Schlüsselspiel für Traunsteins Handballer

+
Trainer Thomas Springer

Traunstein - Es ist das letzte Spiel vor der Weihnachtspause, wenn Traunsteins BOL-Handballer am Samstag um 19 Uhr den Aufsteiger TSV Vaterstetten in der Halle an der Wasserburgerstraße erwarten.

Die Ausgangssituation für die Begegnung ist die gleiche wie in der vorletzten Saison, als die sympathische und homogene Mannschaft aus dem Ebersberger Landkreis zum letzten Mal in der Großen Kreisstadt zu Gast war. Der TSV saß auf dem letzten Tabellenplatz fest, während die „Zebras“ im Mittelfeld dicht vor den Abstiegsplätzen rangierten. In einem spannenden und kampfbetonten „Schlüsselspiel“ gingen die „Eisenbahner“ damals verdient mit 32:29 als Sieger vom Feld, wobei sich die Vaterstettener Gäste durchaus ebenbürtig zeigten.

Aufgrund der Tabellensituation scheinen die Vorzeichen am 10. Spieltag wieder klar verteilt zu sein, dennoch deuten die letzten Ergebnisse beider Teams auf einen ganz engen Spielerverlauf hin. So gesehen gibt es keinen Favoriten, obwohl die Rot-Schwarzen von Trainer Thomas Springer bisher nur eine Partie gegen den Meisterschaftsfavoriten Ismaning zu Hause verloren geben mussten. Die Gäste sind nämlich in dieser Saison schwer einzuschätzen.

Trotz akuten Verletzungs- und Hallenproblemen ließ der Tabellenletzte in den letzten drei Wochen sein eigentliches Potenzial aufblitzen, als er gegen den Tabellennachbarn Blumenau gewann und eine Woche später beim TSV Ismaning nur wegen eines kurzen Einbruchs knapp verlor.

Unterschätzt dürfen die Vaterstettener auf keinen Fall werden, denn der Vaterstettener Trainer ließ die „Zebras“ bereits im Vorfeld einige Male beobachten, sodass man davon ausgehen darf, dass die junge Vaterstettener Mannschaft, die einen technisch sehr schnellen und versierten Handball spielt, bestens auf den ESV vorbereitet sein wird. „Für die Mannschaft ist ein Sieg am Samstag Pflicht“, gibt Abteilungsleiter Armin Brunner die Marschrichtung vor.

Besonders über einen wieder einmal verkorksten Beginn in der zweiten Spielhälfte, der spielentscheidend war, hatten viele Traunsteiner Anhänger am vergangenen Samstag in Prien wieder zu leiden, als die ESV-Akteure wieder leichtsinnige Fehler praktizierten, die vom Gegner schnell bestraft wurden und zur vierten Niederlage in Folge führten.

Zu hoffen ist nun, dass Springer und sein Co-Trainer Schloerscheidt-Helten die richtigen Mittel finden, um dieses akute Problem in den Griff zu bekommen. Aktuell stehen die Traunsteiner auf dem 7. Tabellenplatz und haben nur noch vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den derzeit der FC Bayern München belegt, wobei die Münchener ein Spiel weniger absolviert haben als die Kreisstädter.

Damen gefordert gegen Brannenburg II

Das Spiel vor der 1. Herrenmannschaft bestreitet um 17 Uhr Traunsteins Damenmannschaft gegen die zweite Mannschaft des Bezirksoberligisten TSV Brannenburg.

Aufgrund zweier Spielausfälle gegen Trostberg und Übersee (beide Begegnungen werden im nächsten Jahr nachgeholt) sind die Kreisstädterinnen nun ein wenig aus dem Rhythmus geraden. Im Traunsteiner Lager hofft man aber, dass diese Situation nicht zum Nachteil gegen die unbekannte Mannschaft aus dem Inntal wird. Der Liganeuling aus dem Landkreis Rosenheim besteht aus einer Mischung von Routiniers und einigen Jugendspielerinnen aus der letzt- jährigen Bayernliga A-Jugend.

Auswärts sind die Gäste noch ohne Sieg und das soll es, wenn es nach Traunsteins Coach Thomas Taube geht, auch am Samstag so bleiben. Sollte ein Sieg gegen den TSV gelingen, könnten sich die Kreisstädterinnen auf den 6. Tabellenplatz vorarbeiten. Dazu muss aber die Chancenverwertung im Gegensatz zu den letzten Spielen deutlich gesteigert werden. ala Eine interessante Begegnung wartet auf die zweite Herrenmannschaft von Spielertrainer Arnold Marx, die in der Bezirksklasse den Meisterschaftsfavoriten Bruckmühl empfängt. Die Mangfalltaler sind in der letzten Saison am Aufstieg gescheiter und starten mit einer sehr jungen Mannschaft einen neuen Anlauf.

Aufgrund der bisherigen Ergebnisse ist der SVB schwer einzuschätzen, da man bisher nur drei Partien absolvieren konnte. Nachdem überraschenden Auswärtssieg am letzten Wochenende bei der heimstarken SG Raubling/Rosenheim II geht der ESV II trotz der Außenseiterrolle gestärkt in die Begegnung gegen den ehemaligen Bezirksligisten. Schafft es die junge Marx-Truppe sich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen, ist ein doppelter Punktgewinn durchaus möglich.

Pressemitteilung ESV Traunstein

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT