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Volleyball-David gegen Goliath

Tabellenführer Freiburg kommt mit Respekt nach Mühldorf – das sind die Gründe

Tom Brandstetter (im Angriff) wird diesmal hauptsächlich in der Annahme tätig sein. Wegen Rückenproblemen wird er sich im Angriff schonen und stattdessen das Libero-Trikot anziehen.
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Tom Brandstetter (im Angriff) wird diesmal hauptsächlich in der Annahme tätig sein. Wegen Rückenproblemen wird er sich im Angriff schonen und stattdessen das Libero-Trikot anziehen.

Erster gegen Letzter. Die Vorzeichen könnten eindeutiger nicht sein, wenn die Bundesliga-Volleyballer der FT 1844 Freiburg am Sonntag beim TSV Mühldorf (16 Uhr/Nutz-Arena an der Mittelschule) gastieren. Doch das bislang ungeschlagene Team um Kapitän Luc Hartmann ist gewarnt.

Mühldorf –Wie heißt es immer in schönster Sportler-Floskel: Die angeschossenen Tiere sind am gefährlichsten. Tatsächlich können die Mühldorfer Zweitliga-Volleyballer am Sonntag, 16 Uhr, befreit aufspielen in der Nutz-Arena. Denn zu verlieren haben die Mannen um Chef-Coach Michi Mayer, die aktuell am Tabellenende zu finden sind, nichts.

Freiburg kommt mit Profi-Kader

„Freiburg will aufsteigen, hat eine Profistruktur im Verein und kommt mit einem Profikader. Ich glaube nicht, dass sie sich bei uns die Blöße geben werden“, schätzt Mühldorfs Trainer die Sonntagnachmittags-Partie relativ realisitisch ein. Doch das „Aber“ lässt nicht lange auf sich warten: „Wir sind der Außenseiter, mehr als verlieren können wir nicht. Umso befreiter können wir aufspielen, komplett ohne Druck!“

Vielleicht könnte das ja der Schlüssel zum Erfolg sein gegen ein Team, das sich bislang in der Saison schadlos gehalten hat. Acht Spiele, acht Siege, bislang nur vier Sätze abgegeben.

Ein ungewöhnlicher Name

Die Bilanz spricht für die „Affenbande“, die sich diesen ungewöhnlichen Namen selbst gegeben hat, weil deren Sporthalle so viele Grünpflanzen berherbergt. Doch Trainer Luc Hartmann tritt auf die Euphorie-Bremse, warnt gleich vor zwei Waffen, die er bei den Mühldorfern zu erkennen glaubt.

Waffe Nummer Eins: Der Aufschlag. Spielen die Bayern mit entsprechend großem Selbstvertrauen, hauen sie drauf, was das Zeug hält.

„Der starke Service ist ein Artefakt aus der Zeit, in der Sepp Wolf noch in Mühldorf coachte. Der machte damals aus der Not einer kleinen Mannschaft eine Tugend und ließ seine Jungs von der Aufschlagslinie ballern“, lässt der Tabellenführer im Vorgriff auf die Sonntagspartie wissen.

Allerdings ist den Freiburgern natürlich nicht entgangen, dass die Aufstiegseuphorie der Mühldorfer inzwischen etwas abgeebbt ist, das Service bei Weitem nicht mehr so konstant ist wie in Saison Nummer eins in Deutschlands zweithöchster Spielklasse.

Dann ist Trouble vorprogrammiert

Respekt haben die Freiburger dennoch: „Wenn sich Alex Brandstetter oder Fabian Bartsch das blau-gelbe Spielgerät anwerfen, ist Trouble vorprogrammiert. Die Sätze, die Mühldorf diese Saison gewonnen hat, haben das einmal mehr unterstrichen. Helme an, die Mühldorfer sind los“, heißt es bei den Freiburger in der Ankündigung zum Spiel in Mühldorf.

Als Waffe Nummer zwei erwähnen die Breisgauer die „Bajuwarische Lässigkeit“. Angeführt von den Erfolgen der vergangenen Jahre hätten sich die Mühldorfer zu einem Hort des Selbstvertrauens entwickelt. „Gut ausgebildet von Trainern wie Joachim Tille, dem Vater der Tille-Brüder, schmettern junge Talente wie Fritz Vaehning oder Kilian Nennhuber bereits in jungen Jahren mit derSelbstverständlichkeit alter Hasen. Durch die Stadt am Inn weht ein Hauch von Mia-san-Mia-Mentalität“, heißt es bei Freiburg.

Kader ist etwas geschwächt

Die Mia-san-Mia-Mentalität werden die Mühldorfer am Sonntag brauchen. Denn der Kader ist etwas geschwächt, nachdem Fritz Vähning zuletzt eine Rippenfellentzündung und Schnupfen etwas geschwächt hatten. Kapitän Tom Brandstetter hat Rückenschmerzen, wird also nicht angreifen, sondern als Libero ebenso wertvolle Dienste leisten in einem Team, das auch nach acht Spieltagen keinen festen Libero aufzubieten hat, weil niemand diese Position spielen möchte.

Auf der anderen Seite hat damit Michi Mayer nicht die Qual der Wahl, wen er angreifen lassen soll, Fritz Vähning und Kilian Nennhuber wären damit gesetzt. Fabian Bartsch ist der Dritte im Bunde. Wer von den Dreien allerdings Diagonalangreifer sein wird, das lässt Mayer noch offen.

Topscorer am Netz fehlt

Mit Tom Brandstetter fehlt nun allerdings der Topscorer am Netz. Zuletzt gegen Dachau hatte der Capitano nämlich 13 Punkte bei 34 Angriffen gemacht. Mayer ist sich jedoch sicher, dass Nennhuber topmotiviert ins Spiel geht. Er erreichte in Dachau immerhin acht direkte Punkte, ebenso viele wie Fabian Bartsch. „Die Statistik spricht für Kilian Nennhuber“, hat Mayer größtes Vertrauen in den Jungspunt, der gegen Dachau sogar zum wertvollsten Spieler auf Mühldorfer Seite gekürt worden ist.

Roulettetisch im Foyer

Das Spiel beginnt um 16 Uhr. Bereits ab 14.30 Uhr lädt der TSV die Besucher ein, selbst zu spielen. Denn präsentiert wird euch dieser Spieltag von der Spielbank Bad Füssing, die vor dem Volleyballspiel und in der Pause einen Roulettetisch im Foyer aufstellen wird, an dem man kostenlos sein Glück versuchen darf. Dabei winken kleine Preise.

enk

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