Ein wahres Offensivfeuerwerk

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Wieder einmal Wasserburgs Top-Scorerin: Ashley Hayes (links) erzielte 20 Punkte.

Wolfenbüttel - Der TSV Wasserburg hat die Finalrunde um den deutschen Pokal erreicht! Nach einem auch spielerisch überzeugenden 96:77 (52:48)-Erfolg bei den Wolfenbüttel Wildcats darf man weiter vom vierten Pokaltriumph träumen.

Das Final Four, bei dem Halbfinal- und Finalspiele an einem Ort ausgetragen werden, wird am 27./28. März ausgetragen. Der Austragungsort steht noch nicht fest, das Halbfinale, in dem neben Wasserburg auch Freiburg, Donau-Ries und Titelverteidiger Saarlouis stehen, wird noch ausgelost.

Trainer Hans Brei erlebte am Sonntag in der engen Lindenhalle einen relativ ruhigen Nachmittag. Der eigentlich impulsive und emotionale Coach erhob sich nur sehr selten von seinem Stuhl. „Es gab kaum Grund dazu, wir haben ein Topspiel auf hohem Niveau fast immer im Griff gehabt. Ich bin sehr zufrieden!“

Wasserburg dominiert von Beginn an. Nach einem 8:2-Blitzstart (2. Minute) nahm Wolfenbüttels Trainerin Natalie Nakase bereits die erste Auszeit – und stellte auf die beim Auswärtssieg in Wasserburg bewährte Zonenverteidigung um. Doch die Gäste wussten diesmal wesentlich besser mit dieser Verteidigung umzugehen. Immer wieder wurde mit schnellem Passspiel eine freie Spielerin gefunden und im Abschluss war der dreifache Pokalsieger in der ersten Halbzeit traumhaft sicher. Ashley Hayes machte elf Punkte im ersten Abschnitt, Doro Richter und Svenja Brunckhorst netzten Dreier ein, am Korb dominierte Tamara Tatham. Doch so richtig absetzen konnten sich die Gäste nicht, denn auch Wolfenbüttel hatte ordentlich Zielwasser getankt. Dreier von Shaina Zaidi (20 Punkte), Jessica Höötmann und Alexandra Müller und eine stetig punktende Sabrina Scott (25 Punkte) am Korb waren die Hauptgründe, dass Wasserburg nur mit 31:23 nach dem ersten Viertel führte.

Nach fünf Punkten von Stephanie Marciano und einem weiteren Dreier von Müller war die Führung auf 33:31 geschrumpft. Näher sollten die Gastgeberinnen aber nicht mehr kommen, denn Wasserburg hatte an diesem Nachmittag immer die bessere Antwort. Diana Pop und Brunckhorst netzten von draußen ein, Tatham, Katharina Kühn und Jana Furková sicherten die Reboundüberlegenheit (35:24), Brunckhorst schloss einen Fast-Break zum 42:35 ab. Doch Wolfenbüttel ließ sich einfach nicht abschütteln, Nachlässigkeiten der Gäste ließen eine 10-Punkte-Führung bis zur Pause wieder schmelzen. Beeindruckend die Offensivleistungen beider Teams bis dahin: obwohl hüben wie drüben gut verteidigt wurde, traf Wolfenbüttel 59 Prozent seiner Würfe, Wasserburg stand dem mit 56 Prozent keineswegs nach. „Wir konnten uns nie sicher sein, die Partie im Griff zu haben, denn Wolfenbüttel hat bis zur letzten Minute an seine Chance geglaubt und verbissen gekämpft. Mein Team ist heute sehr geschlossen aufgetreten und von der Bank kamen die nötigen Impulse“, lobte Hans Brei.

Nach dem Wechsel verschärften die Gäste nochmals die Intensität in der Verteidigung. Knapp vier Minuten lang blieb Wolfenbüttel ohne Zähler (59:48) und nach zwei schnellen Dreiern von Hayes und Furková führte Wasserburg plötzlich deutlich (67:52). Auf Wolfenbütteler Seite rückte nun mehr und mehr Sabrina Scott in den Fokus. Die Centerin war die einzige, die dagegen hielt, konstant punktete und vor dem Schlussviertel auf 70:59 verkürzte.

Hier behaupteten die Gäste immer mindestens eine neun-Punkte-Führung und ließen Wolfenbüttel keine Chance mehr. Auch der letzte Dreier von Zaidi (84:75/38.) brachte Wasserburg nicht mehr aus dem Konzept, Rebecca Thoresen und Katharina Kühn erhöhten schnell auf 88:75 und brachten den Sieg endgültig unter Dach und Fach.

Am Ende wies die Statistik für Wasserburg eine starke Wurfquote von 49 Prozent aus, darunter 12 Dreier bei 26 Versuchen (46 Prozent). Wolfenbüttel ließ in der zweiten Hälfte etwas nach, kam aber immer noch auf 40 Prozent bei den Dreiern (8/20) und 46 Prozent insgesamt aus dem Feld. Werte, die in den meisten Spielen für einen Sieg reichen.

Es spielten: Ashley Hayes (20 Punkte), Tamara Tatham (18), Svenja Brunckhorst (16), Jana Furkova (13), Rebecca Thoresen (12), Dorothea Richter (10), Katharina Kühn (4), Diana Pop (3), Nadja Prötzig, Verena Stürmlinger und Mirjiam Unger.

Florian Danner (TSV Wasserburg)

Quelle: rosenheim24.de

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