen wird. Bislang sammelten die Innstädter mit den Gästen aus dem Münchener Norden aber durchaus positive Erfahrungen. In vier Aufeinandertreffen ist man ungeschlagen und konnte sogar zwei der vier Partien für sich entscheiden. Trainer Miro Datko hat unter der Woche versucht die konditionellen Mängel eines Teils der Mannschaft zu beseitigen. Einige Spieler hinken nach Verletzungen oder beruflichen Pausen ihrer Bestform noch etwas hinterher und benötigen härtere Einheiten, um auf das alte Niveau zu kommen.

Während die Wasserburger Fußballer nach den Abgängen des Sommers dabei sind sich zu stabilisieren, ist die Lage in Karlsfeld deutlich angespannter. Dabei dürfte der Ärger auf den Lokalrivalen ASV Dachau noch immer nicht verraucht sein. Als es in der vergangenen Saison darum ging, ob Dachau absteigt oder nicht, agierte die Eintracht mit angezogener Handbremse, Dachau siegte und blieb in der Liga. Da es zwischen dem damaligen Spielertrainer Stefan Hofer und großen Teilen der Eintracht-Mannschaft nicht mehr gestimmt hat und der Missmut der Spieler in eine Revolution umzuschlagen drohte, trennte sich der Verein von Hofer. Der Nachbar aus Dachau, zu diesem Zeitpunkt auf Trainersuche, griff dankend zu und mit Hofer wechselten auch Christian Roth und die Zepeda-Brüder zum Lokalrivalen. Neu-Trainer Dieter Kinast war deshalb bei Amtantritt eher Psychologe denn Trainer und versuchte die Risse innerhalb der verbliebenen Mannschaft zu kitten. Wie in den beiden Vorjahren verzichtete Karlsfeld auf Neuzugänge von außen und verstärkte sich nur mit Slobodan Disic und Sebastian Nowak aus der eigenen Jugend. Mit Luigi Marseglia, Michael Dietl, Mounir Shannik und vor allem Michele Lombardi blieben Karlsfeld wichtige Leistungsträger erhalten, die den Klassenerhalt schaffen sollen.

jah/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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