Premier schämt sich

Cameron will sich bei Queen entschuldigen

+
Queen Elizabeth II und der britische Premierminister David Cameron.

London - Nach seinem peinlichen Ausrutscher bereut der britische Premier David Cameron anscheinend seine Äußerungen über die Queen. Er habe gar nicht gemerkt, dass die Mikrofone an waren

Nach ungewollt öffentlich gewordenen Äußerungen des britischen Premierministers David Cameron zur Reaktion von Königin Elizabeth II. auf das Ergebnis des Schottland-Referendums will sich der Regierungschef entschuldigen. Er sei "sehr betreten", und was geschehen sei, bedaure er "außerordentlich", sagte Cameron laut Medienberichten vom Donnerstag vor Journalisten in New York. Bei seinem Telefonat mit der Queen habe es sich um ein "eindeutig privates Gespräch" gehandelt. "Mein Büro hatte schon Kontakt mit dem Palast, und ich werde das auch tun'", sagte Cameron.

Cameron hatte am Dienstag am Sitz der Vereinten Nationen dem früheren New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg anvertraut, dass die Queen nach dem Nein der Schotten zur Abspaltung von Großbritannien am Telefon "vor Vergnügen geschnurrt" habe. Es war ihm dabei offensichtlich nicht bewusst, dass der US-Fernsehsender Sky News die Unterredung mit Bloomberg aufzeichnete. Dem Premier ist es eigentlich nicht erlaubt, Interna aus Gesprächen mit der Queen auszuplaudern.

Die Schotten hatten bei der Volksabstimmung am vergangenen Donnerstag für den Verbleib im Vereinigten Königreich gestimmt. Vor dem Referendum hatte Elizabeth II. als Staatsoberhaupt öffentlich nicht Stellung bezogen. Es wird nun erwartet, dass sich Cameron beim nächsten seiner wöchentlichen Treffen mit der Queen persönlich bei ihr entschuldigt.

Die Königin empfing indes am Mittwoch den früheren schottischen Regierungschef Alex Salmond zu einer Audienz auf ihrem Anwesen im schottischen Balmoral. Salmond war nach der Niederlage bei dem von ihm initiierten Referendum zurückgetreten.

AFP

Zurück zur Übersicht: Stars

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser