Saisonausblick

Zu viele Ausfälle für den Sportbund

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Traunstein - Nach einer langen und nervenaufreibenden Spielzeit in der Landesliga Süd, wird der Blick bei der ersten Herrenmannschaft wieder nach vorn gerichtet:

Knapp zwei Monate nach einer überaus harten, langen und vor allem nervenaufreibenden Spielzeit in der Landesliga Süd, richtet man bei der ersten Herrenmannschaft des Sportbund Chiemgau Traunstein wieder den Blick voraus. Mit lediglich drei Punkten aus 26-Saisonspielen musste man in der vergangenen Landesligapremierensaison neidlos anerkennen, dass die Liga für den zwischenzeitlich nur noch zur Verfügung stehenden Kader einfach zu stark war.

Sicherlich hätte der Sportbund ein Wort um den Klassenerhalt mitreden können, wenn der Kader aus der Meistersaison 2013/2014 während der Landesligaspielzeit vorallem in der Breite weitgehend zusammengeblieben wäre.

Nachdem Bojan Stojakovic (zum SV Wacker Burghausen / Bezirksoberliga Altbayern) und Neuzugang Darko Milinovic (zurück zum ESV Freilassing als Co-Trainer) bereits nach der ersten Bayernpokalrunde dem SBC den Rücken gekehrt hatten, folgten im Laufe der Saison mit Jürgen Markon (persöhnliche Gründe), Tamás Weywara (berufsbedingt) und mit Patrick Fuchs (zum TSV Haunstetten) drei weitere Abgänge, die für den Traunsteiner Kader eine erhebliche Schwächung bedeuteten.

Zusätzlich kamen dann noch die langwierigen verletzungsbedingten Ausfälle von Mannschaftskapitän Simon Krumscheid, Bastian Hollmann und von Manuel Schnur (kam im Winter vom Eichenauer SV).

All diese Ausfälle konnte der Sportbund in dieser starken Landesliga gegen so renommierte und finanzstarke Vereine wie dem Bayernligaabsteiger TSV Ottobeuren oder dem TV Immenstadt nicht mehr kompensieren. Somit wurde schlussendlich die Chance auf den Klassenerhalt zu einer Sache der Unmöglichkeit.

Ein weiterer Grund für den Abstieg war auch die Unerfahrenheit für einige Spieler, die auf diesem Niveau in ihrer bisherigen Sportlerlaufbahn noch nicht gespielt hatten. Allerdings haben sich Spieler wie der nun 18-jähgrige Maximilian Toch sowie sein älterer Bruder Stefan, die bislang nur maximal in der Bezirksliga beim ESV Freilassing gespielt hatten, extrem weiterentwickelt. Auch die Traunsteiner Eigengewächse wie Moritz Angerer, Markus Peter oder auch Victor Daniel, Xaver Haider und Andreas Brunner machten in dieser Saison bei ihren Einsätzen in Deutschlands fünfter Liga einen gewaltigen Leistungssprung nach vorne, was für die kommende Saison in der Bezirksoberliga Oberbayern natürlich hoffen lässt.

Zum Kader gibt es allerdings von Vereinsseite noch keine Stellungnahme. Spätestens in den nächsten zwei bis drei Wochen wird über dieses Thema wohl erst Klarheit herschen.

Fest steht allerdings schon die Zusammensetzung der Liga sowie der Spielplan in der höchsten oberbayerischen Spielklasse. Dabei wird es für die Chiemgauer zu vier äußerst interessanten Derbys mit dem starken Vorjahresaufsteiger TuS Prien (Platz 5 in der abgelaufenen Saison) sowie mit dem ambitionierten Bezirksligameister und aktuellen Aufsteiger SV Bruckmühl, der zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in der Bezirksoberliga spielt, kommen.

Auch nicht außer Acht zu lassen ist die Konkurrenz aus dem Landkreis München. Mit dem FC Bayern München hat der Sportbund dabei wieder einen äußerst attraktiven Konkurrenten, wobei auch der Traditionsverein TSV Trudering, der aus der Landesliga Nord absteigen musste, nicht zu unterschätzen sein wird.

Mit dem Aufsteiger TSV Forstenried bekommt der SBC einen mit Sicherheit unangenehmen Gegner vorgesetzt, der in der vergangenen Saison nun endlich von seiner hervorragenden Jugendarbeit profitieren konnte.

Weitere Gegner der Kreisstädter sind darüber hinaus die ebenfalls stark eingeschätzten Teams des TSV Vaterstetten, des SV München Laim und des SV-DJK Taufkirchen sowie der Aufsteiger HSG München West und die zweiten Herrenmannschaften der Bayernligisten TSV Unterhaching und SV Anzing.

Die Mannschaft um Neu-Trainer Markus Münch befindet sich bereits seit drei Wochen in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit, in der zuletzt deutlich an der Ausdauer der Spieler gearbeitet wurde.

Pressemeldung ALA

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Seidl

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