Am am Königssee auf Medaillenjagd

Tina Herrmann und Anna Fernstädt zum Heimweltcup

Schönau am Königssee - Am Wochenende ist es wieder soweit. Todesmutig stürzen sich zwei junge Damen aus dem Berchtesgadener Land Kopf voran den Eiskanal hinunter.

Ganz klar, es ist wieder Skeleton-Weltcup am Königssee. Mit dabei Tina Herrmann vom WSV Königssee und Anna Fernstädt vom RC Berchtesgaden. Zuletzt wurden die beiden Sportlerinnen Zweite und Fünfte beim 7. BMW IBSF Weltcup in St. Moritz. Bei der 6. Auflage in Altenberg war das Podium sogar fest in deutscher Hand. Da mussten sich Tina und Anna nur Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) geschlagen geben - ein schwarz-rot-goldener Traumtag. Wird es so einen auch in der Deutsche Post Eisarena Königssee geben?

Tina Herrmann: Ich freu mich auf alle Fälle riesig auf den Heimweltcup. Die Bahn steht echt gut, es macht einfach Spaß hier zu fahren und wir waren das letzte Mal im Oktober hier. 

Anna Fernstädt: Zuhause zu fahren, ist einfach wieder schön. Es wird, hoffe ich mal, eine gute Woche, aber wir sind da alle ganz zuversichtlich. 

Was ist für euch das Besondere am Heimrennen? 

Anna: Es können mehr Freunde, mehr Familie dabei sein. Die Stimmung ist auch immer sehr gut und es macht schon Spaß hier. 

Tina: Du hast hier die meisten Fahrten weg, bist hier im Wohnzimmer, also quasi zuhause. Und mit mehr Freunden und Familie macht es umso mehr Spaß. 

Ist diese Saison heuer nochmal anders/spezieller, weil der Saisonhöhepunkt die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang sind? 

Tina: Ich denke, es war von Anfang an mehr Druck. Du wolltest die Norm so früh wie möglich erreichen und wolltest es mit den entsprechenden Ergebnissen hinter dich bringen, um lockerer auffahren zu können. Jetzt muss man schauen, dass man mit weniger Druck rangeht und die Mitte findet, zwischen schon konzentriert bleiben, aber auch die nötige Lockerheit haben. 

Anna: Für mich hat die Saison sehr kritisch angefangen, ich habe es ja erstmal nicht in den Weltcup geschafft. Ich bin dann nach Vancouver geflogen, um in Whistler beim Weltcup zu starten. Es war bei mir dann auch alles ein bisschen knapp, was die Norm angeht. Ich habe es ja letzte Woche erst geschafft. Dass der Druck jetzt erstmal weg ist, das nimmt schon sehr viel Druck von uns allen und ich glaube, wir können uns einfach nur aufs Rennen freuen. 

Was ist das Ziel für Olympia?

Anna: Hinkommen – Ziel erreicht (lacht). Ich war ja im Oktober nicht in Pyeongchang im Gegensatz zu allen anderen. Ich denke einfach, so konstant wie möglich fahren und dann wird schon was relativ Gutes rauskommen. Ich setze mir da jetzt kein Ziel. Vier gute Fahrten und dann sehen was rauskommt. Dass ich unbedingt eine Medaille haben muss, das Ziel will ich mir selber nicht setzen. Ich bin froh, dass ich mitfahren kann und was jetzt noch kommt ist alles ein Extra. 

Tina: Ich möchte schon gerne um die Medaillen mitfahren. Ich denke, das zeigen auch die Ergebnisse in letzter Zeit. Ich möchte mir nicht selber Druck aufbauen und über eine bestimmte Farbe reden. Ich möchte einfach vier konstante Läufe zeigen, vier gute Starts und dann ist man schon von alleine vorne dabei. Olympisches Gold ist der Traum für jeden Sportler. „Auf jeden Fall!“ (beide lachen) 

Wäre es auf der Heimbahn noch besonderer, denn die Olympischen Winterspiele 2018 hätten auch hier am Königssee stattfinden können? 

Tina: Ich denke, das ist dann noch einmal was ganz Besonderes. Natürlich gehst du dann mit noch anderem Druck um. Ich glaube, da wollen dann noch viel mehr was von dir. Dann warst du hier vielleicht schon mal Weltcup-Siegerin und hast bei der WM gut abgeschnitten, dann ist der Druck auf jeden Fall größer. Es ist sicher was ganz Besonderes, wenn du Olympia zuhause fahren darfst und dann auch noch die Goldmedaille - ich weiß nicht, was dann los ist. 

Anna: Zuhause wäre auf jeden Fall schön. In Pyeongchang waren wir alle nicht so oft, da kennen wir die Bahn nicht so gut wie hier. Wäre natürlich schön gewesen. 

Schön wird es hoffentlich für die beiden Damen am Freitag ab 9 Uhr, wenn für sie der 8. BMW IBSF Skeleton-Weltcup startet. Wir drücken die Daumen und danken für das Gespräch.

Pressemitteilung Viessmann Rennrodel Weltcup

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Dietmar Reker

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