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Sieben gute Minuten reichen nicht

Erst Jubel und dann die Enttäuschung: Waldkraiburger Aufholjagd – am Ende traf ein Ex-Löwe

Ex-Löwe Christof Hradek sorgte in der Verlängerung für die Entscheidung.
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Ex-Löwe Christof Hradek sorgte in der Verlängerung für die Entscheidung.

Scheinbar aussichtslos lagen die Waldkraiburger Eishockeyspieler beim Autobahn-Derby in Dorfen zurück. Dann folgten sieben starke Minuten der Löwen. Trotzdem reichte es nicht zu Sieg.

Dorfen – Ein Derby ohne Derbycharakter sahen 410 Zuschauer im Dorfner Dr.-Rudolf-Stadion. Traditionell sind die Bayernliga-Begegnungen vom EHC Waldkraiburg gegen den ESC Dorfen immer geprägt von einer besonderen Stimmung, doch während , der Fanblock der rund 200 mitgereisten Waldkraiburger Fans seiner Aufgabe bravourös nachkam und versuchte seine Mannschaft nach vorne zu peitschen, konnte sich diese Stimmung weder auf das eine noch auf das andere Team übertragen.

Partie plätscherte dahin

So plätscherte die Partie von Beginn an so dahin – große Derby-Momente blieben aus. Möglichkeiten ergaben sich zwar auf beiden Seiten, bis zur achten Minutene allerdings ohne Torerfolg. Dann gab es eine etwas zu harte Strafe für den Ex-Dorfner in Waldkraiburger Diensten Florian Brenninger, der wegen eines Bandenchecks für ganze fünf Minuten auf die Strafbank musste. Zwar fiel während dieser Strafe kein Gegentor, doch gab es den Eispiraten aus dem Nachbarkreis deutlichen Aufwind, den sie im direkten Anschluss an die Strafe in ein Tor ummünzen konnten. Auf Pass des Ex-Waldkraiburgers Alex Kanzelsberger fälscht Josef Folger die Scheibe unhaltbar ins Tor von Christoph Lode zum Pausenstand von 1:0 ab.

Schwaches Überzahlspiel

Im zweiten Durchgang begannen die Löwen mit einer Überzahl. Nach nur 52 Sekunden musste Dorfens Fabian Kanzelsberger, ebenfalls in der letzten Saison noch ein Löwe, auf das „Sünderbänkchen“. Diese Überzahl sah für die Industriestädter fast identisch zu vielen anderen Powerplays dieser Saison aus. Ganze zwei Torschüsse der eher harmloseren Sorte konnten die Löwen durch Cejka und gleich darauf durch Loboda abgeben. Waldkraiburg kämpfte zwar, lief viel, doch den Löwen scheinen im Moment die spielerischen Mittel zu fehlen. So sahen die Fans in diesem zweiten Durchgang das 2:0 für Dorfen durch Lohmaier, der den 2:0-Pausenstand markierte.

Das dritte Drittel gingen die Löwen etwas offensiver an. Man merkte, dass sie sofort auf den Anschluss drängten. Dies verleitete sie im Umkehrschluss aber auch dazu, die Verteidigung hochzustellen, was Dorfens Top-Spieler Göttlicher, einsam an der blauen Linie wartend, nach einem langen Pass von Teamkollege Fischer gleich zu Beginn des Durchgangs zum 3:0 nutzte.

Waldkraiburger Fans feuerten weiter an

Die Waldkraiburger Fans feuerte weiter an und in der 54. Minute erzielte Leon Decker das Tor zum 1:3 und zeigte, dass es an diesem Abend doch noch eine Möglichkeit gab mit Punkten den kurzen Heimweg antreten zu können. Von nun an spielten die Löwen wie ausgewechselt und lange sollte es nicht dauern, bis sich dieser Umstand auszahlte. 1:44 Minuten nach dem Anschluss umkurvte Sebastian Stanik das Dorfner Tor und schob die Scheibe frech per „Bauerntrick“ ins kurze Eck zum 3:2. Die Löwen nahmen ihre Auszeit und Markus Berwanger stellte sein Team noch einmal ein und erklärte den Matchplan für die letzten Minuten.

Riesenjubel sieben Sekunden vor Schluss

Torhüter Christoph Lode verließ das Tor für einen sechsten Feldspieler und der EHC Waldkraiburg warf alles nach vorn e. Rund eineinhalb Minuten vor Ende des Spiels kassierte Max Cejka jedoch eine mehr als umstrittene Strafe und auf den Rängen ebenso wie auf der Bank sah man die Felle der Löwen bereits davonschwimmen. Berwanger hielt jedoch daran fest, dass Christoph Lode auf der Bank blieb, sodass die Löwen ohne Goalie, jedoch mit fünf Spielern auf dem Feld die restliche Zeit zu Ende bringen konnten. Das Risiko zahlte sich am Ende aus. Jan Loboda erzielte, ganze sieben Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit den vielumjubelten Ausgleich.

Ausgerechnet Christof Hradek

Auch in der Overtime ergaben sich Möglichkeiten für die Waldkraiburger Löwen, diese blieben jedoch ungenutzt. Ausgerechnet Christof Hradek, der vom EHC zum ESC wechselte und bisher unter seinen Möglichkeiten spielte, erzielte für den ESC Dorfen den 4:3-Siegtreffer und war an diesem Abend stärkster Scorer für sein Team.

Jan Loboda brachte das Stadion mit seinem 3:3 Ausgleich zum Beben.

Bereits in weniger als zwei Wochen haben die Löwen eine Möglichkeit zur Revanche, dann gastieren die Eispiraten in der heimischen Raiffeisen-Arena.

ESC Dorfen – EHC Waldkraiburg 4:3 n.V. (1:0, 1:0, 1:3, 1:0). Tore: 1:0 (13.) Folger (Kanzelsberger A., Steiger); 2:0 (35.) Lohmaier (Göttlicher, Hradek); 3:0 (42.) Göttlicher (Fischer); 3:1 (54.) Decker (Rott); 3:2 (55.) Stanik (Judt, Loboda); 3:3 (60.) Loboda (Maierhofer, Popelka – UZ); 4:3 (62.) Hradek (Schröpfer, Fischer);

Zuschauer: 410 – Strafzeiten: Waldkraiburg: 5 (Brenninger) +2, Dorfen: 2

aha

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