Erste Herrenmannschaft der Chiemgau Baskets organisiert sich im virtuellen Raum – Challenges sorgen für Ansporn

Bayernliga-Training in Zeiten des Lockdowns

Athletiktrainer Philipp Junge und Cheftrainer Luis Prantl nutzen den virtuellen Raum um mit dem Bayernligateam in Kontakt zu bleiben.
+
Athletiktrainer Philipp Junge und Cheftrainer Luis Prantl nutzen den virtuellen Raum um mit dem Bayernligateam in Kontakt zu bleiben.

Traunstein - Mit Beginn des zweiten Lockdowns hieß es letzte Woche auch für die heimischen Bayernliga-Korbjäger, vorerst Abschied von der geliebten Trainingshalle zu nehmen. Dort wird man sich frühestens im Dezember wieder im Rahmen der drei regulären Einheiten als Mannschaft zusammenfinden dürfen. Des Weiteren verkündete der Basketball Verband, die Saison bis vorerst Anfang 2021 auszusetzen.

Trotz der Hiobsbotschaften verfiel man bei den Chiemgau Baskets des TV Traunstein aber nicht in Lethargie, sondern fand Mittel und Wege, sich an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen. „Natürlich ist die Situation für uns alle sehr schwer“, gibt Luis Prantl offen zu, „als Headcoach der ersten Mannschaft bin ich der Meinung, dass das Trainieren von basketball-spezifischen Inhalten in virtueller Form – so wie es derzeit im Jugendbereich praktiziert wird – bei uns keinen Sinn macht.“ Daher war sich das Betreuerteam um Prantl, Christian Biebl und Philipp Junge schnell einig, den Fokus im November auf den athletischen Bereich sowie die Fitness zu legen.


„Hier sind hier vor allem mit Philipp, der sich hervorragend um die Jungs kümmert, bestens aufgestellt“, so Prantl. Bereits kurz nach Verkündung des Lockdowns erhielten die Spieler individuelle Kraft- und Athletikpläne. Darüber hinaus wird der Wettkampfgeist der Teammitglieder in zwei Einzel-Challenges pro Woche gestillt. Sowohl die jungen als auch die älteren Spieler haben dadurch einen Anreiz, sich in der Team-internen Rangliste möglichst weit oben zu platzieren.

Die einzelnen Herausforderungen stellen sich dabei durchaus unterschiedlich dar. So startete man etwa mit einer „Burpee-Treppe“, bei der ausgehend von einer Ausführung pro weitere Minute immer eine zusätzliche Wiederholung zu absolvieren ist. Ebenfalls gibt es Wettbewerbe, in denen eine Serie an Kraftübungen in einer festgelegten Zeiteinheit so oft wie möglich absolviert werden soll. Auch die zweite Mannschaft und die männliche U18 sind in die Challenges eingebunden. „Damit kann sich der gesamte Herrenbereich miteinander messen“, sagt der Athletiktrainer.


Als Hauptziel haben wir uns gesetzt, die Spieler trotz des Lockdowns fit und motiviert zu halten“, so Junge. Über den Output der einzelnen zeigt sich der Athletiktrainer, der seit August mit den Spielern der Chiemgau Baskets arbeitet, sehr zufrieden: „Bisher funktioniert das sehr gut und die Jungs zeigen genau so viel Ehrgeiz und Fleiß, wie sonst auf dem Basketball-Court.“ Auch Cheftrainer Prantl zeigt sich darüber höchst erfreut: „Die Spieler sind wahnsinnig professionell und setzen die Vorgaben um. Daher freue ich mich, wenn ich dann hoffentlich im Dezember eine noch fittere Mannschaft zurück in der Halle begrüßen kann.“

Nicht zuletzt stimmt dies auch hervorragend mit der Zielsetzung des Traunsteiner Bayernliga-Herrenteams überein. „Auch für die Zeit nach dem Lockdown haben wir uns vorgenommen, die fitteste Mannschaft der Liga zu sein“, verrät Prantl. Trotz aller Begeisterung für den aktuellen Eifer bei den Homeworkouts hofft er aber natürlich, im Dezember wieder in der Halle und an taktischen Elementen sowie an der Spielphilosophie arbeiten zu können. Bis dahin ist es für den 20-Jährigen wichtig, in Kontakt mit der Mannschaft zu bleiben. Wenn auch anders als im Jugendbereich nicht in Form von gemeinsamen Trainings, sondern eher in Form von persönlichen Gesprächen und Telefonaten. „So schaffen wir es, diese Zeit zu überbrücken“, so Luis Prantl.

SK (Pressemitteilung Chiemgau Baskets / TV Traunstein Basketball)

Kommentare