„Wir müssen viel trainieren!“

Wasserburg - Der erste Spieltag der Damenbasketballbundesliga war dem Vizemeister nicht würdig. Wasserburg war gegen Freiburg chancenlos.

Der erste Spieltag der Damenbasketballbundesliga war frustrierend für den Vizemeister. Wasserburg kassierte in Freiburg eine Packung, war chancenlos. Trainer, Fans und neutrale Beobachter waren sich einig, das war eines fünffachen Meisters der vergangenen Jahre nicht würdig. „Es kam halt alles zusammen: ein neu zusammengestelltes, wenig eingespieltes Team trifft auf einen hochmotivierten, sehr homogenen Gastgeber, dem an dem Tag wirklich alles gelingt“, blickt Trainer Hans Brei zurück. „Dazu fehlten uns drei Führungsspielerinnen. Und wenn dann von der ersten Minute an nichts klappt, wird man erst nervös, dann funktioniert noch weniger und so weiter.“ Die beschriebene Negativspirale drehte sich in der ersten Halbzeit auf Hochtouren, so dass Brei entgegen seiner Maxime schon nach drei Minuten eine erste Auszeit nehmen musste. „Da habe ich nochmals auf unsere grundsätzlichen Taktiken hingewiesen. Und dass wir nur dann eine Chance haben, wenn wir den Kampf annehmen, wenn wir 100 Prozent geben. Was passiert: In der nächsten Szene wird wieder die Taktik nicht befolgt und prompt bekommt Freiburg einen freien Korbleger.“ Dass Wasserburg im Prinzip durchaus ebenbürtig ist, zeigte sich in der zweiten Halbzeit. Da war angesichts eines uneinholbaren Rückstands der Druck weg und prompt klappte sehr viel mehr als vor dem Wechsel. Von konditionellen Problemen, wie im Internet geäußert wurde, will Brei nichts wissen, „sonst hätten wir nach der Pause ja noch mehr eingehen müssen“.

Die Leistung in Halbzeit zwei macht dem Coach sogar Mut, denn „es waren gute Ansätze da“. Seine Damen müssten aber in Sachen Durchsetzungsvermögen und Konsequenz eine Schippe drauflegen und in jeder Minute volle Pulle gehen. Sicherlich ist der Vizemeister noch weit von seiner Bestform entfernt, denn kein Training konnte mit allen Spielerinnen abgehalten werden. Immer wieder fehlte jemand wegen Krankheit, Verletzung oder aus privaten Gründen. Das Automatisieren von Systemen macht das natürlich nicht einfacher. „Wir müssen einfach viel trainieren und uns täglich verbessern, dann passiert so ein Auftritt wie in Freiburg so schnell nicht mehr“, meint Brei.

Am Donnerstag wird eine Hoffnungsträgerin in der Innstadt erwartet, die Taktik und Systeme auch erst noch lernen muss. Tamara Tatham kommt als frisch gebackene Bronzemedaillegewinnerin der amerikanischen Meisterschaften wodurch sie sich mit Team Kanada auch für die WM 2010 in Tschechien qualifiziert hat. Die Centerin ist topfit, ein Garant für eine bessere Reboundbilanz und bringt sicher eine positive Stimmung ins Team. D´Lesha Lloyd kehrt wieder ins Regionalligateam zurück.

Aus dem Krankenlager gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Rebecca Thoresen wird nach der Schulter-OP frühestens Mitte November wieder zum Basketball greifen können. Katharina Kühn hat die ersten Krafteinheiten absolviert und soll Mitte Oktober ins Mannschaftstraining einsteigen.

Pressemitteilung TSV Wasserburg Damenbasketballliga

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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