U16-Volleyballer des TSV Mühldorf

Noch 24 Tage bis zur Deutschen Meisterschaft

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Auf dem Sprung zur Heim-DM: In 24 Tagen spielt die U16 des TSV Mühldorf vor heimischer Kulisse um die Deutsche Meisterschaft.
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Mühldorf - Werden sie die Nummer eins in Deutschland? Ende Mai bestreitet die U16 des TSV Mühldorf vor heimischer Kulisse die Volleyballmeisterschaft. **Mit Fotos**

"Wir müssen und dürfen jetzt so richtig arbeiten" - so formuliert Trainer Stefan Bartsch die Anforderungen an ihn und seine Jungs von der U16 des TSV Mühldorf. Drei Mal pro Woche Training, und das seit Dezember letzten Jahres, steht für die zehn Nachwuchsvolleyballer auf dem Programm. Jetzt nach den regionalen Meisterschaften ist die Hallensaison eigentlich vorbei, es wäre Raum für etwas mehr Freizeit oder vielleicht die ersten Beachvolleyball-Einheiten des Jahres. Doch die U16 des TSV hat ein großes Ziel vor Augen: die Deutsche Meisterschaft, in diesem Jahr ausgetragen vor heimischer Kulisse.

"Es ist etwas Besonderes, zu Hause zu spielen"

So läuft die DM:

16 Nachwuchsmannschaften aus ganz Deutschland messen sich am Samstag, 24. Mai, ab 10 Uhr in einer Gruppenphase mit anschließendem Kreuzmodus. Gespielt wird in der Mittelschule und der Berufsschule I in Mühldorf, zumindest am Samstag spielt das Team des TSV als Heimmannschaft in der Mittelschule. Am Sonntag startet um 9 Uhr die Plazierungsrunde. Das Finale geht gegen 14 Uhr los.

Der 15-jährige Lukas John, Kapitän der Mannschaft, blickt erwartungsvoll zur Deutschen Meisterschaft: "Das ist schon eine Aufgabe, ich freue mich aber auch darüber. Es ist etwas Besonderes, zu Hause zu spielen." Seine Freunde hat Lukas selbstverständlich schon zusammengetrommelt, damit sie ihn und seine Mannschaftskameraden bei der Meisterschaft Ende Mai anfeuern. "Das kann einen pushen", ist der 15-Jährige überzeugt. Ein Turnier zu bestreiten gegen die besten Teams des Landes, und das auch noch vor den Augen von Familie und Freunden - darauf freut sich auch Lukas' Teamkollege David Wingert. Ein bisschen nervös sei er allerdings schon, erzählt der 14-Jährige, "die Fans erwarten halt ein bisschen was".

"Man trainiert schon ein bisschen intensiver"

Lukas John, Kapitän der U16-Volleyballer des TSV Mühldorf

Trainer Stefan Bartsch, der vor seiner fünften Deutschen Meisterschaft steht, weiß, was auf seine Spieler zukommt: "Eine Deutsche Meisterschaft vor heimischem Publikum habe ich schon einmal miterleben dürfen 2010. Das ist schon etwas Besonderes." Andererseits sei eine Deutsche Meisterschaft ganz allgemein etwas Besonderes. "Die Spieler haben teilweise das Glück, dass sie auf ihrer zweiten Deutschen Meisterschaft sind. Es gibt viele gute Volleyballer, die nie eine Deutsche Meisterschaft erleben, weil sie in der falschen Mannschaft sind."

Das Rahmenprogramm:

Freilich wird die Veranstaltung feierlich umrahmt. Bei der Eröffnungszeremonie am Samstag, 24. Mai, um 9.15 Uhr spielt das Symphonieorchester Mühldorf, außerdem werden die Würdenträger Ansprachen halten. Nach Angaben des TSV haben bereits Landrat Georg Huber, Bürgermeisterin Marianne Zollner sowie der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer ihr Kommen zugesagt.

Schon alleine die Vorbereitungen auf die nationalen Titelkämpfe machen Bartsch Freude. "Man kann sehr gut mit den Jungs arbeiten. Denen ist auch bewusst, das etwas Besonderes kommt." Zur Unterstützung - und als Vorbild für die Nachwuchsspieler - hat sich Bartsch Severin Bienek, einen Spieler der ersten Herrenmannschaft des TSV, als Co-Trainer ist Boot geholt. "Man trainiert schon ein bisschen intensiver", erzählt Bartsch. Die Umfänge hält der 49-Jährige, der voll berufstätig ist und somit auch selbst viel Zeit investiert, aber für vertretbar. "Wo ein Spieler früher Sport gemacht und vielleicht Gitarre gespielt hat, macht er jetzt nur noch Volleyball." Seine Spieler seien außerdem in einem Jahrgang, wo sich das Trainingspensum sowieso erhöhen würde.

Die Spieler wollen unter die besten Acht kommen

David Wingert, Volleyballspieler der U16 des TSV Mühldorf

Welchen Lohn es für die Mühen am Ende geben wird, vermag Bartsch nicht zu sagen. Auch die Gegner aus ganz Deutschland kann der 49-Jährige nicht einschätzen. "Wir waren bei einem Turnier in Dresden und haben dort ein paar unserer Gegner gesehen. Natürlich kennen wir auch unseren Mitbewerber aus Bayern, den ASV Dachau, ganz gut", erzählt Bartsch. Alle anderen Teams - das Teilnehmerfeld steht noch nicht einmal zu hundert Prozent fest - kennt der TSV allerdings nicht oder zumindest nicht besonders gut. Der 49-Jährige möchte sich auch deshalb noch nicht auf ein konkretes Ziel für die Meisterschaft festlegen. Bartsch räumt lediglich ein, dass ein Platz "in der vorderen Hälfte" des 16 Teams starken Teilnehmerfeldes schön wäre.

Ein Platz unter den Top 8, das ist auch das erklärte Ziel von David Wingert und Lukas John. Beide waren schon bei der Deutschen Meisterschaft im letzten Jahr dabei, damals errangen die Jungs einen 13. Platz. Lukas ist überzeugt, dass es dieses Mal besser laufen wird. "Wir haben uns alle verbessert im Vergleich zum letzten Jahr", erzählt Lukas. Technisch sei das Team besser geworden - und gewachsen sei man seit dem letzten Jahr schließlich auch.

Die U16 im Training für die Deutsche Meisterschaft

Die Vorbereitungen der U16-Volleyballer

Quelle: rosenheim24.de

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