Unterwasserrugby: Rosenheimer erfolgreich

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Überwasser sieht Unterwasserrugby wie eine Fischfütterung aus.

Rosenheim - Torwart Korbinian Aicher aus Rosenheim gewann mit der U21-Nationalmannschaft Unterwasserrugby bei der Open Nordic Championship for Juniors eine Medaille.

Am letzten Wochenende reiste die U21-Nationalmannschaft Unterwasserrugby (UWR) mit Korbinian Aicher als Torwart zur Open Nordic Championship for Juniors nach Kopenhagen.

In den letzten Jahren gewannen die UWR 21 diesen Titel mehrmals und waren somit als Favoriten gesetzt, obwohl altersbedingt ein Generationswechsel stattfand und zwei erfahrene Spieler verletzungsbedingt ausfielen. Die sehr junge Mannschaft lag, gerade durch den kämpferischen Einsatz von Aicher auf dem Tor, nach der Vorrunde jedoch punktgleich mit Norwegen, die Gold holten, und Finnland.

Obwohl das Team im Turnier die meisten Tore schoss, wurde es nach der, für die Deutschen ungünstigen Regelauslegung des direkten Vergleichs, nur für das kleine Finale gesetzt. Die Bronzemedaille holten sich die Spieler nach einem mitreißenden, harten Kampf gegen die Mannschaft aus Kolumbien mit 1:0.

Unterwasserrugby - so läuft das Spiel ab

Zur Sportart Unterwasserrugby:

Es gibt zwei Mannschaften, Team Blau und Team Weiß, mit jeweils sechs Spielern und sechs Wechselspielern, die einen fliegenden Wechsel, ähnlich wie bei Eishockey, durchführen.

Geschwommen wird mit Schnorchel, Maske und Flossen, nur die zwei Unterwasserschiedsrichter haben eine Tauchausrüstung. Die zwei Tore beziehungsweise Körbe sehen wie  Papierkörbe aus und sind mit einer Metallplatte beschwert. Gespielt wird in 3,70 bis 5 Metern Wassertiefe, mit einem Ball, der mit Salzwasser gefüllt ist, sodass er sinkt.

Es darf eigentlich immer nur der Spieler, der den Ball hat, angegriffen werden. Der Torwart liegt mit dem Rücken auf dem Korb, darf sich aber weder festhalten noch mit der Schulter verkeilen. Nur mit der permanenten Flossenbewegung drückt er sich auf den Korbrand.

In der Fachsprache ist das der Deckel und davor liegt der sogenannte Dackel, zwei Verteidiger, sich vor dem Tor abwechseln, um zu verhindern, dass bei einem Angriff der Gegner unter den Torwart schwimmt und diesen vom Tor hebelt.

Bei der Jugend werden zweimal 15 Minuten gespielt mit fünf Minuten Halbzeitpause. Dieser Sport ist als Einziger dreidimensional. Außerdem müssen die Spieler und ihre Wechselspieler die Zeit zwischen dem Sprung in die Wechselzone und dem Abtauchen zum Gegner ebenso einplanen wie die eigene Luftreserve.

Im Ruhezustand können die meisten Spieler bis zu fünf Minuten unter Wasser bleiben ohne Luft zu holen, bei einem Wettkampf sind es im Durchschnitt 30 Sekunden unter vollem körperlichen Einsatz.

Almuth Aicher

Quelle: rosenheim24.de

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