Trotz Verletzungen überzeugen deutsche Naturbahnrodler in Latzfons

Junioren sorgen auch im Weltcup-Team für Aufschwung

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Josef Limmer, Simon Dietz, Oliver Schiller, Christian Wichan, Marius Schmelzer, Michaela Niemetz und Sara Bachmann haben beim Naturbahnrodel-Weltcup in Latzfons eine geschlossene Mannschaftsleitsung gezeigt.

Latzfons – Am Wochenende hat der Naturbahnrodel-Weltcup im italienischen Latzfons Station gemacht. Die deutsche Mannschaft konnte dort trotz einiger Verletzungen ein sehr gutes Ergebnis einfahren.

Allen voran war es wieder das Duo Josef Limmer (SC Riesserssee) und Simon Dietz (WSV Unterammergau), die nach dem Junioren-Weltcup auf der Seiser Alm auch in Latzfons gezeigt haben, dass sie gut harmonieren. Bei ihrem ersten Weltcup-Rennen in dieser Saison sicherten sie sich mit 4,39 Sekunden Rückstand auf die italienischen Sieger Patrick Pigneter und Florian Clara den 7. Platz. „Sie waren mit ihrer Zeit vernünftig dabei“, resümierte der sportliche Leiter Gerhard Pilz. Für ihn ist die Zeit letztendlich aussagekräftiger wie die Platzierung.

Trotz Verletzung Leistung abgerufen

Doch auch die Platzierung stimmte beim 2. GRM Group World Cup in Südtirol. Sara Bachmann vom WSV Unterammergau landete mit 2,39 Sekunden Rückstand - auf die ebenfalls aus Italien kommende Siegerin Evelin Lanthaler - auf Platz sechs, trotz einer Verletzung am Fuß. „Im Hinblick auf die Situation war ihre Leistung sensationell“, freute sich der Trainer. Und auch die 22-Jährige ist zufrieden: „Obwohl ich im zweiten Lauf keinen sauberen Lauf hatte, habe ich einen Platz gut gemacht.“ 

Zufrieden sind auch Lisa Walch und Michaela Niemetz (beide WSV Unterammergau). Sie beendeten das Rennen auf Platz neun und zehn. Vor allem der zweite Lauf von Michaela Niemetz war sehr gut. „Wäre mir im 1. Lauf nicht der Patzer passiert, hätte es noch weiter nach vorne gehen können“, ist sich die 24-Jährige sicher. „Bei Lisa Walch waren es viele kleine Fehler, die eine bessere Platzierung verhindert haben“, analysierte Gerhard Pilz. „Aber für sie war das Kennenlernen der Bahn in Latzfons wichtig. 2019 finden an dieser Stelle die Weltmeisterschaften statt.“

Schmelzer bester Deutscher auf Rang 8

Bei den Herren zeigte vor allem Marius Schmelzer (WSV Oberaudorf), dass er großes Potential hat. Als bester Deutscher landete er mit 1,58 Sekunden Rückstand auf den Sieger Patrick Pigneter aus Italien auf dem 8. Platz. Da ist der 22-Jährige im Großen und Ganzen zufrieden: „Es ist die erste Platzierung meiner Karriere unter den ersten zehn. Trotzdem hatte ich bei zwei soliden Rennläufen kleinere Fehler gemacht.“ Auch der sportliche Leiter ist überzeugt, dass noch mehr drin gewesen wäre. 

Viel traut Gerhard Pilz außerdem Junior Oliver Schiller (WSV Unterammergau) zu. Der 18-Jährige brachte zwei konstante Läufe ins Ziel und ist deshalb mit seinem 16. Platz sehr zufrieden. Mit Platz 19. und 20. blieben Josef Limmer und Christian Wichan (WSV Unterammergau) hinter ihren Erwartungen zurück. Beide waren allerdings durch Verletzungen gehemmt. Limmer schnitt sich beim Kufenschleifen am Samstagabend in beide Daumen, Wichan stürzte beim 1. Training.

Nächster Weltcup in Moos

Der nächste Bewerb des GRM Group Weltcups 2017/2018 findet vom 12. bis zum 14. Januar 2018 statt – allerdings aufgrund von Schneemangel nicht, wie ursprünglich geplant, in Moskau (RUS), sondern in Moos in Passeier (ITA). Wer dort aus deutscher Sicht an den Start geht entscheiden die Verantwortlichen am Dienstag. Marius Schmelzer wird dem Team definitiv fehlen, er hat wichtige Prüfungen. Die Junioren tragen ihren Weltcup am 13./14. Januar 2018 in St. Sebastian (AUT) aus.

Pressemeldung Bob- und Schlittenverband Deutschland

Quelle: rosenheim24.de

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