Jugendfußball beim TSV 1860 Rosenheim

Die U14 und U16 Teams kämpfen phänomenal beim hochkarätig besetzten Turnier in Linz

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Rosenheim - Mit einem sensationellen zweiten Platz und einem ebenso hervorragenden vierten Platz sowie vielen beeindruckenden Erlebnissen kehrten die U 14- und U 16-Mannschaften von einem zweitägigen Turnier aus Linz, an dem fast ausnahmslos Nachwuchsteams von Profivereinen teilnahmen, am Sonntagabend todmüde nach Hause zurück.

Die Spieler staunten nicht schlecht, als sie bei der Abfahrt am Freitagnachmittag in den Mannschaftsbus der 1. Mannschaft einsteigen durften, der sie dann ins 220 km entfernte Linz in Oberösterreich bringen sollte. Unser Jugendleiter Andi Kubik, der diese Reise schon seit vielen Wochen geplant hatte, machte diesen „Deal“ perfekt.

Nach dem Einchecken im Hotel und dem gemeinsamen Abendessen, das der ausrichtende Verein SK Enns toll organisiert hatte, ging es dann auch für die U 14 bald ins Bett, da bereits um die 7 (!) Uhr die Fahrt zur Halle angesetzt war. Die erste Begegnung stand gegen die Vertretung des österreichischen Erstligisten SV Ried auf dem Programm. Nachdem uns Guli Stark in Front geschossen hatte, rettete in den Schlussminuten vor allem unser Keeper Manu Ertl mit einigen tollen Paraden diesen wichtigen Auftaktsieg. So konnten die Jungs mit gestärktem Selbstvertrauen ins Duell mit den Münchner Löwen gehen. Mit großer Einsatzfreude und hoher Laufbereitschaft konnten wir den Namensvetter aus der Landeshauptstadt auch gehörig unter Druck setzen, sodass Simon Fischer den verdienten Führungstreffer erzielen konnte. Nachdem der Münchner Torhüter (!) den Ausgleich erzielt hatte – weil wir nicht wussten, dass der Keeper in Österreich bei Hallenturnieren über die Mittellinie darf- fighteten die Burschen unglaublich weiter und deshalb konnte Anderl Stelzer kurz vor Schluss auch den verdienten Siegtreffer markieren. Nach einem weiteren 1:0-Sieg gegen Blau-Weiß Linz gab es im Duell mit LASK Linz die erste Niederlage (1:3). Da aber im letzten Vorrundenspiel der Grazer AK fulminant mit 5:0 vom Platz gefegt wurde, stand der 1. Platz in dieser schweren Gruppe fest.

Am Samstagnachmittag war dann die U 16 an der Reihe. Die Jungs taten sich schwer ins Turnier zu finden. Nach einem Unentschieden gegen den SV Garsten, einer unnötigen Niederlage gegen die Münchner Löwen und einem schwächeren Auftritt gegen den LASK schaute es für den Viertelfinaleinzug nicht gut aus, zumal auch noch der Tabellenführer aus Kapfenberg wartete. In den letzten Vorrundenspielen ging aber ein Ruck durch die Mannschaft und so konnten die spielstarken Teams der Fußballschule Waidhofen und des SV Kapfenberg bezwungen werden. Somit war der vierte Platz gesichert, der die Berechtigung für das Viertelfinale war.

Am Sonntagmorgen musste zunächst wieder die U 14 ran. Im Viertelfinale hatte man mit dem Gruppenvierten Admira Linz den vermeintlich leichtesten Gegner und in diesem Fall traf diese Vermutung auch zu. Das Endergebnis lautete 4:0, obwohl der Spielfluss des Vortages noch nicht auf das Parkett gebracht werden konnte. Jetzt wartete im Halbfinale schon wieder der „Angstgegner“ Wacker Burghausen, der in vielen anderen Turnieren durch seine „Abgezockheit“ für unsere Mannschaft die Endstation bedeutet hatte. Doch dieses Mal war es von der ersten Sekunde an zu spüren, dass man nicht gewillt war, den Salzachstädtern den Vortritt zu lassen. So fielen die beiden Tore durch Domi Köck und Dennis Beslic dann auch zwangsläufig und auf der Gegenseite gab es keine einzige brenzlige Situation. Als dann nach 13 Minuten die Schlusssirene ertönte, war der Erfolg hochverdient und die Rothosen standen bei diesem sehr gut besetzten Turnier im Finale.

Dort standen schon die Spieler von Sturm Graz, die in ihren bisherigen Partien sowohl durch ihr schnelles als auch durch ihr sehr robustes Spiel aufgefallen waren. Anscheinend ist aber die Regelauslegung bei österreichischen Turnieren anders als bei unseren und deshalb wurden die Regelverstöße, auch der übrigen Teilnehmer, nur selten sanktioniert. Im Finale entwickelte sich von Beginn an ein rassiges und kampfbetontes Spiel, bei dem sich unsere Jungs in keinster Weise den Schneid abkaufen ließen. Das Spielgeschehen verlagerte sich in höchstem Tempo von einer auf die andere Seite und hüben wie drüben boten sich Einschussmöglichkeiten. Schließlich bedurfte es aber dann doch einer Standardsituation, damit der Führungstreffer fallen konnte. Anderl Stelzer traf den Ball voll und „nagelte“ ihn zum umjubelten 1:0 unter die Latte des Grazer Tores. Es waren aber noch sechs Minuten zu spielen und die schwarz gekleideten Sturm-Spieler verstärkten nochmals ihre Angriffsbemühungen. Unsere Burschen lieferten aber einen überragenden Kampf und ließen keinen Gegentreffer mehr zu. Erst eineinhalb Minuten vor Schluss traf dann auch der Grazer Verteidiger den Ball voll. Wie ein Strich klatschte er an den Innenpfosten und von dort in unser Tor. Da in der verbleidenden Zeit kein Treffer mehr fiel, kam es zur Verlängerung, die im „Sudden Death“ ausgespielt wurde. Die Besonderheit dabei war aber, dass nach jeder Minute ein Feldspieler runter musste. Außerdem durfte nicht mehr gewechselt werden. Die Grazer schickten deshalb ihre körperlich unglaublich starken Spieler aufs Parkett. Unsere Fünf hielten aber famos dagegen und so verstrichen die ersten beiden Minuten ohne Treffer. Bei 3 gegen 3 hatte die Halle, die nun richtig voll war und fast komplett hinter uns gestanden hatte, den Torschrei schon auf den Lippen. Anderl Stelzer schoss und der Keeper war geschlagen, aber in allerletzter Sekunde kratzte der Sturm- Verteidiger den Ball mit seiner Fußspitze von der Linie. So musste wieder ein Spieler vom Feld und bei 2 gegen 2 lief Max Jägerbauer alleine auf den Grazer Torwart zu. Mit einer geschickten Bewegung zur Seite wollte er den Keeper verladen und zog ab. Der starke Torhüter roch aber den Braten und konnte wieder abwehren. So kam es wie es kommen musste. Das Turnier wurde im 1 gegen 1 entschieden. Dabei war der Ballgewinn nach dem Schiedsrichterball entscheidend. Leider war der Grazer etwas abgezockter und sicherte sich die Kugel. Gemeinsam mit seinem Torwart konnte er die Überzahlsituation dann ausnutzen und zum Siegtreffer einschieben. Unsere Jungs sanken daraufhin völlig entkräftet zu Boden. Nach einer kurzen Phase der Enttäuschung wurde ihnen aber dann doch klar, dass sie bei diesem Turnier Großartiges geleistet hatten und stolz den Nachhauseweg antreten konnten! Nach diesem Krimi war unsere U 16 dran. Ihre Aufgabe war aber denkbar schwer, stand ihnen doch der ungeschlagene Gruppensieger von Dynamo Budweis aus Tschechien gegenüber. Die „Großen“ 60er wollten aber ihren „kleinen“ Kollegen nicht nachstehen und kämpften unglaublich. Nachdem es lange 1:1 gestanden hatte, gelang 5 Sekunden vor Schluss dann sogar der Siegtreffer gegen den haushohen Favoriten! Damit zog auch die U 16 in die Vorschlussrunde ein, wo die „Schanzer“ des FC Ingolstadt warteten. Gegen die Nachwuchsvertretung des ehemaligen Bundesligisten lief es dann genauso wie im Finale der U 14. Kein Team konnte sich in der regulären Spielzeit einen Vorteil verschaffen und deshalb kam es auch hier zum „Sudden Death“. Das Spielgeschehen wogte hin und her und es dauerte schließlich bis in die 3. Minute der Verlängerung, bis die Ingolstädter bei 2 gegen 2 unseren „Sudden Death“ herbeiführen konnten. Im Spiel um den 3. Platz war dann die Luft raus und die Rothosen mussten sich der Fußballschule Waidhofen geschlagen geben, die man in der Vorrunde noch bezwungen hatte. Insgesamt war es ein toller Ausflug, bei dem die beiden Teams augenscheinlich noch viel fester zusammengewachsen sind.

Pressemeldung TSV 1860 Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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