Handball Bezirksklasse Herren: Übersee gegen ESV Freilassing II 27:24

SIEGER! DIE HERREN DES TSV ÜBERSEE GEWINNEN THRILLER NACH RIESEN-AUFHOLJAGD

Übersee (Chiemgau) - Was für ein Landkreis-Derby! Das Duell des TSV Übersee mit dem ESV Freilassing II erfüllte alle Erwartungen. Ein dominanter ESV in der ersten Hälfte, eine furiose Aufholjagd der "Achentaler" und die Entscheidung erst kurz vor dem Schlusspfiff: Übersee macht mit einem 3:0 Lauf in den letzten vier Minuten den Deckel drauf, der Rest war eine Stimmungs-Explosion in der Halle in Ainring. Alle "Achentaler" stürmten nach dem 27:24 (12:13)-Sieg im Spiel der Handball-Bezirksklasse auf das Spielfeld, um gemeinsam zu jubeln. Beste Torschützen in diesem Thriller waren Florian Höllmüller mit zehn und Matthias Günther mit sieben Treffern.

FREILASSING VON BEGINN AN VORN In diesem Spiel sah zunächst wenig nach Überseer Jubel aus: Der TSV machte Fehler, der ESV nutzte diese. Von Beginn an lag der Gastgeber vorn, hatte vor allem in David Schweiger einen steten Unruheherd für die Abwehr der Gäste in seinen Reihen. Schnell lagen die „Achentaler“ mit 1:4 hinten. Zu allem Überfluss hatte Maximilian Leicher nach neun Minuten schon seine zweite 2-Minuten Strafe, so dass Trainer Volker Kiehl früh die Abwehr umbauen musste. Dass Martin Krutzenbichler berufsbedingt nicht zur Verfügung stand, machte die Aufgabe für den Trainer nicht leichter. Gut, dass Florian Höllmüller Verantwortung übernahm. Sein viertes Tor, aus dem Rückraum, war der Weckruf, da die Freilassinger auf 11:7 (20.) enteilt waren. Eine Minute später die nächste Hiobsbotschaft für den Trainer der „Achentaler“: auch Sebastian Haßlberger erhielt vom Schiedsrichter seine zweite 2-Minuten Strafe und so war man gezwungen die Abwehr erneut neu zu formieren. Angeführt von Andreas Reichl, dem Aggressiv-Leader der jungen Mannschaft aus Übersee, wurde der Abstand zur Halbzeit auf 12:13 verkürzt.


DIE ENTSCHEIDUNGEN UND MASSNAHMEN DES TRAINERS ZEIGEN BIS ZURPAUSENSIRENE IHRE WIRKUNG Der Anschlusstreffer setzte bei den „Achentalern“ Energien frei. Mit Matthias Günther, einem weitereren erfahrenen Spieler, der mit unglaublichem Tempo und noch mehr Leidenschaft unbedingt die letzten Sekunden mit einem Tor anschließen wollte: Günther traf, die Spieler auf der Bank riss es von den Sitzen. Und der TSV Übersee hatte es nach einer schwierigen ersten Halbzeit geschafft, den Rückstand in moderatem Rahmen zu halten

ÜBERSEE TRIFFT ZUM AUSGLEICH Eigentlich kam der Gang in die Kabinen zur Unzeit für die „ACHENTALER“: Sie hatten in den letzten Minuten vor dem Wechsel ordentlich Selbstvertrauen getankt und waren dran. Doch dieses gute Gefühl nahmen sie mit zurück auf die Platte: Mit "ACHENTALERN", die um jeden Zentimeter kämpften, und mit einem Lukas Huber, der hinter einer immer energischer zupackenden Abwehr zum Riesen wurde: Huber parierte einige freie Würfe und im Angriff wurde der Ausgleich erzielt. Leider kam dann wieder der Faktor Schiedsrichter ins Spiel, mit seiner sehr kleinlichen Regelauslegung ließ er kaum ein flüssiges Spiel der beiden Mannschaften zu. In der 40. Minute zeigte er Sebastian Haßlberger nach dessen dritter 2 Minuten Strafe die rote Karte. Vorher traf es in der 26. Minute den Freilassinger Andreas Ewald mit glatt Rot und in der 35. Minute seinen Mannschaftskameraden David Schweiger mit der nächsten roten Karte nach seiner dritten Zeitstrafe. Doch anders als im ersten Durchgang machte der Gastgeber nun Fehler und bis zur 45. Minute konnte der TSV zum 20:20 ausgleichen. Dem eingewechselten A-Jugend Spieler Philipp Schmitt war es mit einem herrlichen Treffer von Außen vorbehalten, die erste Führung für den TSV zu erzielen.


DER WAHNSINN NIMMT FAHRT AUF Hätte Übersee nicht den nächsten Gegenstoß vergeben und seine Chancen konsequent genutzt, dieses Spiel wäre binnen acht Minuten gekippt. So dauerte es bis zur Schlussphase: Nach 46 Minuten war der TSV Übersee erstmals in Führung! Die bisher schon intensive Partie nahm noch mehr Fahrt auf. Mit einem Doppelschlag brachten sich die „Achentaler“ mit 24:21 in Führung. Bevor Freilassing wieder auf 25:24 verkürzen konnte, war es wieder der Schiedsrichter, der dem Spiel seinen Stempel aufdrücken wollte, und Valentin Haßlberger in der 56. Minute die rote Karte (3 mal 2 Minuten) zeigte. TSV-Trainer Volker Kiehl nahm eine Auszeit, um das Spiel seiner Mannschaft neu zu ordnen. DIE „ACHENTALER-WAND“ HÄLT DEN SIEG FEST Die Abwehr zeigte auch ohne ihre beiden Stabilisatoren, Sebastian und Valentin Haßlberger, was sie kann und ließ kein Tor mehr zu. Mit zwei sehenswerten Treffern wurde die Partie letztendlich verdient mit 27:24 gewonnen. Der Jubel bei der Mannschaft von Trainer Volker Kiehl war groß und der Sieg wurde mit dem Besuch des Spiels der Damen in Salzburg mit lecker Essen und dem ein oder anderen kühlen Bier gefeiert.

AM SONNTAG KOMMT ES IN DER SCHULSPORTHALLE IN ÜBERSEE ZUM SPITZENSPIEL GEGEN DEN TuS TRAUNREUT Die Mannschaft darf nach diesem Spiel nicht lange durchschnaufen: Am Sonntag, den 02.04.2017 um 17:00 Uhr kommt es in Übersee, vor eigenem Publikum, zum letzten Spiel gegen die starke Mannschaft aus Traunreut. Der Sieger dieses Spiels wird sicherer Zweiter in der Tabelle sein und an der Relegation um einen Aufstiegsplatz teilnehmen. Danach kann der TSV Übersee nur noch als Zuschauer beobachten was sich in der Liga tut und wie das Meisterschaftsrennen ausgeht. Weiter geht's, Übersee! TSV-Trainer Volker Kiehl: "Vielleicht waren wir in der ersten Halbzeit ein bisschen zu heiß, Freilassing war fokussierter. Beinahe jeder Abpraller landete deshalb bei dem ESV. Wir haben auch in der Vorwärtsbewegung Fehler gemacht und Angriffe unvorbereitet abgeschlossen - das ist tödlich, deshalb lagen wir mit vier Toren zurück. Entscheidend war die Phase kurz vor der Pause, wo sich meine Mannschaft zusammengerissen hat und sich auf ein Tor herankämpfte. Wir haben phasenweise deutlich besser als im ersten Durchgang gespielt, lagen auch verdient mit zwei Toren vorn. Dann machen wir wieder Fehler und lassen den Gegner wieder bis auf ein Tor herankommen. Am Ende gewinnen wir verdient. Ein großer Dank geht an unsere Zuschauer, sie haben uns sehr geholfen. Das war ein schöner Tag!" Statistik: Lukas Huber, Andreas Lindlacher (beide Tor), Matthias Günther (6/1), Andreas Reichl, Valentin Haßlberger, Christoph Höllmüller (nicht eingesetzt), Florian Höllmüler (7/3), Leonhard Ehnle (3), Maximilian Leicher (2), Johannes Göttlinger, Philipp Schmitt (1), Matthias Ladner (3), Sebastian Haßlberger (1)

TSV Übersee, Abteilung Handball, Presseservice

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