Bayernliga-Basketballer des TVT treffen auf kriselndes Schwabing – Damen beim Tabellenführer zu Gast

Kontrahenten mit gegensätzlichen Formkurven

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Lukas Schwankner trifft mit dem TVT am Samstag auswärts auf den MTSV Schwabing II.

Traunstein - Mit drei Siegen aus den vergangenen vier Spielen im Gepäck reist die erste Herrenmannschaft des Turnvereins am Samstag in die Landeshauptstadt. Um 17:30 Uhr kommt es in der Bayernliga Süd zum zweiten Aufeinandertreffen mit dem MTSV Schwabing II. Gegen den kriselnden Herbstmeister, der im neuen Jahr noch keine Partie für sich entscheiden konnte, will das Team von Enes Tadzic den Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigen. Eine wahre Mammutaufgabe steht den Damen am Sonntag bevor. Für die in 2019 ebenfalls noch sieglosen MSG-Basketballerinnen geht es in der Bezirksliga auswärts gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer TSV Wasserburg III.

Verkehrte Welt im Münchner Kultviertel. Nachdem das Schwabinger Talentensemble die Bayerliga ordentlich aufgemischt hatte, stand am Ende einer überzeugenden Hinrunde die verdiente Herbstmeisterschaft. Starke neun Siege, bei nur zwei Niederlagen, konnte der MTSV im ersten Saisonabschnitt erringen. Seither will jedoch nichts mehr klappen. Zum Rückrundenauftakt kassierte man trotz Topbesetzung im Spitzenspiel gegen den TSV Unterhaching eine deftige 54:93-Heimklatsche. Ob des damit verbundenen Verlusts des direkten Vergleichs musste auch die Pole Position in der Tabelle geräumt werden. Überraschenderweise setzte es in den drei folgenden Ligaspielen ebenfalls Niederlagen.

Ganz anders präsentiert sich die Lage mittlerweile beim noch bis vor Kurzem so gebeutelten TVT. Nach den Schlüsselsiegen kurz vor Weihnachten gegen Memmingen sowie Ende Januar in Grünwald konnte nun am vergangenen Samstag ein weiterer Big-Point im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren werden. Dem letztjährigen Vizemeister aus Wasserburg trat das Team von Enes Tadzic voller Selbstvertrauen entgegen und behielt am Ende klar mit 80:61 die Oberhand. Somit gelang es nicht nur, das kleine Polster auf die Schlusslichter TSV Grünwald und SG Heising-Kottern (Bilanz jeweils 2:13) zu halten, sondern ebenso, den Anschluss an den SB Rosenheim II (5:9) und besagten TSV Wasserburg (5:8) herzustellen.

Trotz der jüngsten Erfolgswelle herrscht bei den Korbjägern aus der großen Kreisstadt jedoch keine Spur von Entspannung. Da die Anzahl der Absteiger erst nach Saisonende endgültig feststeht – je nach geographischer Einordnung der ehemaligen Regionalligisten in die drei Bayernliga-Staffeln könnte es neben den Tabellenvorletzten und -letzten auch weitere Teams erwischen – ist die Herren I des Turnvereins weiter auf Risikominimierung aus. Die nächsten beiden Heimspiele gegen die direkten Konkurrenten Heising-Kottern (16.02.) und Rosenheim (02.03.) fest im Blick, will man jeweils zuvor aber auch auswärts um Siege kämpfen.

Die Schwabinger Krise könnte dabei für den TVT genau zur richtigen Zeit kommen. Im Hinspiel, bei dem die Münchner mit einem Großteil ihrer Talente aus dem Kader der Nachwuchs-Bundesliga anreisten, hielt man lange gut mit und lag Ende des dritten Abschnittes sogar nach Punkten gleichauf. Erst im Traunsteiner Schock über die Verletzung Stefan Grubers, der anschließend wochenlang ausfallen sollte, setzte der MTSV den entscheidenden Lauf und siegte letztlich mit 80:63. Mit einem mittlerweile genesenen Topscorer und in beinahe Topbesetzung – einzig Benedikt Aumeier steht aus dem letztwöchigem Erfolgsaufgebot diesmal nicht zur Verfügung – sinnen die Chiemgauer nun auf Revanche.

Ebenfalls mit potentiellen Bundesligaspielern bekommen es die Bezirksliga-Damen zu tun. Am Sonntag (16:45 Uhr) trifft die MSG TV Traunstein/SV Saaldorf auswärts auf den Tabellenführer Wasserburg. Ob des Rückzugs ihres Regionalligateams kurz vor Saisonbeginn finden sich im Aufgebot der nominell dritten TSV-Mannschaft auch einige U20-Akteure, die heuer bereits zu Einsätzen in der höchsten deutschen Spielklasse gekommen sind. Gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner, der im bisherigen Saisonverlauf in keiner der acht Begegnungen zu bezwingen war, wollen die MSG-Basketballerinnen zumindest alles in die Waagschale werfen und sich so teuer wie möglich verkaufen.

SK (Pressemitteilung TV Traunstein Basketball)

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