Auf dem Ruder-Ergometer zum Weltrekord

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Waging/Dresden - Bei den 9. Deutschen Ruder-Ergometer-Meisterschaften sicherte sich Anke Molkenthin nicht nur den Meistertitel. Sie ist jetzt auch stolze Weltrekordhalterin.

Am 13.07.2013 fanden in Nünchritz an der Elbe in der Nähe von Dresden die 9. Deutschen Ruder-Ergometer-Marathon-Meisterschaften statt. Nun sind Ruderer in dieser Jahreszeit allgemein eher auf dem Wasser unterwegs, trotzdem reiste Anke Molkenthin vom Waginger Ruderverein in Absprache mit dem Cheftrainer der Deutschen Para-Rowing Nationalmannschaft nach Sachsen, um die 42,195 km lange Strecke auf dem Ruder-Ergometer in Angriff zu nehmen.

Organisator Hans-Jörg Schneese vom Studio „Moveo – Fitness an der Elbe“ hatte die Veranstaltung perfekt organisiert und bei stabiler Wetterlage machten sich zunächst die Einzelstarter, später die Staffeln auf der Elbterrasse an die Marathon-Distanz und den Kampf um den Titel der Deutschen Meister in den jeweiligen Altersklassen. Anke Molkenthin hatte die Vorjahres-Gesamtsiegerin in ihrer Klasse, traute sich aber zu das Vorjahresergebnis zu unterbieten sofern die international für das Para-Rowing klassifizierten Behinderungen ihr keine Strich durch die Rechnung machten.

Pünktlich um 10:00 Uhr ging es los. Bei angenehmer Temperatur, leichtem Wind, Musik über die Lautsprecheranlage und mit Blick auf die nach der Hochwasserkatastrophe nun wieder friedlich in ihrem Bett dahinfließende Elbe galt es so schnell wie möglich sein persönliches Tempo und seinen Rhythmus zu finden. Anke kam gut ins Rennen, ruderte ein konstantes Tempo mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 4:16:4 Minuten je Kilometer und verlor bei der Aufnahme von Getränken kaum Zeit. Schnell war klar, dass in diesem Rennen keine andere angetretene Frau das Tempo mitgehen konnte.

Aber ein Marathon ist nun mal eine Sache von mehreren Stunden und es kann viel passieren bevor der letzte Meter zum Finish zurück gelegt ist. Bei den Männern hatte sich Thomas Barembruch aus Alfeld vom ersten Meter an in Führung gesetzt und gab diese auch bis zum Ende nicht mehr ab. Er verteidigte seinen Vorjahrestitel mit der hervorragenden Zeit von 2:36.17,6 vor den Nünchritzern Dirk Steyer und Organisator Hans-Jörg Schneese. Alle drei belegten auch die 1-3 in der Klasse der 40-59jährigen schweren Männer.

Für Anke gab es dann am Ende nicht nur den Gesamtsieg bei den Frauen und somit auch den Titel der Deutschen Meisterin in der Klasse 40-59 Leichtgewicht, sondern wie inzwischen offiziell bestätigt auch einen neunen Weltrekord in der Klasse W 50 Leichtgewicht.

Der alte 2007 von einer Neuseeländerin aufgestellte Rekord wurde mit der Endzeit von 3:00.22,3 um 1 Minute und 54 Sekunden unterboten.

Platz Zwei ging an Nora Förster aus Neuenhagen bei Berlin vor Birgit Jagnow ebenfalls aus Neuenhagen. Der älteste Teilnehmer der Veranstaltung, der vierundsiebzigjährige Rainer Appel aus Regen, benötigte 3:44.47,0 Stunden für die Marathondistanz.

Nach dem Weltrekord über 1 km in der Klasse W LTA-pd im letzten Jahr und dem Gesamtweltrekord aller weiblichen Klassen mit 266,061 km in 24 Stunden insgesamt im März ist dies nun bereits der dritte Ruder-Ergometer-Weltrekord den Anke Molkenthin für sich und somit auch für den Waginger Ruderverein verbuchen kann.

Pressemeldung Waginger Ruderverein

Quelle: rosenheim24.de

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