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"Wir sind höchst motiviert"

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Manfred Burghartswieser, Spielertrainer des Fußball-Bayernligisten 1860 Rosenheim.

Der Fußball-Bayernliga-Aufsteiger TSV 1860 Rosenheim startet am kommenden Samstag, 15 Uhr, mit einem Heimspiel und dem lukrativen Inn/Salzach-Derby gegen den TSV Buchbach in die neue Saison.

Die OVB-Sportredaktion führte im Vorfeld ein Gespräch mit Spielertrainer Manfred Burghartswieser, der den Klassenerhalt als primäres Ziel ausgibt.

Nach elf Jahren Landesliga spielt 1860 Rosenheim wieder in der Bayernliga. Die beiden letzten Male musste man sofort wieder runter, was gibt Ihnen als Spielertrainer die Zuversicht, dass es diesmal anders wird?
Wir haben eine intakte Mannschaft, bis auf Robert Egginger ist das Aufstiegsteam zusammengeblieben, dazu haben wir uns gut verstärkt. Für uns ist es ein Riesenziel, es diesmal besser zu machen als 1995 und 1997, wir sind höchst motiviert.
Mit Daniel Wimmer, Bernd Sylla, Markus Einsiedler, Vitus Hörterer und Kevin Maschke sind fünf neue Spieler gekommen. Hätten Sie sich nicht noch einen erfahrenen Bayernligaspieler gewünscht?
Der Wunsch ist die eine, die finanzielle Machbarkeit die andere Seite. Wir haben neben den fünf Neuzugängen ja auch noch viele junge Spieler dazubekommen, die richtig Spaß machen. Sie haben ein großes Entwicklungspotenzial, das wir jetzt vorantreiben müssen. Wichtig war uns, dass die Neuen vom Typ her passen. Wir sind ein eingeschworener Haufen, das war im letzten Jahr der Schlüssel zum Erfolg. Und das soll er auch heuer sein.
Im letzten Test gab es eine 2:4-Niederlage beim österreichischen Drittligisten USK Anif, der Auftritt dort war alles andere als ermutigend. Sind Sie dennoch mit der Vorbereitung insgesamt zufrieden?
Anif war eine große Enttäuschung, die anderen Ergebnisse waren recht ordentlich. Die Vorbereitung aber ist eine andere Welt, dort erzielte Resultate sind nichts wert. Es geht darum, die Mannschaft einzuspielen und nach vorne zu bringen, das ist uns ganz gut gelungen. Insgesamt bin ich zufrieden.
Gab es Gewinner oder Verlierer der Vorbereitung?
Nein, die Neuen haben die Erwartungen erfüllt, wir hatten einen Stamm für die Bayernliga im Kopf und das hat sich so bestätigt.
Die Jungen müssen nach dem Abstieg der zweiten Mannschaft vorerst wohl auf die Ochsentour durch die Kreisliga. Ist diese doch relativ niedrige Spielklasse ein Problem?
Wenn sie den Aufstieg in die Bezirksliga schaffen, kann das für das Selbstbewusstsein und die Moral gut sein. Sie müssen aus dem Kreisliga-Jahr positive Erlebnisse ziehen. Zudem haben sie hier die Chance auf Einsatzzeiten in der Bayernliga. Sie müssen sich weiter entwickeln, aber auch Geduld haben. Sie sind alle gute Fußballer, die unser Vertrauen verdient haben. Wir haben 36 Spiele in der Bayernliga, da wird jeder benötigt.
Sie deuten das Problem an, mit Ozan Tuncali fällt ein wichtiger Spieler noch länger aus, Schwinghammer ist erst auf dem Weg zurück, Linnemann hat eine Meniskusoperation hinter sich, momentan sind auch Haas und Florian Hofmann angeschlagen.
Die Verletzung von Ozan tut uns sehr weh, wir wissen auch, wenn viele ausfallen, kann es auch eng werden, obwohl wir im Vergleich zur letzten Saison nun mehr Alternativen haben. Aber wir kennen das Potenzial unserer jungen Spieler, wenn ihre Zeit kommt, müssen sie Leistung bringen.
Sind weitere Neuzugänge ausgeschlossen?
Abwarten, vielleicht ergibt sich ja noch was.
Die Bayernliga stellt an den Verein, an die Trainer, aber auch an die Spieler höhere Anforderungen. Insgesamt muss man über 8000 Kilometer reisen, schon am zweiten Spieltag muss man an einem Mittwoch nach Rain. Ist das überhaupt mit Beruf oder Ausbildung zu vereinbaren?
Die Liga ist eine Gratwanderung zwischen Amateur- und Profifußball. Es ist durchaus erforderlich, dass Spieler auch mal Urlaub nehmen für Wochentagsspiele.
Das Ziel ist klar formuliert: Klassenerhalt. Träumen Sie von mehr?
In erster Linie peilen wir mal die 45 Punkte an, um drin zu bleiben. Zuversichtlich stimmt mich, dass wir auch letzte Saison gegen starke Gegner meist besser ausgesehen haben als gegen Mannschaften, die sich nur hinten reinstellen. In der Bayernliga sind wir nun nicht mehr der Favorit, das könnte ein Vorteil sein.

Interview: hü

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