Nach Popo-Klatsche von Kleinwüchsiger

Miley kifft im XXS-Outfit auf offener Bühne

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Foto rechts: Miley Cyrus zog sich bei den MTV European Awards auf der Bühne zwar nicht aus, dafür zog sie aber an einem Joint.

Amsterdam - Rapper Eminem räumte bei den 20. MTV European Awards ab, und auch Justin Bieber und Katy Perry hatten Grund zu Feiern. Für Aufsehen aber sorgte ein weiteres Mal Skandalnudel Miley Cyrus.

Vor Tausenden jubelnden Fans hatte die US-Sängerin Miley Cyrus die 20. Gala der European Music Awards (EMA) am Sonntagabend in Amsterdam unter dem Motto „Out of Space“ eröffnet. In einem sexy Astronautenanzug war sie aus einem nachgebauten Raumschiff in den Ziggo Dome geschwebt. 

Ihr Auftritt war mit Spannung erwartet worden. Noch im August hatte sie bei den MTV Music Awards mit einem lasziven Tanz in Unterwäsche für einen Skandal gesorgt. Als sie ihre Trophäe für das beste Video ihres Hits "Wrecking Ball" entgegennahm, hielt es die 20-jährige Sängerin vergleichsweise dezent. In dem Clip hatte sie komplett auf Kleidung verzichtet, jetzt trat sie imweißen Kuschel-Body über einem äußerst knapp geschnittenen weißen Latex-Fummel mit dazu passenden Plateauschuhen auf die Bühne. Der war so hauteng, dass sich die Körperkonturen der 20-Jährigen darunter deutlich abzeichneten. 

Doch Miley wäre nicht Miley, wenn sie zu diesem intimen Hingucker nicht noch etwas draufzusetzen hätte: "Ich habe gar keinen Platz in meiner Tasche", verkündete die US-Sängerin. "Aber ich habe das hier gefunden...", setzte sie mit schelmischem Grinsen hinzu, zog einen halb aufgerauchten Joint aus der Tasche und zündete ihn sich an. Großen Wirbel um den Drogenkonsum vor Millionenpublikum gab es in dem Land, das für seine liberale Drogenpolitik bekannt ist, jedoch nicht. 

Ebenso gleichmütig wurde der Auftritt einer kleinwüchsigen Statistin im schwarzen Latex-Outfit aufgenommen, von der sich der ehemalige Kinderstar den Po versohlen ließ. Sado-Maso und Behinderte als dekoratives Show-Element sind heutzutage offensichtlich keinen Aufreger mehr wert.    

Verleihung der MTV European Music Awards

MTV Awards: Singende Aliens, glitzernde Stars und eine kiffende Miley

Mit zwei Preisen war der US-Rapper Eminem der Gewinner des Abends. Er gewann nicht nur den Preis für Best Hip Hop, sondern war auch mit dem Global Icon Award geehrt worden. Der weiße Rapper ist mit nun 13 EMAs der erfolgreichste Star in der 20jährigen Geschichte der Preise. Er rief in seiner Dankesrede zu „ein paar Augenblicken“ Ruhe auf im Gedenken an die Opfer des Taifuns auf den Philippinen.

Der kanadische Teenie-Schwarm Justin Bieber, der von den Fans zum vierten Jahr in Folge als bester männlicher Künstler gewählt worden war, war nicht nach Amsterdam gekommen. Das weibliche Pendant dazu war Katy Perry. Die 29-Jährige, die beim Voting unter anderem Lady Gaga besiegt hatte, dankte ihren Fans persönlich und trat auch mit ihrem Hit "Unconditionally" auf.

Die großen Favoriten gingen allerdings leer aus. Justin Timberlake war für 5 der insgesamt 17 Trophäen nominiert worden. Noch im August hatte er vier MTV Video Music Awards, dem amerikanischen Gegenstück zu den EMAs, mit nach Hause genommen. Auch Lady Gaga erhielt keinen Preis. Die US-Rapper Macklemore & Ryan Lewis, die auch fünfmal nominiert waren, bekamen immerhin noch den EMA in der Kategorie Best New Artist.

Passend zum Motto der Show waren viele Fans und Stars in Glitzeranzügen erschienen. Begleitet von zahlreichen als Aliens ausstaffierten Statisten präsentierte der Sänger der US-Band LMFAO, Redfoo, die Show in stets wechselnden Outfits: Von der knappen Glitzerunterhose bis zum knallengen Mondmann-Anzug.

Die 20. Ausgabe der MTV-Awards, die von 60 MTV-Sendern live weltweit übertragen wurde, wurde mit zahlreichen Live-Auftritten von Weltstars gefeiert, wie unter anderem Kings of Leon, Robin Thicke, die Rockband The Killers und Bruno Mars. Den Hit des aus Hawaii stammenden Sängers „Locked out of Heaven“ hatten Millionen Fans zum besten Song des Jahres 2013 gewählt.

Auch für Deutschland gab es einen Preis: Die Band Tokio Hotel erhielt einen EMA für Biggest Fans. Der Preis für den besten World Wide Act ging an die chinesische Sängerin Chris Lee. Lena, die in dieser Kategorie auch nominiert war, hatte zuvor bereits den Preis Best German Act gewonnen.

Die ersten MTV Europe Music Awards waren 1994 in Berlin vergeben worden, 2012 sahen rund 40 Millionen Menschen die Show aus Frankfurt. Im nächsten Jahr sollen die Preise im schottischen Glasgow vergeben werden.

dpa/afp

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