Er spielte an der Seite von Veronica Ferres

Traurige Nachricht bei TV-Star: Er wird nie wieder vor der Kamera stehen

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Veronica Ferres und Bobby Brederlow im Jahr 2001. Ferres spielte die weibliche Hauptrolle im Film „Bobby“.

Er legte trotz seiner Behinderung eine außergewöhnliche Schauspielkarriere hin: Rolf „Bobby“ Brederlow. Nun ist dieser Abschnitt seines Lebens beendet.

München - Es ist das Ende einer außergewöhnlichen Karriere: Rolf „Bobby“ Brederlow (57) kann nie wieder vor der Kamera stehen. Bei dem Schauspieler mit Downsyndrom wurde vor vier Jahren Demenz diagnostiziert. Nun steht fest, dass er nicht mehr als Schauspieler arbeiten kann. Auch Auftritte auf dem Roten Teppich gehören ab sofort der Vergangenheit an. Das berichtet die Bild.

„Mein Bruder kann nicht mehr drehen. Ich hatte auf Besserung gehofft, aber mittlerweile ist Bobby ein totaler Pflegefall“, sagte Brederlows Bruder Gerd dem Blatt.

Ein Bild von Bobby Brederlow aus dem Jahr 1998.

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Lebensgeschichte an der Seite von Veronica Ferres verfilmt

Trotz seiner Behinderung wurde Brederlow ein bekannter und gefeierter Schauspieler. Im Jahr 2002 stand er mit Veronica Ferres vor der Kamera - in dem Film „Bobby“ wurde seine Lebensgeschichte fürs Fernsehen verfilmt. Seit dem Streifen sind Brederlow und Ferres befreundet. Als die beiden die Goldene Kamera bekamen, rief Bredelow auf der Bühne „Veronica, küss mich!“.

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Bobby Brederlow im Jahr 2015.

Ferres: „Ich war von Beginn an hin und weg von Bobbys Herzlichkeit, Offenheit und Liebesfähigkeit. Er war ein Fan von meinen Filmen, hatte in seinem Zimmer Fotos von mir gesammelt, die er mir alle gezeigt hat.“

Die Schauspielerin trifft Bobby weiterhin in München. Ferres habe ihn vor Kurzem besucht, berichtet die Bild: „Bobby hat mich trotz seiner Einschränkung durch die Krankheit sofort erkannt. Es war ein schönes Zusammentreffen.“

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Ins Pflegeheim soll Bobby nicht

Brederlows Bruder kümmert sich um den Erkrankten, seit die Eltern Ende der 1980er verstarben. Für ihn ist es nicht einfach, Bobby in seinem aktuellen Gesundheitszustand zu erleben: „Bobby weiß nicht mal mehr, was das Wort ,Zähneputzen‘ bedeutet. Für mich ist das oft eine emotionale Achterbahn. Manchmal kommen mir die Tränen.“ 

Irgendwann, so Gerd Brederlow, wird Bobby auch nicht mehr selbst essen können. Ins Pflegeheim soll er aber nicht. „Wir nehmen‘s, wie‘s kommt“, erklärte er.

cg

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