Wasserburg auswärts weiter stark

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Jana Furkova erzielte in Herne 17 Punkte.

Herne - Während die Festung Badria-Halle in dieser Saison wankt, holen sich die Wasserburger Basketballdamen auswärts wichtige Punkte und Selbstvertrauen.

Lesen Sie hier den Bericht des Oberbayerischen Volksblatts:

Auswärts sind die Wasserburger Basketballdamen in dieser Saison erfolgreicher als in der Festung Badria-Halle: Auch beim Herner TC präsentierte sich der Vizemeister wesentlich stärker als zuletzt gegen Wolfenbüttel und feierte mit dem 69:62 (41:37) den schon vierten Sieg in der Fremde in Serie.

Jana Furkova zeigte ihr bestes Saisonspiel (17 Punkte, 13 Rebounds) und auch Dorothea Richter nahm mit 14 Zählern eine tragende Rolle beim Wasserburger Erfolg ein.

Während die Innstädterinnen damit in der Spitzengruppe bleiben (Marburg und Freiburg haben ihre Spiele ebenfalls gewonnen und haben daher weiterhin einen Punkt Vorsprung), rutscht Herne Richtung unteres Mittelfeld.

Leicht war es aber fürs Team von Trainer Hans Brei trotzdem nicht: "Wie gut Herne ist, wissen wir spätestens nach dem Bundesliga-Viertelfinale!" Zwar fanden sich lediglich gut 300 Zuschauer ein, darunter war aber mit dem ehemaligen SPD-Vorsitzenden und Vizekanzler Franz Müntefering ein "Hochkaräter".

Die Gastgeberinnen mussten auf ihre erkrankte Aufbauspielerin Nazdeya Drozd (zuletzt 25 Punkte beim Überraschungssieg in Freiburg) verzichten, schienen aber gerade deswegen extra motiviert zu sein.

Auf dem neuen, FIBA-tauglichem Parkett traf Herne zunächst aus allen Lagen, lag schnell 12:6 vorne und auch am Ende des ersten Viertels noch mit 22:19, während die Gäste im zweiten Abschnitt dominierten und bis zur Pause mit 41:37 vorne lagen. Innerhalb von nur fünf Minuten trafen Diana Pop und Jana Furkova zweimal und Dorothea Richter einmal von der Dreierlinie. Insgesamt neun ihrer 20 Versuche trafen die Innstädterinnen. "45 Prozent ist eine tolle Quote. Das war heute wohl entscheidend", freute sich Trainer Hans Brei. Herne versuchte Wolfenbüttels Erfolgsrezept zu kopieren, dank der guten Dreierquote Wasserburgs verfehlte die Zonenverteidigung aber eine ähnliche Wirkung.

Wasserburg hatte jedoch unter dem Korb Schwierigkeiten, da neben der verletzten Katharina Kühn auch Tamara Tatham aufgrund ihrer Foulbelastung nur wenig Einsatzzeit erhielt. Die Westdeutschen hielten aber munter dagegen, gingen zwischenzeitlich sogar 50:48 in Führung und man ging fast ausgeglichen (54:55) in die letzten zehn Minuten.

Hier war von der lange guten Trefferquote beider Teams nicht mehr viel zu spüren. Leichte Vorteile dennoch für den Favoriten, der drei Minuten vor Schluss nach einem Distanzwurf von Dorothea Richter 62:56 führte. Für Herne traf die diesmal nie zu stoppende Minja Terzic (21 Punkte, 11 Rebounds) einen Freiwurf und nach dem Offensivrebound noch einen Korb. Eine ansonsten enttäuschende Ashley Hayes machte aber Hernes Hoffnung den Garaus - sie traf mit einem Dreier zur 65:59-Vorentscheidung. Wasserburg blieb in der Schlussminute cool und brachte den Sieg ohne größere Probleme unter Dach und Fach.

Es spielten: Miriam Unger, Svenja Brunckhorst (6 Punkte, 2 Assists), Verena Stürmlinger (3 Rebounds), Nadja Prötzig (8 Punkte, 3 Assists), Tamara Tatham (8 Punkte, 5 Rebounds), Diana Pop (10 Punkte), Jana Furkova (17 Punkte, 13 Rebounds), Dorothea Richter (14 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists) und Ashley Hayes (6 Punkte).

Die weiteren Begegnungen des 10. Spieltags: Wolfenbüttel - Oberhausen 86:64, Leipzig - Marburg 57:85, Freiburg - Opladen 90:63. fj

Pokal-Viertelfinale in Wolfenbüttel

Wenig Glück hatte das Team bei der Auslosung zum DBBL-Pokal Viertelfinale, die in der Halbzeitpause stattfand: Wieder kein Heimspiel, dafür aber einen starken Gegner heißt es für Wasserburg. Mitte Januar geht es zu den Wildcats aus Wolfenbüttel, denen man vor zwei Wochen zu Hause mit 66:73 unterlegen war. Immerhin bietet das die Möglichkeit zur Revanche für die bittere Niederlage – „und auswärts sind wir zur Zeit eh stärker“ meinte Trainer Hans Brei augenzwinkernd.

Das Viertelfinale im Überblick:

Saarlouis Royals - BC Marburg Wildcats

Wolfenbüttel - TSV Wasserburg

ASC Theresianum Mainz - Eisvögel Freiburg

WWK Donau-Ries - Herner TC

Quelle: rosenheim24.de

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