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Ringen: Rege Teilnahme bei Tom-Kirchner-Turnier in Anger

Veranstalter SC Anger entscheidet Teamwertung für sich

Die 29 Angerer Ringerinnen und Ringer mit ihren vier Betreuern Robert Molnar und Mathias Edfelder (links außen) sowie Raymund Edfelder und Erwin Koch (rechts außen).
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Die 29 Angerer Ringerinnen und Ringer mit ihren vier Betreuern Robert Molnar und Mathias Edfelder (links außen) sowie Raymund Edfelder und Erwin Koch (rechts außen).

Anger - Wie auch schon in den vergangenen Jahren veranstaltete die Abteilung Ringen des SC Anger in Gedenken an ihren vor über 12 Jahren an Krebs verstorbenen Ringer Tom Kirchner das nach ihm benannte Gedächtnisturnier in der Aufhamer Sporthalle. Insgesamt 164 jungen Ringerinnen und Ringer aus 19 Vereinen, darunter alleine 29 Sportler vom Gastgeber, sorgten für eine tolle Atmosphäre in der Aufhamer Sporthalle und die vielen Schiedsrichter, Trainer und ehrenamtlicher Helfer stellten den reibungslosen Ablauf der Kämpfe sicher. Aufgrund der größten Teilnehmerzahl entschied der SC Anger am Ende wenig überraschend auch die Teamwertung des im Freistil ausgetragenen Turniers für sich.

In der E-Jugend (Jahrgänge 2001 und jünger) schickte der SCA neun junge Nachwuchssportler in Rennen, wobei es Sophia Höglauer bis 21 kg mit sieben Mitstreitern zu tun bekam. Musste sie im ersten Kampf noch eine denkbar knappe 7:8 Punktniederlage hinnehmen, so stellte sie in den nächsten beiden Kämpfen ihr Können unter Beweis und gewann zweimal per Schultersieg. Im abschließenden kleinen Finale hatte sie erneut Pech und erlitt in vier intensiven Minuten eine 13:10 Punktniederlage, wodurch sie das Treppchen knapp verpasste. Bis 23 kg stellte der SC Anger mit seinen drei Startern beinahe die Hälfte der sieben Starter und konnte in Form von Vinzenz Haunerdinger die Silbermedaille gewinnen. Der junge Angerer setzte sich im Pool einmal nach Punkten und einmal per Schultersieg über seinen Teamkollegen Jakob Hinterstoißer durch, ehe er sich im Finale nach einer Schulterniederlage das Nachsehen hatte. Letzterer musste sich neben der vereinsinternen Niederlage auch in seinem zweiten Poolkampf geschlagen geben, sodass er am Ende im Finale um den fünften Platz stand. Sein Gegner konnte dort aber nicht mehr antreten, wodurch Jakob kampflos Fünfter wurde. Einen Platz höher erkämpfte sich Ramona Rothe, die sich im Pool einmal geschlagen geben musste und einmal in einem spannenden Kampf nach Punkten 14:10 siegte, womit sie das kleine Finale erreichte. Hier blieb sie abschließend ohne Erfolg und musste dadurch mit dem vierten Platz Vorlieb nehmen.

Zwei Gewichtsklassen höher war Leo Koch bis 27 kg das Maß aller Dinge und holte sich überlegen und verdient die Goldmedaille. Mit einem technisch überlegenen Sieg und zwei blitzschnellen Schultersiegen erreichte er souverän das Finale, welches er dann ebenfalls noch in der ersten Minute per Schultersieg für sich entschied und sich somit selbst mit der Goldmedaille belohnte. Die Gewichtsklasse bis 29 kg war ebenfalls fest in Angerer Hand, indem sich Emma Auer und Josef Klinger die Gold- bzw. Silbermedaille holten und ihren einzigen weiteren Konkurrenten damit auf den dritten Platz verwiesen. Dieser musste sich beiden heimischen Ringer auf Schulter geschlagen geben und auch das vereinsinterne endete überraschend mit einem Schultersieg vorzeitig, nachdem es zuvor noch ausgeglichen 6:6 gestanden hatte. Albert Raisch hatte bis 38 kg nur einen Mitstreiter, der dem Angerer aber nicht das Wasser reichen konnte und schon nach knapp einer halben Minute zum Abbruchsieg auf beide Schultern gepresst wurde, wodurch Albert sich die Goldmedaille holte. Ebenfalls nur einen Gegner hatte bis 42 kg Maximilian Rettelbach, der bei seinem ersten Turnier aber noch ohne Erfolg blieb, sich per Schulterniederlage geschlagen geben musste und damit auf dem zweiten Platz landete.

In der zusammengefassten C- und D-Jugend (Jahrgänge 2007 – 2010) gingen stolze 15 Angerer ins Rennen, wobei Jakob Hogger in der leichtesten Gewichtsklasse bis 27 kg aus zwölf Teilnehmer die Bronzemedaille gewinnen konnte. Nach einem Schultersieg zum Auftakt, einem nervenaufreibend spannenden 18:16 Punktsieg im zweiten Kampf und einer technisch überlegenen Niederlage im Poolfinale stand der junge Angerer zum Abschluss im kleinen Finale. Dort setzte er sich zu Beginn der zweiten Kampfhälfte bei Stand von 14:6 per Schultersieg durch und holte sich dadurch einen Platz auf dem Treppchen. Eine Gewichtsklasse höher standen bis 29 kg zwei Angerer auf der Matte, die mit ihren vier weiteren Kontrahenten und miteinander im nordischen Modus (jeder gegen jeden) aufeinandertrafen. Michael Haas erlitt zu Beginn eine unglückliche und knappe 6:8 Niederlage und musste sich auch in den nächsten beiden Kämpfen jeweils geschlagen geben. Sein viertes Duell hatte er bei einem Schultersieg beim Stand von 10:1 stets unter seiner Kontrolle, ehe er im letzten Kampf noch einmal das Nachsehen hatte und insgesamt auf dem fünften Platz landete. Besser erging es Sofia Koch, die ihre ersten vier Kämpfe allesamt vorzeitig per Schultersieg für sich entscheiden konnte. Auch eine knappe 7:15 Niederlage im letzten Kampf konnte am Gewinn der Goldmedaille letztendlich nichts mehr ändern, da ihre Mitstreiter ebenfalls alle mindestens eine Niederlage erlitten hatten und sie durch ihre Schultersiege die beste Gesamtbilanz aufweisen konnte. Bis 31 kg stelle der SC Anger mit seinen unglaublichen sechs Ringern die Hälfte der zwölf Teilnehmer, wobei am Ende nur die Goldmedaille nicht an das Heimteam ging. Stefan Steiner gab sich im Pool keine Blöße und setzte sich vier Mal vorzeitig per Schulter- oder technisch überlegenen Sieg durch, ehe er im Finale seinem Walser Mitstreiter nach einer technisch überlegenen Niederlage den Vortritt lassen und mit der Silbermedaille Vorlieb nehmen musste. Auch Timur Pitsaev, der nach einer Verletzung aus der Mannschaftssaison erstmals wieder bei einem Turnier auf der Matte stand, musste sich in insgesamt fünf Kämpfen nur einmal dem Goldmedaillengewinner geschlagen geben. Da dies allerdings schon im Pool passiert war, durfte der junge Angerer im kleinen Finale noch einmal sein Können unter Beweis stellen und gewann dieses auch verdient technisch überlegen. Einen guten fünften Platz erreichte am Ende Leander Haunerdinger, der mit zwei Siegen und zwei Niederlagen im Pool im Finale um den fünften Platz stand, welches er kurz vor Ende der ersten Kampfhälfte mit einem Schultersieg für sich entschied. Jasmina Etieva begann das Turnier mit einem 12:4 Sieg über ihren Teamkollegen Johannes Hocheder, ehe sie in den nächsten beiden Kämpfen zweimal verlor, was bei ihrem ersten Turnier das Ausscheiden und den achten Platz bedeuteten. Letzterer konnte sich wie auch Max Hinterstoißer in den ersten beiden Kämpfen nicht durchsetzen, wodurch die beiden jungen Angerer jeweils ausschieden und auf dem neunten bzw. zehnten Platz landeten.

Andreas Hocheder bekam es bis 34 kg mit zehn Mitstreitern zu tun und musste sich im ersten Kampf direkt dem späteren Turniersieger nach Punkten geschlagen geben. Dies sollte aber seine einzige Niederlage bleiben, sodass Andreas nach einem technisch überlegenen, einem Schulter- und einem Punktsieg noch das kleine Finale erreichte und sich dort noch in der ersten Minute per Schultersieg die Bronzemedaille sicherte. Bis 42 kg kamen zwei der acht Teilnehmer vom Heimverein, wobei Samuel Münzer nach einem Schultersieg und zwei Niederlagen am Ende im Finale um den fünften Platz stand, welches er aber nach vier kräfteraubenden Minuten knapp nach Punkten verlor. Besser erging es Celina Rothe, die keine Zweifel an ihrem Können aufkommen ließ und sowohl ihre beiden Poolkämpfe als auch das Finale innerhalb kürzester Zeit per Schultersieg gewann, wodurch sie verdient Erste wurde. Auch die Gewichtsklasse bis 46 kg ging am Ende an eine Angererin, indem Lea Tschakert keinem ihrer fünf Mitstreiter eine Chance ließ und sich mit ausschließlich Schultersiegen souverän die Goldmedaille sicherte. Den dritten Platz erkämpfe sich in derselben Gewichtsklasse Zelimkhan Pitsaev, der sich dreimal vorzeitig per technisch überlegenem Sieg oder Schultersieg durchsetzen konnte und sich nur seiner Teamkollegin und dem Silbermedaillengewinner geschlagen geben musste. Bis 50 kg hatte Artur Raisch nur einen Gegner, dem er aber nach einer Schulterniederlage den Vortritt lassen musste und so Zweiter wurde.

In den ältesten beiden Klassen der A- und B-Jugend (Jahrgänge 2002 – 2006) waren insgesamt fünf Angerer Ringer vertreten, wobei Paul Hogger als Leichtester bis 48 kg auf der Matte stand. In der nordisch ausgetragenen Gewichtsklasse konnte er sich einmal per Schultersieg durchsetzen und musste sich vier Mal geschlagen geben, wodurch er am Ende auf dem fünften Platz landete. Einen starken zweiten Platz erkämpfte sich bis 51 kg Turpal Etiev, der sich im ersten Kampf knapp mit 17:14 nach Punkten durchsetzte und nach einem Schultersieg im zweiten Kampf das Finale erreichte. Dort blieb er zwar ohne Erfolg, durfte sich aber am Ende über den Gewinn der Silbermedaille freuen. Keine Chance hatten bis 60 kg die Kontrahenten von Martin Bauer, der sich per Punkt- und Schultersieg die Finalteilnahme sicherte und dort mit seinem Gegner kurzen Prozess machte, indem er diesen schon nach 30 Sekunden zum Gewinn der Goldmedaille auf beide Schulter legte. Den dritten Platz aus sieben Teilnehmern sicherte sich bis 65 kg Benedikt Rothe, der nach einer Auftaktniederlage im zweiten Kampf beim Stand von 11:6 per Schultersieg siegte, wodurch er zum Abschluss im kleinen Finale auf der Matte stand. Dort ließ er nie einen Zweifel an seinem Medaillenhunger aufkommen und legte seinen Gegenüber schon nach einer Minute auf die Schultern. Den wohl entspannendsten Nachmittag aller Angerer Ringer hatte bis 71 kg Franz Fröhlich, der ohne Gegner blieb und damit kampflos Sieger seiner Gewichtsklasse wurde.

Lukas Koch, Schriftführer Abteilung Ringen SC Anger

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